Suchen

Wir liefern Ihnen jedes Buch Ihrer Wahl.

Schiller Verlag



 

Klein, Christoph: An den Toren zur Welt


ISBN 978-3-941271-71-5

Erscheinungsdatum: April 2012 Preis: 59 Lei / 19 EUR


jetzt bestellen...



Geistliche Reden in der Begegnung mit der siebenbürgischen Kulturgesellschaft

 

 

mit einem Geleitwort von Klaus Werner Johannis, Bürgermeister von Hermannstadt

 

gebunden, 295 S., 24,5 x 17,0 cm, 987 g, Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag 2012

 

 

ISBN :      978-3-941271-71-5

 

„In meinem Bischofsamt in den Jahren 1990 bis 2010 erreichte mich neben den zahlreichen Einladungen, gelegentlich kirchlicher Veranstaltungen, ökumenischer Ereignisse oder der traditionellen Pfarrversammlungen Vorträge über theologische Themen zu halten, wiederholt auch die Bitte, ebenso zu weltlichen Anlässen mit einem Vortrag oder Grußwort beizutragen.

Die Vorträge, Reden, Ansprachen und Grußworte, die auf diese Weise entstanden sind, erwiesen sich für mich jedes Mal als Herausforderung, die ich als Theologe wie auch als geistlicher und kirchlicher Amtsträger zu bewältigen hatte.“

Christoph Klein, Altbischof der ev. Kirche A.B. in Rumänien (1990-2010)

 

Dr. Dr. h. c. Christoph Klein, geboren am 20. November 1937 in Hermannstadt, war unter anderem 1972-1976 Stadtpfarrer der evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Hermannstadt, 1976-1990 Professor für Systematische Theologie in Hermannstadt und von 1990 bis 2010 Bischof der Evangelischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Rumänien.

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Evangelische Kirche A.B. in Rumänien
Bischofsamt
Rumänien
Siebenbürger Sachsen
Geistliche Reden und Schriften
Rumäniendeutsche




 

Schlattner, Eginald: Odem


ISBN 978-3-941271-73-9

Erscheinungsdatum: März 2012 Preis: 59 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



Kritische Edition   Herausgegeben von Nowotnick, Michaela. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm     gebunden, ca. 208 S. - 21,5 x 13,8 cm, Schiller Verlag 2012   ISBN :      978-3-941271-73-9   Aus der Reihe :      Literatur aus Siebenbürgen 6       Editorische Grundlage der vorliegenden Ausgabe ist das Manuskript von Eginald Schlattners Odem, das von Erika Constantinescu, Lektorin der deutschen Redaktion der ESPLA, im November 1957 korrigiert und mit Anmerkungen versehen wurde. Die Erzählung erschien nicht, weil der Autor einen Monat später von der Securitate verhaftet wurde. Größtmögliche Authentizität war das Ziel der Herausgeberin Michaela Nowotnick, die diese frühe Erzählung des siebenbürgischen Autors und Pfarrers entdeckt und bearbeitet hat. Der Leser sei gewarnt: Simple Lesbarkeit war nicht unbedingt eines der primären Ziele der Edition.   Eginald Schlattner: Der Lebenslauf Obschon Siebenbürger Sachse, bin ich in Arad geboren, am 13. September 1933, in einer Stadt von k.u.k.-Gepräge am westlichen Rande Rumäniens, nahe der ungarischen Grenze. Prägende Jahre der Kindheit habe ich in Szentkeresztbánya verbracht; jener östliche Landstrich Siebenbürgens ist bis heute von Szeklern besiedelt. Dort habe ich ungarisch gelernt. Und erst in der Schule rumänisch. Beide Eltern sprachen perfekt ungarisch. Meine Mutter ist in Budapest geboren. Meine Großmutter Bertha zilahi Zilah-Sebess entstammt einem ungarischen Adelsgeschlecht (am 6IX1715 wurde ein reformierter Pfarrer nobilitiert; das Geschlecht reicht, bis 1467. Stammbäume muß man glauben). Wiewohl sächsisch-bürgerlich, gehöre ich dem ungarisch-siebenbürgischen Adelsverband Castellum an. Rumänien ist zwar nicht das Land meiner Väter, aber mein Vaterland ist es. Wir Sachsen sind um 1140 nach Ungarn eingewandert, waren als autonomes Fürstentum 150 Jahre an die Hohe Pforte gewiesen und verabschiedeten uns vom westlichen Europa 1918 als Staatsbürger der k.u.k.-Monarchie. Seit 1920 gehören wir zu Rumänien. Zwischen dem 23VIII1944 und dem 30XI1947 war Rumänien ein kommunistisches Königsreich, eine historische Extravaganz; danach bis 1989 eine Diktatur sowjetischen Modells. Nach dem Wiener Schiedsspruch 1940, rumänisch Dictatul dela Viena, wurde Siebenbürgen, Transilvania, Erdely, zwischen Ungarn und Rumänien geteilt; wir Sachsen wurden nach 8oo Jahren geographischer Einheit auf zwei Staatsterritorien auseinanderdividiert. Meine Eltern optierten für Rumänien, das heißt: für das südliche Siebenbürgen; vor allem, weil mein Vater es wünschte. Meiner Mutter wäre auch Budapest als Hauptstadt willkommen gewesen. Am 20. IV. 1943 wurde ich in Kronstadt als deutscher Pimpf auf den Führer in Berlin vereidigt. Als Jugendlicher las ich, später versteckt (Rumänien war seit 30XII1947 Volksrepublik), Rosenbergs Mythus des 20.Jahrhunderts. Parallel dazu Engels und Stalin. Mit 19 griff ich zu Schopenhauer, Nietzsche, verlor mich an Spenglers Untergang des Abendlandes. Mit 20 wies mich unser evangelischer Bischofsvikar Alfred Herrmann auf die sozialistische Idee hin, „das Modell einer befreiten Menschheit, bei uns im Lande in status nascendi, gewiß mit allen Geburtswehen“. Und stellte so, der hohe Herr, für Jahre, wenn auch angefochten, die ideellen Weichen: Alle in der Welt werden satt und niemand weint mehr! Die späte Kindheit und Jugend verbrachte ich in Fogarasch-Fagaras-Fogaras, einer Kleinstadt am Fuße der Südkarpaten –, auffällig allein die Wasserburg; und daß durch mein Bett der 25. Längengrad lief. Die „kleine Stadt“ bildete eine multikulturelle Lebensform, ohne daß man dafür einen Namen bemühte. Wo mehrere Völkerschaften schiedlich-friedlich miteinander lebten: Rumänen, Ungarn, Juden, Sachsen, Zigeuner, Armenier (von Juden und Deutschen zeugen heute Friedhöfe). Ende der dreißiger Jahre wollten wir Deutsche in Rumänien jäh – und gezielt über die Deutsche Volksgruppe – großdeutsch sein, ja Großdeutsche werden. Damals erhielt das traditionelle Identitätsbewußtsein der Siebenbürger Sachsen einen Riß: Für die war bis dann oberstes Gebot die Anerkennung der jeweiligen Obrigkeit gewesen, nach der Devise bei der Einwanderung um 1140 unter dem ungarischen König Geisa II: Ad retinendam coronam!, Zum Schutze der Krone. Das will sagen: Loyalität ist oberstes Gebot. Als 1943 unsere Männer zum deutschen Heer einrückten (Staatsvertrag zwischen dem Königreich Rumänien und dem Deutschen Reich), verließen nahezu 70 000 „wehrfähige Volksdeutsche“ das Land. Familien wurden für Jahrzehnte auseinandergerissen. Es war der Anfang vom Ende. Ein Ende, das sich 50 Jahre später von selbst erledigte. Sang- und klanglos haben sich die Siebenbürger Sachsen ab 1990 aus der Geschichte verabschiedet, nach genau 850 Jahren. Es gibt uns kaum noch in Siebenbürgen (etwa 10 000 Sachsen, Alter 60 und mehr). Aber weltweit ja. Jedoch: In der brutalen Manier des „großen Trecks“ wurden wir „Volksdeutschen“ aus Rumänien nicht vertrieben, weder 1945 und noch weniger 1990. Ebenso wie vorher die etwa 750 000 Juden nicht an das „Reich“ ausgeliefert wurden, trotz allen Drucks von „oben“. Doch gab es Pogrome und Schlimmeres in Rumänien, jüdische Bürger wurden zu Hauf getrieben, auf entsetzliche Weise zu Tode gebracht und das Wort Holocaust, Shoa muß sich das nachgeborene Rumänien endlich und schließlich aneignen. Am 23. August 1944 wechselte Rumänien die Fronten und erklärte dem Deutschen Reich den Krieg, mit dem es seit Juni 1941 gegen die Sowjetunion gekämpft hatte. Durch diese wagemutige Tat des jungen Königs Michael aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen wurde der II. Weltkrieg um 6 Monate verkürzt. Millionen Tote und Ruinen weniger auf allen Seiten. Eine abgezirkelte Lebensweise deutschsprachiger Bürgerlichkeit und ein Bauerntum in archaischen genossenschaftlichen Lebensordnungen wurde radikal in Frage gestellt. Allesamt wurden wir zu Kollaborateuren Hitlers erklärt. Für die etwa 500 000 Deutschen in Rumänien begannen sich die Schrecken des Krieges jetzt auszuwirken. Im Januar ‘45 wurden alle arbeitsfähigen Frauen und Männer, auch mein Vater Felix Schlattner (*1899 in Freck; gest. 1976 in Fogarasch), nach Rußland zur Zwangsarbeit deportiert. Die Bauern wurden im Frühjahr ‘45 als „Deutsche“ enteignet, ob reich, ob arm. Und nach 1948, nachdem die kommunistische Regierung König Michael I. zur Abdankung gezwungen hatte, gerieten alle, die als Ausbeuter geführt wurden, nicht nur wir Deutsche, in die Schußlinie des Klassenkampfes – Rumänen, Ungarn, Juden etc. Enteignungen, Deportationen, Schauprozesse folgten. Meine Familie wurde in einer Winternacht 1948 aus dem weiträumigen Haus hinausgeworfen; die Möbel durch die Fenster. Wir kampierten in einer betonierten Lagerhalle, vier Kinder, die kleine Schwester Elke Gertrud war sechs (sie kam mit neunzehn bei einem Motorradunfall nahe Konstanza am Schwarzen Meer ums Leben), der Nächstgeborene Uwe war neun. Kurtfelix zwölf. Ich fünfzehn. Die Firma, mein Vater war selbständiger Kaufmann gewesen, mußte geräumt werden. Plötzlich war man arm. Das Leben wurde zum Kampf ums Überleben, das die Eltern meisterten. Unsere Mutter, Gertrud Berta geb. Goldschmidt (*1912 in Budapest, gest. 2005 in München) leistete Übermenschliches. Wir Kinder hungerten nicht, froren manchmal. Aber wir fühlten uns ausgestoßen, deklassiert, durch die Zeitläufte bedroht, Lebensangst fraß sich in die Seele, in die Knochen, war der Begleiter bis zum Tod des Diktators 1989. Selbst nach dem 23. August 1944, als das Königreich Rumänien sich mit dem Deutschen Reich im Krieg befand, hat der Staat uns deutsche Schulen gestattet, hat die deutschsprachigen evangelischen und katholischen Kirchen zugelassen, die Muttersprache weder zu Hause noch auf der Straße verboten. Auch heute wird die Fibel hierzulande in über zehn Sprachen gedruckt, das heißt Unterricht in der Muttersprache. Im Parlament sind Abgeordnete von 19 Ethnien vertreten. Akkreditiert sind 18 Kulte, darunter mosaisch, Islam. Es gelang uns Kindern, höhere Schulen zu absolvieren. In den Ferien arbeiteten wir als Handlanger beim Bau, als Anstreicher, als Torfstecher, als Viehtreiber (sehr gut bezahlt!), ich gab Mathestunden. Drei angesehene Gymnasien habe ich besucht: Die Brukenthalschule in Hermannstadt, deutsch (erwähnt 1386), das Radu-Negru-Lyzeum in Fogarasch (gegründet 1919), rumänisch, und die Honterus-Schule in Stalinstadt, heute Kronstadt (ab 1544), deutsch, Matura 1952. 1952/53 studierte ich evangelische Theologie in Klausenburg-Cluj mit „deutscher Vortragssprache“, wurde aber relegiert, zu Recht: Wollte ich doch als Gottesleugner, 19 Jahre alt, die Theologie ideologisch in die Luft sprengen. Darauf ein Semester Mathematik, dann neun Semester Hydrologie an der Universität in Klausenburg, rumänisch (Ziel Ingenieur der Wasserwirtschaft). Im Dezember 1957 wurde ich auch von hier relegiert! Warum? Am 28. Dezember 1957, sechs Monate vor der Staatsprüfung als Hydrologe, wurde ich im Rektorat der Universität zu Klausenburg verhaftet und nach Stalinstadt zur Securitate überstellt. Es folgten zwei Jahre Untersuchungshaft in ein und derselben Zelle, Nr. 28 (ohne Hofgang, kaum Licht und Luft). Nach mehr als vier Monaten der Gegenwehr traf ich eine Entscheidung an der Grenze: auszusagen. Wofür ich die Verantwortung bis heute trage. Denn ich stehe dafür, daß es keine Grenzsituation im Leben gibt, wo nicht ein infinitesimaler Freiraum gegeben ist, der jedwelcher Entscheidung und Tat den Stempel der Verantwortlichkeit aufprägt. Noch unter Arrest war ich Herbst 1959 Zeuge der Anklage im sogenannten sächsischen Autorenprozeß/Stalinstadt. Jedoch: Unter vielen Zeugen der Anklage war ich der einzige Zeuge, der nicht von zu Hause zur Verhandlung zitiert worden war, sondern den man nach gut 20 Monaten Haft bei der Securitate zum Gericht gekarrt hatte. Ich se...

 

Schlattner, Eginald: Mein Nachbar, der König


ISBN 978-3-941271-42-5

Erscheinungsdatum: März 2012 Preis: 59 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



Verlassene Geschichten           Herausgegeben von Nowotnick, Michaela. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm   gebunden, ca. 208 S. - 21,5 x 13,8 cm, Schiller Verlag 2012   Aus der Reihe :      Literatur aus Siebenbürgen 5   ISBN :      978-3-941271-42-5   Eine Vielzahl von Blättern, von Mäusen angenagt, nie auf- genommen in die literarische Biographie des Autors. Als im Sommer 2009 ein großer Koffer vom Pfarrhof in Rothberg/ Rosia in das nahe Hermannstadt/Sibiu gebracht wurde, konnte über dessen Inhalt allenfalls gemutmaßt werden. Im Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, wo die Dokumente aus dem Koffer in den Vorlass Eginald Schlattners eingepflegt werden sollten, erkannte man verblüfft, dass es sich um Manuskripte aus einer bis dahin praktisch un- bekannten Schaffensperiode Eginald Schlattners handelte. Eginald Schlattner ist heute vor allem als Romanautor be- kannt. Mein Nachbar, der König und Odem beinhalten eine Auswahl seiner früheren Erzählungen. Diese zeigen, welches bewegte Schicksal dem Autor und seiner Literatur zuteil gewor- den ist, welchen Einfluss Verlage und Lektorat hatten, wie Maß- regelungen das Schreiben behinderten und wie er versucht hat, sich in das literarische Leben seiner Zeit zurückzuschreiben. Es zeigt sich aber auch, dass es eine über zwanzig Jahre andau- ernde Zäsur in der schriftstellerischen Tätigkeit Schlattners gab. Eine Zeit des literarischen Schweigens bis in die 1990er Jahre hinein – bevor er der bekannte Romanautor mit dem markan- ten roten Schal wurde.   Eginald Schlattner: Der Lebenslauf Obschon Siebenbürger Sachse, bin ich in Arad geboren, am 13. September 1933, in einer Stadt von k.u.k.-Gepräge am westlichen Rande Rumäniens, nahe der ungarischen Grenze. Prägende Jahre der Kindheit habe ich in Szentkeresztbánya verbracht; jener östliche Landstrich Siebenbürgens ist bis heute von Szeklern besiedelt. Dort habe ich ungarisch gelernt. Und erst in der Schule rumänisch. Beide Eltern sprachen perfekt ungarisch. Meine Mutter ist in Budapest geboren. Meine Großmutter Bertha zilahi Zilah-Sebess entstammt einem ungarischen Adelsgeschlecht (am 6IX1715 wurde ein reformierter Pfarrer nobilitiert; das Geschlecht reicht, bis 1467. Stammbäume muß man glauben). Wiewohl sächsisch-bürgerlich, gehöre ich dem ungarisch-siebenbürgischen Adelsverband Castellum an. Rumänien ist zwar nicht das Land meiner Väter, aber mein Vaterland ist es. Wir Sachsen sind um 1140 nach Ungarn eingewandert, waren als autonomes Fürstentum 150 Jahre an die Hohe Pforte gewiesen und verabschiedeten uns vom westlichen Europa 1918 als Staatsbürger der k.u.k.-Monarchie. Seit 1920 gehören wir zu Rumänien. Zwischen dem 23VIII1944 und dem 30XI1947 war Rumänien ein kommunistisches Königsreich, eine historische Extravaganz; danach bis 1989 eine Diktatur sowjetischen Modells. Nach dem Wiener Schiedsspruch 1940, rumänisch Dictatul dela Viena, wurde Siebenbürgen, Transilvania, Erdely, zwischen Ungarn und Rumänien geteilt; wir Sachsen wurden nach 8oo Jahren geographischer Einheit auf zwei Staatsterritorien auseinanderdividiert. Meine Eltern optierten für Rumänien, das heißt: für das südliche Siebenbürgen; vor allem, weil mein Vater es wünschte. Meiner Mutter wäre auch Budapest als Hauptstadt willkommen gewesen. Am 20. IV. 1943 wurde ich in Kronstadt als deutscher Pimpf auf den Führer in Berlin vereidigt. Als Jugendlicher las ich, später versteckt (Rumänien war seit 30XII1947 Volksrepublik), Rosenbergs Mythus des 20.Jahrhunderts. Parallel dazu Engels und Stalin. Mit 19 griff ich zu Schopenhauer, Nietzsche, verlor mich an Spenglers Untergang des Abendlandes. Mit 20 wies mich unser evangelischer Bischofsvikar Alfred Herrmann auf die sozialistische Idee hin, „das Modell einer befreiten Menschheit, bei uns im Lande in status nascendi, gewiß mit allen Geburtswehen“. Und stellte so, der hohe Herr, für Jahre, wenn auch angefochten, die ideellen Weichen: Alle in der Welt werden satt und niemand weint mehr! Die späte Kindheit und Jugend verbrachte ich in Fogarasch-Fagaras-Fogaras, einer Kleinstadt am Fuße der Südkarpaten –, auffällig allein die Wasserburg; und daß durch mein Bett der 25. Längengrad lief. Die „kleine Stadt“ bildete eine multikulturelle Lebensform, ohne daß man dafür einen Namen bemühte. Wo mehrere Völkerschaften schiedlich-friedlich miteinander lebten: Rumänen, Ungarn, Juden, Sachsen, Zigeuner, Armenier (von Juden und Deutschen zeugen heute Friedhöfe). Ende der dreißiger Jahre wollten wir Deutsche in Rumänien jäh – und gezielt über die Deutsche Volksgruppe – großdeutsch sein, ja Großdeutsche werden. Damals erhielt das traditionelle Identitätsbewußtsein der Siebenbürger Sachsen einen Riß: Für die war bis dann oberstes Gebot die Anerkennung der jeweiligen Obrigkeit gewesen, nach der Devise bei der Einwanderung um 1140 unter dem ungarischen König Geisa II: Ad retinendam coronam!, Zum Schutze der Krone. Das will sagen: Loyalität ist oberstes Gebot. Als 1943 unsere Männer zum deutschen Heer einrückten (Staatsvertrag zwischen dem Königreich Rumänien und dem Deutschen Reich), verließen nahezu 70 000 „wehrfähige Volksdeutsche“ das Land. Familien wurden für Jahrzehnte auseinandergerissen. Es war der Anfang vom Ende. Ein Ende, das sich 50 Jahre später von selbst erledigte. Sang- und klanglos haben sich die Siebenbürger Sachsen ab 1990 aus der Geschichte verabschiedet, nach genau 850 Jahren. Es gibt uns kaum noch in Siebenbürgen (etwa 10 000 Sachsen, Alter 60 und mehr). Aber weltweit ja. Jedoch: In der brutalen Manier des „großen Trecks“ wurden wir „Volksdeutschen“ aus Rumänien nicht vertrieben, weder 1945 und noch weniger 1990. Ebenso wie vorher die etwa 750 000 Juden nicht an das „Reich“ ausgeliefert wurden, trotz allen Drucks von „oben“. Doch gab es Pogrome und Schlimmeres in Rumänien, jüdische Bürger wurden zu Hauf getrieben, auf entsetzliche Weise zu Tode gebracht und das Wort Holocaust, Shoa muß sich das nachgeborene Rumänien endlich und schließlich aneignen. Am 23. August 1944 wechselte Rumänien die Fronten und erklärte dem Deutschen Reich den Krieg, mit dem es seit Juni 1941 gegen die Sowjetunion gekämpft hatte. Durch diese wagemutige Tat des jungen Königs Michael aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen wurde der II. Weltkrieg um 6 Monate verkürzt. Millionen Tote und Ruinen weniger auf allen Seiten. Eine abgezirkelte Lebensweise deutschsprachiger Bürgerlichkeit und ein Bauerntum in archaischen genossenschaftlichen Lebensordnungen wurde radikal in Frage gestellt. Allesamt wurden wir zu Kollaborateuren Hitlers erklärt. Für die etwa 500 000 Deutschen in Rumänien begannen sich die Schrecken des Krieges jetzt auszuwirken. Im Januar ‘45 wurden alle arbeitsfähigen Frauen und Männer, auch mein Vater Felix Schlattner (*1899 in Freck; gest. 1976 in Fogarasch), nach Rußland zur Zwangsarbeit deportiert. Die Bauern wurden im Frühjahr ‘45 als „Deutsche“ enteignet, ob reich, ob arm. Und nach 1948, nachdem die kommunistische Regierung König Michael I. zur Abdankung gezwungen hatte, gerieten alle, die als Ausbeuter geführt wurden, nicht nur wir Deutsche, in die Schußlinie des Klassenkampfes – Rumänen, Ungarn, Juden etc. Enteignungen, Deportationen, Schauprozesse folgten. Meine Familie wurde in einer Winternacht 1948 aus dem weiträumigen Haus hinausgeworfen; die Möbel durch die Fenster. Wir kampierten in einer betonierten Lagerhalle, vier Kinder, die kleine Schwester Elke Gertrud war sechs (sie kam mit neunzehn bei einem Motorradunfall nahe Konstanza am Schwarzen Meer ums Leben), der Nächstgeborene Uwe war neun. Kurtfelix zwölf. Ich fünfzehn. Die Firma, mein Vater war selbständiger Kaufmann gewesen, mußte geräumt werden. Plötzlich war man arm. Das Leben wurde zum Kampf ums Überleben, das die Eltern meisterten. Unsere Mutter, Gertrud Berta geb. Goldschmidt (*1912 in Budapest, gest. 2005 in München) leistete Übermenschliches. Wir Kinder hungerten nicht, froren manchmal. Aber wir fühlten uns ausgestoßen, deklassiert, durch die Zeitläufte bedroht, Lebensangst fraß sich in die Seele, in die Knochen, war der Begleiter bis zum Tod des Diktators 1989. Selbst nach dem 23. August 1944, als das Königreich Rumänien sich mit dem Deutschen Reich im Krieg befand, hat der Staat uns deutsche Schulen gestattet, hat die deutschsprachigen evangelischen und katholischen Kirchen zugelassen, die Muttersprache weder zu Hause noch auf der Straße verboten. Auch heute wird die Fibel hierzulande in über zehn Sprachen gedruckt, das heißt Unterricht in der Muttersprache. Im Parlament sind Abgeordnete von 19 Ethnien vertreten. Akkreditiert sind 18 Kulte, darunter mosaisch, Islam. Es gelang uns Kindern, höhere Schulen zu absolvieren. In den Ferien arbeiteten wir als Handlanger beim Bau, als Anstreicher, als Torfstecher, als Viehtreiber (sehr gut bezahlt!), ich gab Mathestunden. Drei angesehene Gymnasien habe ich besucht: Die Brukenthalschule in Hermannstadt, deutsch (erwähnt 1386), das Radu-Negru-Lyzeum in Fogarasch (gegründet 1919), rumänisch, und die Honterus-Schule in Stalinstadt, heute Kronstadt (ab 1544), deutsch, Matura 1952. 1952/53 studierte ich evangelische Theologie in Klausenburg-Cluj mit „deutscher Vortragssprache“, wurde aber relegiert, zu Recht: Wollte ich doch als Gottesleugner, 19 Jahre alt, die Theologie ideologisch in die Luft sprengen. Darauf ein Semester Mathematik, dann neun Semester Hydrologie an der Universität in Klausenburg, rumänisch (Ziel Ingenieur der Wasserwirtschaft). Im Dezember 1957 wurde ich auch von hier relegiert! Warum? Am 28. Dezember 1957, sechs Monate vor der Staatsprüfung als Hydrologe, wurde ich im Rektorat der Universität zu Klausenburg verhaftet und nach Stalinstadt zur Securitate überstellt. Es folgten zwei Jahre Untersuchungshaft in ein und derselben Zelle, Nr. 28 (ohne Hofgang, kau...

 

Stache, Christa; Theilemann, Wolfram G.: Evangelisch in Altrumänien


ISBN 978-3-941271-70-8

Erscheinungsdatum: März 2012 Preis: 62 Lei / 24,90 EUR


jetzt bestellen...



Forschungen und Quellen zur Geschichte der deutschsprachigen evangelischen Kirchengemeinden im rumänischen Regat

 

Herausgegeben von Stache, Christa / Theilemann, Wolfram G. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Vorwort von Klein, Christoph / Schindehütte, Martin

ISBN :    978-3-941271-70-8

gebunden, 645 S., 950 g, mit 20 farbigen Abbildungen, 22,0 x 16,0 cm, Schiller Verlag 2012

 

Aus den Reihen:               

Veröffentlichungen des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin 9

Miscellanea ecclesiastica  9 (Veröffentlichungen des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien)

 

 

Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben kennt (fast) jeder. Von Dobrudschadeutschen hat mancher einmal gehört. Doch dass es jenseits des Karpatenbogens jahrhundertelang zahlreiche deutschsprachige Gemeinden evangelischer wie auch katholischer Konfession gegeben hat, das wissen die Wenigsten.

 

Die altrumänische evangelische Diasporageschichte spannt sich über mehr als zweihundert Jahre von der schwedisch­russisch­österreichischen Vorherrschaft in den Donaufürstentümern über den Beinahe­Zusammenbruch der evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien 1944/1948 bis in die Jetztzeit. Damit geht es aber zugleich um die klassische Phase der Nationalstaatsbildung Rumäniens und die zwei Weltkriege, die deren Schicksal in Feindesland bestimmten.

 

Dr. Christa Stache und Dr. Wolfram G. Theilemann beschreiben mit weiteren Autoren die spannende Geschichte dieser deutschsprachigen Migranten, die von ihren Sprach­ und Stammesgenossen nördlich der Karpaten zeitweise völlig vergessen worden zu sein schienen.

 

Wie unerwartet aufregend Archivarbeit sein kann, vermittelt dieses Buch ebenso wie authentische, minutiös transkribierte lebendige Reiseberichte aus dem Altrumänien des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.

 

verwandte Themen :   

Rumänien

evangelische Kirche

Bukarest

Oltenien

Walachei

Dobrudscha

kirchliche Diaspora

Regionalgeschichte

Religionsgeschichte

Quellenstudium


 

Körtner, Ulrich H. J.: Curs fundamental de etica ingrijirii


ISBN 978-3-941271-72-2

Erscheinungsdatum: März 2012 Preis: 43 Lei / 10,00 EUR


jetzt bestellen...



Grundkurs Pflegeethik (in rumänischer Sprache)

Herausgegeben von Henkel, Jürgen / Preda, Radu. Übersetzt von Buda, Daniel. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm

ISBN :    978-3-941271-72-2

Paperback, 247 S., 316 g, 21,0 x 14,5 cm, Schiller Verlag 2012

Aus der Reihe : Deutsch-Rumänische Theologische Bibliothek (DRThB) 1

 

Acest volum se ocupa cu principiile teoretice si chestiunile de baza ale eticii îngrijirii, precum si cu metodele prin care se ajunge la articularea unei opinii etice în general. În mod concret, sunt tematizate probleme etice din cercetarea legata de îngrijire, din medicina transplanturilor si a asistentei intensive, inclusiv din faza terminala.

 

Volumul aduce informatii despre maniera de lucru a comisiilor medicale de etica si prezinta publicului larg documente etice si juridice. O serie de cazuri clinice ajuta pe cititor sa îsi faca nemijlocit o imagine despre posibilitatile, principiile si regulile din etica îngrijirii. Construit de o maniera didactica, volumul este punctat de formule de sinteza, de rezumate de etapa, de reflectii deschise si de trimiteri la bibliografia care permite aprofundarea subiectelor.

 

 

Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich H. J. Körtner

1982 doctoratul, 1987 habilitarea, 1986-1990 pastor în Bielefeld, 1990-1992 director de studii la Academia Evanghelica Iserlohn. Din 1992, profesor titular si director al Institutului pentru Teologie Sistematica din cadrul Facultatii de Teologie Evanghelica a Universitatii din Viena. Director al Institutului pentru Etica si Drept din cadrul Universitatii de Medicina Viena. Membru în mai multe comisii de etica, printre care Comisia Austriaca de Bioetica de pe lânga Cancelaria Federala.

 

Nominalizat în 2001 »Omul de stiinta austriac al anului«.

 

 

verwandte Themen :   

Ethik

Pflege

Medizinethik

Krankenpflege

medizinische Ethik


 

Gündisch, Karin: Die Kinder von Michelsberg


ISBN 978-3-941271-62-3

Erscheinungsdatum: Dezember 2011 Preis: 40 Lei / 9,70 EUR


jetzt bestellen...



gebunden, 118 S. - 22,0 x 15,0 cm, 256 g, Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Foto(s) von Roth, Anselm / Egyed, Claudia / Philippi, Friedrich, Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011

ISBN :      978-3-941271-62-3

Reihe :  Siebenbürgische Kinder- und Jugendbücher, Band 5

 

Das Dorf, in dem die drei Mädchen aus dieser Geschichte leben, heißt Michelsberg und liegt in Siebenbürgen, das auch Transsylvanien heißt und zu Rumänien gehört. Die Mädchen wohnen auf der Post. Man kann es auch anders ausdrücken: Die Post ist bei ihnen im Haus.

Gibt es Michelsberg wirklich? Können wir in den Ferien hinfahren?

Meine Antwort: Ja, es gibt Michelsberg wirklich. Ja, ihr könnt hinfahren. Fahrt aber lieber nicht im Winter, weil es dort so viel schneit, dass euch der Schnee bis über die Ohren wächst. Glaubt nicht, dass ich euch einen Bären aufbinde (also flunkere oder eine Lügengeschichte erzähle)!

Meine Antwort: Nein, denn Michelsberg ist eine poetische Landschaft, also eine Gegend, die so, wie ich sie beschreibe, nur in meinem Buch existiert. Das Dorf gibt es in dieser Form nur, weil ich es so sehe. Natürlich erfinde ich es auch ein bisschen.

 

Karin Gündisch wurde 1948 in Siebenbürgen, Rumänien, geboren und kam 1984 nach Deutschland. Heute lebt sie mir mit ihrem Mann abwechselnd in Bad Krozingen nahe Freiburg und in ihrem Sommerhaus in Michelsberg bei Hermannstadt. Für ihre Kinderbücher wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Härtling-Preis.

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Michelsberg
Kinder- und Jugendliteratur

ebenfalls von Karin Gündisch im Schiller Verlag erschienen:

Geschíchten über Astrid

Weit, hinter den Wäldern

Großvaters Hähne

 

 

 

 

 

Rezension in der ADZ, Donnerstag, 29. Dezember 2011:

 

 

Die Kinder von Michelsberg

 

Von Hannelore Baier

 


Emma (11), Astrid (10) und Anna (6) wohnen in Michelsberg/Cisnădioara. In ihrem neuesten Buch schildert die Kinderbuchautorin Karin Gündisch anhand der Erlebnisse und der Unterfangen der drei Mädchen das Geschehen in dem kleinen Dorf in der Nähe von Hermannstadt/Sibiu – das im Buch Wilhelmstadt heißt. Die Schriftstellerin selbst stammt aus Heltau/Cisnădie – und diese Kleinstadt wird im Buch bezeichnenderweise Heimbrich genannt.

Karin Gündisch lebt seit 1984 in Deutschland, verbringt die Sommermonate seit einigen Jahren jedoch in Michelsberg. Entsprechend wird in ihrem neuesten Buch die Ferienzeit im Dorf geschildert. Dies geschieht – wie auch in den bisherigen Veröffentlichungen – aus der Perspektive einer Autorin, die die Eigenheiten und Verhältnisse in Siebenbürgen bestens kennt. Ihr Zielpublikum sind die jungen Leute im Ausland.

Die Protagonistinnen des Buches wohnen auf der Post, weil ihr Vater der Postmann des Dorfes ist. In ihrem Nachwort schreibt die Autorin, dass das, was in ihrer Geschichte steht, eine Erfindung der Schriftstellerin ist. Wer die Michelsberger kennt, erlebt dennoch die Überraschung, viele Geschehnisse und Gestalten identifizieren zu können. Wie den Onkel Emil zum Beispiel, der Schauspieler in Wilhelmstadt und mit einer Zahnärztin liiert ist.

Die Hauptgestalt ist eine Astrid, wie auch in den „Geschichten über Astrid“. Die Michelsberger Astrid „von der Post“ will Schauspielerin werden und übt sich vorerst mit Freundin Miriam „vom Silberbach“ oder „vom Flickschuster“ – die Mädchen möchten adelig sein – im Theaterstückeschreiben. Weil die auf Sommerfrische angereisten Gäste Neues in die Eintönigkeit des Dorfes bringen, fließen in die Stücke selbstverständlich die von den Mädchen aufgeschnappten Dialoge und Beobachtungen dieser Gäste ein. Nicht ganz zur Freude der Betroffenen und der Eltern!

Zum Sommeralltag gehören in Michelsberg die Busladungen Touristen, die zu Kaffee und Kuchen zur Familie des Postmannes kommen. Wenn sie aus dem Bus steigen, rennen die Gäste zunächst alle aufs Klo, ehe sie die zehn von der Mutter gebackenen Blechkuchen verzehren. Vertraut gemacht werden die jungen Leserinnen und Leser ferner u. a. mit dem Glockenläuten am Abend, dem Kundtun der Neuigkeiten durch den Trommler Hermann oder die Tanzunterhaltungen, dass in die Dörfer „Schwererziehbare“ aus Deutschland kommen und vieles andere mehr.

Das als Band 5 in der Reihe siebenbürgische Kinder- und Jugendbücher des Schiller Verlages erschienene 118 Seiten Text und zahlreiche Fotos umfassende Buch kostet 40 Lei und ist im deutschsprachigen Buchhandel erhältlich.

 

 

 

Rezension in der Hermannstädter Zeitung,  2011:

 

 

„Die Mädchen von der Post“

 

von  Cynthia PINTER

 


Anna, Astrid und Emma sind drei Schwestern, die in Michelsberg, einem Dorf in der Nähe von Heimbrich, leben. Im Dorf werden sie auch „die Mädchen von der Post“ genannt, weil ihre Eltern bei der Michelsberger Post arbeiten, oder wie es so schön im Vorwort heißt: „Man kann es auch anders ausdrücken: Die Post ist bei ihnen im Haus“. Was die drei Mädchen alles erleben, steht im neuesten Kinderbuch von Karin Gündisch „Die Kinder von Michelsberg“, das Ende 2011 im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen ist.

Die Hauptgestalt ist die zehnjährige Astrid, die wie ihr Onkel Emil Schauspielerin werden will. Zusammen mit ihrer Freundin Miriam schreibt sie Theaterstücke über die Dorfbewohner und führt diese auch auf, manchmal sehr zum Ärgernis ihrer Eltern und der Betroffenen. Vor allem spionieren die beiden Mädchen liebend gern den Gästen des Nachbarhauses nach, die sich auf Sommerfrische in Michelsberg befinden und schnappen dabei lustige Dialoge auf, die sie nachher in ihren Stücken neu interpretieren.
Anna ist die jüngste der drei Schwestern, hat den grünen Daumen und ein Händchen für Tiere. Emma ist die älteste Schwester, die schon in Wilhelmdorf zur Schule geht und nur am Wochenende in Michelsberg bei ihrer Familie wohnt.
Wenn die Familie nicht gerade mit den Kunden an der Post beschäftigt ist, empfängt sie Busladungen voller Touristen, die zu Kaffee und Kuchen eingeladen sind. Einmal im Jahr wird das Dorffest gefeiert, an dem alle Dorfbewohner dabei sind: die Familie Flickschuster, Herr Fleps, der Trommler-Hermann, der Akkordeon-Lorenz u.a.  
Michelsberg ist der einzige Ortsname, der von der Autorin nicht verändert wurde. Heltau heißt hier nämlich Heimbrich und Hermannstadt Wilhelmdorf. Auch die Dorfbewohner von Michelsberg gäbe es laut Nachwort nicht so, wie sie beschrieben wurden. Wer Michelsberg kennt, erkennt allerdings einige Persönlichkeiten des Dorfes, wie zum Beispiel den Onkel Emil, der Schauspieler in Wilhelmdorf ist und der mit einer Zahnärztin verlobt ist.
Karin Gündisch wurde 1948 in Heltau/Cisnadie geboren und veröffentlichte mit „Die Kinder von Michelsberg“ ihr 13. Kinderbuch.
Das Kinderbuch kann von Kindern ab zehn Jahren gelesen werden.

 

 


 

Heinrich Wolf, Guido Werder-Klein: Historische Stadtpläne von Hermannstadt (1900/1934)


ISBN 978-3-941271-67-8

Erscheinungsdatum: Dezember 2011 Preis: 20 Lei / 6 EUR


jetzt bestellen...



Plan der königl. freien Stadt Hermannstadt (Nagyszeben) - um 1900 (M 1:4.000)
Neuer Plan des Munzipiums Hermannstadt 1934 (M 1:10.000)

gefalzte Karte, 91,0 x 68,0 cm, 71 g

Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011

ISBN :      978-3-941271-67-8

Reihe :      Tourist in Siebenbürgen 14

 

Zwei historische Stadtpläne von Hermannstadt in originalgetreuer farbiger Reproduktion:

1) Vorderseite:
Plan der königlich freien Stadt Hermannstadt (Nagyszeben) um 1900
Maßstab 1:4000, deutsch, gezeichnet von Heinrich Wolf mit deutschem Gebäude- und Straßenverzeichnis
Hermannstadt gehörte zu diesem Zeitpunkt noch der Donaumomarchie, Königreich Ungarn, an.

2) Rückseite:
Noul Plan al Municipiului Sibiu 1934 - Neuer Plan des Munizipiums Hermannstadt 1934
Maßstab 1:10.000, rumänisch/deutsch, gezeichnet von Guido Werder-Klein
mit ausführlichem zweisprachigen Gebäude- und Straßenverzeichnis und historischen Anzeigen

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Rumänien
Hermannstadt
historischer Stadtplan
k.u.k Monarchie
Zwischenkriegszeit

 

 

 

 

 

Rezension in der ADZ am Freitag, 16. Dezember 2011:

 



 

Eine Zeitreise auf Papier 

 

von Andrey Kolobov

 


Hermannstadt - Gleich zwei Hermannstädter Stadtpläne brachte der Schiller-Verlag in seiner Serie „Tourist in Siebenbürgen“ heraus. Nein, nein, es erwarten keine großen Veränderungen die Stadt am Zibin. Die Stadtpläne sind historisch und helfen bei der Orientierung in Hermannstadt/Sibiu in den Jahren 1900 beziehungsweise 1934. Gezeichnet haben sie seinerzeit Heinrich Wolf und Guido Werder-Klein.

In den Jahren zwischen der Entstehung der beiden Zeichnungen hat sich Manches verändert. Politisch gehörte Siebenbürgen nun zu Rumänien. Aus den Zeiten der k.u.k.-Monarchie sind noch manche Bezeichnungen geblieben, während die zahlreichen k.u.k.-Militärgebäude auf dem neueren Plan nicht mehr verzeichnet sind. Der Name der Stadt lautete nicht mehr „königliche freie Stadt Hermannstadt/Nagyszeben“, sondern „Municipiul Sibiu/Minizipium Hermannstadt“. Auch die Straßen und Gassen der Stadt bekamen neue Namen. Zu Ehren des neuen Herrscherhauses wurden der Große Ring zum König-Ferdinand-Ring, die Sporergasse zur König-Karl-I.-Gasse umbenannt und die Heltauergasse trug nun den Namen der Königin Maria. Die rumänischen Helden der Revolution von 1848/49, Schriftsteller und weitere Persönlichkeiten „zogen“ ebenfalls in die Stadt ein. Die meisten Straßennamen wurden jedoch nur ins Rumänische übersetzt: Berggasse/Str. Dealului, Neugasse/Str. Nouă, Entengasse/Str. Raţelor usw.

Praktischerweise sind die beiden Stadtpläne auf einem Blatt gedruckt. Man muss nur wenden, um die 34 Jahre zu überspringen. So lässt sich auch die Stadtentwicklung leichter verfolgen: Wo 1900 noch Wiesen waren, sind 1934 Straßen verzeichnet. In den Elisabeth- und Burger-Vorstädten wurden Parzellen verteilt, die auf dem Plan zwar den Namen des Besitzers tragen, aber als unbebaut verzeichnet sind. Wünschenswert wäre bei den beiden Stadtplänen auch ein Straßenverzeichnis mit den modernen und den damaligen Straßennamen. Ansonsten kann man eine gute Zeitreise beim Studieren dieser Zeichnungen wünschen. Spannend wird sie auf jeden Fall.

 

 

Rezension in der Hermannstädter Zeitung, Ausg. 2266, am 20.01.2012:

 

 

Traumstraße Transalpina und Stadtpläne im Schiller-Verlag

 

von Beatrice Ungar

 

 

Zwei Neuerscheinungen im Schiller-Verlag sind nicht nur für Touristen gedacht sondern auch für Einheimische, die ihr Land bzw. ihre Stadt besser kennen lernen möchten. Die Broschüre mit Fotos von Anselm Roth und Claudia Egyed von einer Fahrt über die Transalpina, dem sogenannten „Weg des Königs“, der seine höchste Stelle auf 2145 am Urdele-Pass erreicht, ist eine bunte und beeindruckende Einladung, diese Straße einmal zu benutzen, die von Novaci in Oltenien bis nach Mühlbach in Siebenbürgen führt. Allerdings soll die nagelneue Straße erst in diesem Jahr offiziell für den Kfz-Verkehr freigegeben werden. Interessant sind auch die beiden historischen Stadtpläne von Hermannstadt aus den Jahren 1900 bzw. 1934, die als Nachdruck erschienen sind. Vor allem die Werbung aus jener Zeit ist sehenswert und aufschlussreich.




 

Anselm, Roth: Traumstraße Transalpina


ISBN 978-3-941271-68-5

Erscheinungsdatum: Dezember 2011 Preis: 20 Lei / 6 EUR


jetzt bestellen...



149 Kilometer auf dem "Weg des Königs" über die Karpaten

geheftet, 32 S. - 21,0 x 14,8 cm, 84 g, Foto(s) von Roth, Anselm / Egyed, Claudia, Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011,


ISBN :      978-3-941271-68-5


Reihe :      Tourist in Siebenbürgen 15

 

Westlich vom Roten-Turm-Pass, ein bisschen weiter weg als die Trans¬faga¬rasan, aber doch nicht so weit, dass sie als sinnvoll zu rechtfertigen wäre, ist die Transalpina entstanden. Diese ist kein einfacher Pass, sondern eine Karpatenüberquerung, die es auch bei zurückhaltender Sichtweise verdient, in die Liste der Traumstraßen dieser Welt aufgenommen zu werden. Über 148 km tanzen die Kurven durch die Berge. Von Novaci in Oltenien führt die nagelneue Straße, die erst im Jahr 2012 offiziell eröffnet wird, aber schon befahrbar ist und befahren werden darf, über den Ort Rânca hinauf zum Urdele-Pass. Dort schwebt man in 2145 m Höhe über der Welt und danach herab bis nach Sebes/Mühlbach.
 

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Rumänien
Karpaten
Lotrugebirge
Cindrelgebirge
Motorradtourismus
Aktivurlaub
Bergtourismus

 

 

 

Rezension in der Hermannstädter Zeitung, 20.01.2012


 

Traumstraße Transalpina und Stadtpläne im Schiller-Verlag

 

von Beatrice Ungar

 

 

Zwei Neuerscheinungen im Schiller-Verlag sind nicht nur für Touristen gedacht sondern auch für Einheimische, die ihr Land bzw. ihre Stadt besser kennen lernen möchten.
Die Broschüre mit Fotos von Anselm Roth und Claudia Egyed von einer Fahrt über die Transalpina, dem sogenannten „Weg des Königs“, der seine höchste Stelle auf 2145 am Urdele-Pass erreicht, ist eine bunte und beeindruckende Einladung, diese Straße einmal zu benutzen, die von Novaci in Oltenien bis nach Mühlbach in Siebenbürgen führt. Allerdings soll die nagelneue Straße erst in diesem Jahr offiziell für den Kfz-Verkehr freigegeben werden.
Interessant sind auch die beiden historischen Stadtpläne von Hermannstadt aus den Jahren 1900 bzw. 1934, die als Nachdruck erschienen sind. Vor allem die Werbung aus jener Zeit ist sehenswert und aufschlussreich.

 


 

Dr. Rolf Willaredt: Lehrbuch Deutsch Klasse 9


ISBN 978-3-941271-61-6

Erscheinungsdatum: Oktober 2011 Preis: 41 Lei / 10 EUR


jetzt bestellen...



Einfühlen - Überdenken - Ausführen

Paperback, 262 S. - 23,5 x 16,5 cm, 485 g, Herausgeberische Koordinierung: Willaredt, Rolf. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Mitwirkung (sonst.): Mateiu, Gabriela-Simona, Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn;

ISBN :      978-3-941271-61-6

Reihe :      Lehrbücher für rumänische Schulen mit deutscher Unterrichtsprache 2

 

Das »Textbuch einfühlen, überdenken, ausführen« dient dazu, vor allem bei Jugendlichen den Wissenshorizont in den Bereichen Kultur, Literatur, Bildende Kunst und Gesellschaftswissenschaften zu erweitern sowie die deutsche Sprachkompetenz zu verbessern. Die Textauswahl und Formulierungen der Aufgaben in den einzelnen Kapiteln entsprechen, gemessen am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR), den Niveaustufen A2 bis B2.

Die jeweilige Themenwahl ist zugeschnitten auf Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren. Wo irgend möglich, betreffen die einzelnen Inhalte der acht Kapitel die Lebenswirklichkeit in Rumänien.

 

ebenfalls erhältlich: Lehrbuch Deutsch Klasse 10

 

verwandte Themen :     
Deutsch
Rumänien
9. Klasse
Lehrbuch



 

Dr. Rolf Willaredt: Lehrbuch Deutsch Klasse 10


ISBN 978-3-941271-69-2

Erscheinungsdatum: November 2011 Preis: 41 Lei / 10 EUR


jetzt bestellen...



Leben - Gestalten - Verantworten

Paperback, 272 S. - 23,5 x 16,5 cm, 496 g, Herausgeberische Koordinierung: Willaredt, Rolf. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Mitwirkung (sonst.): Mateiu, Gabriela-Simona. Illustriert von Szilagyi, Szilard; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011 (2. Auflage)

ISBN :      978-3-941271-69-2

Reihe :      Lehrbücher für rumänische Schulen mit deutscher Unterrichtsprache 1

 

Das Lehrbuch Deutsch Klasse 10 entspricht dem Lehrplan für „Deutsch als Muttersprache“ in Rumänien. Es richtet sich methodisch-didaktischen nach Fortbildungskritrerien des staatlich anerkannten „Zentrums für Lehrerfortbildung“ (ZfL) in Mediasch und den Lehrerfahrungen der Fachberatung der „Zentralstelle für das Auslandschulwesen“ in Köln (ZfA).

Die Lehrbuchinhalte sind adressatenorientiert auf das Alter von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 in Rumänien. Sie sind zeitgemäß im Hinblick auf Europakompetenz, Geschichtsbewusstsein und Medienkompetenz. Das Lehrbuch Deutsch Klasse 10 soll zu mehr Problembewusstsein der Schülerinnen und
Schüler führen.

 

ebenfalls erhältlich: Lehrbuch Deutsch Klasse 9

 

verwandte Themen :     
Deutsch
Rumänien
10. Klasse
Lehrbuch



 

Hans Peter Türk: Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag - Gesamtpartitur


ISBN 978-3-941271-66-1

Erscheinungsdatum: November 2011 Preis: 49 Lei / 12 EUR


jetzt bestellen...



nach dem Evangelisten Matthäus für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv) - Musik von Hans Peter Türk Paperback, 166 S. - 29,7 x 21,0 cm, 459 g, Komponiert von Türk, Hans Peter. Herausgegeben von Philippi, Kurt. Einleitung von Philippi, Kurt. Nachwort von Kieseritzky, Roswitha von; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011 ISBN :      978-3-941271-66-1 Reihe :      Musik aus Siebenbürgen 2   Das »Absingen der Passion« gehörte zum festen musikalischen Bestand der evangelischen Kirche in Siebenbürgen. Dem sich wandelnden musikalischen Geschmack entsprechend entstanden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue Ausformungen der Passionsgeschichte. Am Anfang des 20. Jahrhunderts legte der Kronstädter Komponist Rudolf Lassel (1861–1918) eine neue Vertonung des Passionsgeschehens vor: Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi (Matthäus, Cap. 26 und 27) für Chor, Solostimmen, Gemeindegesang u. Orgelbegleitung , op. 23. Als Textvorlage benützte er die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus­Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Lassels Matthäus­Passion blieb unvollendet. Er hat nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des Matthäus­Evangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der Klausenburger Komponist Hans Peter Türk (*1940) eine Réplique zu Rudolf Lassels romantisch geprägter Musik für den Gründonnerstag, die Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag. Er ging dabei an derselben Textvorlage entlang wie Rudolf Lassel und vertonte das dramatische Geschehen des Karfreitags (Kapitel 27 des Matthäus­Evangeliums) in der gleichen Besetzung für Chor, Solisten und Orgel. Eine innere musikalische Beziehung zu Lassels Werk gibt es allerdings nicht. Durch den kompositorischen Umgang mit der Textvorlage ist Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag ein eigenständiges Werk, das musikalische Ausdrucksformen der Gegenwart mit kirchenmusikalischer Tradition verbindet. Trotz der großen Verschiedenheit der Tonsprache ergeben Lassels Musik für den Gründonnerstag (1901–1906) und Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag (2006) zusammen eine siebenbürgische Matthäus­Passion.   Der vielfach preisgekrönte Türk gilt als der heute bedeutendste sächsische Komponist, der in seinen Tonschöpfungen immer wieder auf die Musiktradition seiner siebenbürgischen Heimat zurückgreift und sie in der modernen Klangwelt seiner Kompositionen neu erstehen lässt. Türk wurde am 27. März 1940 in Hermannstadt geboren. Als seine „Vaterstadt“ jedoch betrachtet er Kronstadt: Von dort stammte sein Vater, dorthin übersiedelten die Eltern, dort erhielt Türk seine höhere Schulbildung, dort erfuhr er die prägenden geistigen und musikalischen Eindrücke. Türks Vater, Friedrich-Michael, der während eines Handelstudiums in Berlin - ein von ihm gewünschtes Musikstudium ließen die Eltern nicht zu - viel in Musikerkreisen, u.a. im Hause Hindemith, verkehrte, gehörte zu der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg - im Januar 1945 - aus Siebenbürgen nach Russland zur Zwangsarbeit deportiert wurde. Im Dezember 1946 brachte man ihn, schwerkrank, nach Frankfurt an der Oder, wo er noch am Tag seiner Ankunft starb und in einem Massengrab beerdigt wurde. Hans Peter wuchs also ohne Vater auf. Unbestimmte Erinnerungen an ihn und schmerzliche Eindrücke von dunklen schicksalhaften Mächten mögen seine Jugend begleitet haben. Die Mutter, Marta Kitty, gebürtig aus Bistritz, schlug sich nach dem Tode ihres Mannes mühsam als Stenotypistin durch und indem sie einen privaten Kindergarten für französische Sprache im benachbarten Zeiden unterhielt. Eine unstete und schwierige Kindheit und Schulzeit verbrachte der junge Hans Peter: Kindergarten in Zeiden, erste Volksschulklasse in Hermannstadt, weitere Volksschulklassen in Zeiden, zwei Jahre Berufsschule für Bauwesen in Kronstadt, Honterus-Gymnasium und Internat in Kronstadt. An diesem Gymnasium empfing er die entscheidenden Impulse, die seine Berufsorientierung bestimmten. Denn der schon fast legendäre Kantor und Organist der Schwarzen Kirche und Pädagoge am Honterus-Gymnasium Victor Bickerich wurde auch für Türk, wie für zahlreiche andere nachmaligen Musiker - wir denken an Adolf H. Gärtner, Alexander Dietrich, Elfriede Kühlbrandt, Reinhard Göltl, Michael Radulescu, Radu Lupu, Klaus Knall, Eckart Schlandt oder Wolfgang Meschendörfer - zum (nicht nur) musikalischen Erzieher und zum Mentor, väterlichen Freund und Wegweiser. Von Bickerich, seiner „Vaterfigur“, der er neben kirchenmusikalischen Aufführungen und der Mitwirkung im Kronstädter Bach-Chor „die schönsten Stunden jener Zeit“ verdankt, erhielt der mittellose Hans Peter Türk unentgeltlich Unterricht in Harmonielehre, Musikgeschichte und Klavier, „eine strenge, gründliche Schule“, wie Türk diese Unterweisung nennt. Sie setzte ihn in die Lage, 1959 als Kompositionsschüler von Sigismund Toduta an der Staatlichen Musikhochschule in Klausenburg angenommen zu werden. Allerdings war er gezwungen, vorher (nach dem Abitur 1957) noch eine Zeit als Fabrikarbeiter und Mitglied einer „künstlerischen Brigade“ über sich ergehen zu lassen. Während dieser Zeit nahm er zusätzlich Unterricht in Cello und Klavier an der Kronstädter Volkskunsthochschule. Der schöpferische Drang war von jeher übergroß. Türk bekennt, dass er schon als Kind beim Erlernen des ersten Mozart-Menuetts am Klavier eher den Wunsch gehegt habe, ein solches Stück selber zu erfinden, als es ordentlich spielen zu können. Bald nach dem Studium trat er denn auch mit Orchester- und Kammermusik an die Öffentlichkeit. In dieser Hinsicht erwies sich Klausenburg als Glücksfall für sein schöpferisches Wirken: „In Klausenburg wird die Musik, die man schreibt, auch aufgeführt. Hier gibt es das einfach nicht, dass ein Stück geschrieben wird und dann fünf Jahre in der Schublade liegt“, stellt Türk mit Freude und Genugtuung fest. Aber auch in den anderen Städten Siebenbürgens und Rumäniens wurde und wird seine Musik gespielt, Ensembles aus Siebenbürgen tragen sie auf ihren Tourneen über die Grenzen. Der Hermannstädter Bach-Chor hat sich vor allem auch um Türks größere Vokalwerke verdient gemacht. Doch Türk ist kein Vielschreiber, er schreibt gewissermaßen behutsam, vorsichtig, wachsam, konzentriert in sich hineinhorchend, selbstkritisch. „Glücklicherweise verpflichtet mich niemand, alljährlich eine Sinfonie oder ein Oratorium hervorzubringen“, äußerte er einmal. Karl Teutsch   ebenfalls erhältlich: Chorpartitur   verwandte Themen :      SiebenbürgenMusikOrgelmusikChormusikPartiturPassionsmusikKarfreitag       Rezension in der ADZ, Dienstag, 27. Dezember 2011: Passionsmusik im Schiller-Verlag   Kurt Philippi edierte Kompositionen von Rudolf Lassel und Hans Peter Türk   Von Hannelore Baier     Hermannstadt -  Zwei bedeutende siebenbürgische Kompositionen für die Passionszeit erschienen kürzlich im Hermannstädter Schiller-Verlag, womit dieser seine neue Reihe „Musik aus Siebenbürgen“ eröffnet. Herausgegeben hat sie Kurt Philippi, der Musikwart der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Von beiden Werken gibt es sowohl die Gesamtpartitur (Paperback) als auch getrennt (geheftet) nur die Partitur für den Chor.Dirigenten und Musikliebhabern zugänglich ist nun „Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus” von Rudolf Lassel. Der Kronstädter Kantor und Musikdirektor Rudolf Lassel (1861-1918) hat die Worte aus dem Matthäus-Evangelium zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung als sein Opus 23 vertont.Lassels Matthäus-Passion blieb unvollendet, er hatte nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des Matthäus-Evangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der in Klausenburg/Cluj lebende Komponist Hans Peter Türk eine Réplique zu Lassels romantisch geprägter Musik als Passionsmusik für den Karfreitag. Bestimmt ist sie für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv).Diese Komposition trägt den Titel „Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag” und wurde als zweites Werk von Kurt Philippi ediert.Die Gesamtpartituren kosten jeweils 49 Lei, die Chorpartituren 29 Lei.     Rezension in der Hermannstädter Zeitung, Ausg. 2266 am 20.01.2012:   Neue Reihe - Musik aus Siebenbürgen im Schiller-Verlag von Beatrice Ungar   Eine neue Reihe hat der Schiller-Verlag mit dem Abdruck von Rudolf Lassels Werk „Die Leidensgeschichte unseres Herrn“ in die Wege geleitet. Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.Betreut wird die Reihe von den Musikern Ursula und Kurt Philippi. Lassels Vertonung der Passionsgeschichte zu Worten nach dem Matthäus-Evangelium stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der damalige Kronstädter Kantor und Musikdirektor benutzte laut Vorwort von Ursula und Kurt Philippi als Textvorlage die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte „Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi“, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage wurden von dem Klausenburger Komponisten Hans Peter Türk hundert Jahre später im Auftrag des Hermannstädter Bachchors für die gleiche Besetzung - Chor, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung - komponiert. Unter dem Titel „Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag“ ist das Werk als zweiter Band der Reihe erschienen. ...

 

Rudolf Lassel: Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus - Gesamtpartitur


ISBN 978-3-941271-65-4

Erscheinungsdatum: November 2011 Preis: 49 Lei / 12 EUR


jetzt bestellen...



Worte nach dem Matthäus-Evangelium Musik von Rudolf Lassel - Op. 23

Paperback, 120 S. - 29,7 x 21,0 cm, 347 g, Herausgegeben von Philippi, Kurt. Komponiert von Lassel, Rudolf. Einleitung von Philippi, Kurt / Philippi, Ursula; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn,

ISBN :      978-3-941271-65-4


Reihe :      Musik aus Siebenbürgen 1

 

Zahlreiche Abschriften belegen, dass das „Absingen der Passion“ in der
Karwoche zum festen musikalischen Bestand der evangelischen Kirche Siebenbürgens gehörte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legte Rudolf Lassel (1861–1918), der Kronstädter Kantor und Musikdirektor, eine neue Vertonung der Passionsgeschichte vor:

Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi (Matthäus, Cap. 26 und 27) für Chor, Solostimmen, Gemeindegesang u. Orgelbegleitung, op. 23.

Als Textvorlage benützte er die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die Textvorlage gliedert sich in einen Teil für Gründonnerstag und einen für Karfreitag, beide durch Psalmtexte dreigeteilt.

Leider blieb Lassels Matthäus-Passion unvollendet. Lassel hat nur den Text für Gründonnerstag fertiggestellt. Die von Rudolf Lassel nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage hat Hans Peter Türk (geb. 1940) hundert Jahre später als Auftragswerk des Hermannstädter Bachchores für die gleiche Besetzung komponiert. Seine Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag (2006) und Lassels Musik für den Gründonnerstag (1901–1906) ergeben zusammen eine siebenbürgische Matthäus-Passion.


 

Lassel, Rudolf (1861-1918)

Obwohl schon in seinem Geburtsort Kronstadt musikalische Grundlagen gelegt wurden, hat Rudolf Lassel (1861-1918) seine wesentliche musikalische Prägung sicherlich in Leipzig erfahren, wo er von 1880 bis 1883 am Königlichen Conservatorium studierte. Unter der Aufsicht des berühmten Salomon Jadassohn entwickelte Lassel eine besondere Begabung und Vorliebe für kontrapunktische Techniken, auf die in der Bach- und Mendelssohn-Stadt Leipzig besonders viel Wert gelegt wurde.

Zurück in Siebenbürgen war Lassel mit einem theoretischen und praktischen Rüstzeug versehen, das er sich zu Hause niemals hätte aneignen können. Rechnet man sein nicht unerhebliches Talent hinzu, so nimmt es nicht Wunder, dass ihm nach einigen Bistritzer Jahren als Musiklehrer und Chordirigent 1887 die vakante und verwaiste Stelle des Organisten an der Schwarzen Kirche angetragen wurde. Von diesem Zeitpunkt an bis zu seinem Tod blieb er seiner Heimatstadt Kronstadt treu. Hier war er nicht nur als Kantor und Organist tätig, sondern auch als Leiter des Schülerkirchenchors. In allen drei Bereichen war der Leipziger Einfluss evident: Als Organist spielte er das gängige Repertoire aus Deutschland und Frankreich, als Kantor führte Rudolf Lassel 1907 erstmals in Kronstadt eine Bach-Kantate auf, bei der Gründung des Schülerkirchenchors orientierte er sich 1894 an der Leipziger Praxis. Hinzu traten der Dienst als Leiter des Männergesangsvereins und die pädagogische Betätigung.

Lassels Verehrung für Bach ist an einigen Orgelwerken abzulesen, vor allem jedoch an seiner unvollendeten Matthäus-Passion op. 23. Die Vertonung des Psalms 42, Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser op. 26, ist der Eingangschor zum zweiten Teil dieser Matthäus-Passion und im Jahr 1900 entstanden. Anstelle des Orchesters setzt Lassel eine Orgel ein, womit er vermutlich den eingeschränkten Möglichkeiten in kleineren evangelischen Gemeinden Rechnung trug. Die Matthäus-Passion war also nicht nur als Werk für die Kronstädter Schwarze Kirche gedacht - wenngleich der Orgelpart deutlich auf die dortige Buchholz-Orgel zugeschnitten ist. Die Vertonung des 42. Psalms gehört zu den beliebtesten geistlichen Kompositionen Lassels. Er stellt hier - mit deutlicher Anlehnung an Mendelssohn - seine Fähigkeit zur polyphonischen Satztechnik unter Beweis, kombiniert zum grandiosen Schluss alle drei Themen.

Johannes Killyen

 

ebenfalls erhältlich: Chorpartitur

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Passionsmusik
Kronstadt
Kirchenchor
Kirchenmusik
Orgelmusik

 

 

 

Rezension in der Hermanstädter Zeitung, Ausg. 2266 am 20.01.2012:

 

Neue Reihe - Musik aus Siebenbürgen im Schiller-Verlag

 

von Beatrice Ungar

 

 


Eine neue Reihe hat der Schiller-Verlag mit dem Abdruck von Rudolf Lassels Werk „Die Leidensgeschichte unseres Herrn“ in die Wege geleitet. Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.

Betreut wird die Reihe von den Musikern Ursula und Kurt Philippi. Lassels Vertonung der Passionsgeschichte zu Worten nach dem Matthäus-Evangelium stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der damalige Kronstädter Kantor und Musikdirektor benutzte laut Vorwort von Ursula und Kurt Philippi als Textvorlage die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte „Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi“, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage wurden von dem Klausenburger Komponisten Hans Peter Türk hundert Jahre später im Auftrag des Hermannstädter Bachchors für die gleiche Besetzung - Chor, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung - komponiert. Unter dem Titel „Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag“ ist das Werk als zweiter Band der Reihe erschienen.


 

Hans Peter Türk: Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag - Chorpartitur


ISBN 978-3-941271-64-7

Erscheinungsdatum: Oktober 2011 Preis: 29 Lei / 7,50 EUR


jetzt bestellen...



nach dem Evangelisten Matthäus für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv) - Musik von Hans Peter Türk          geheftet, 69 S. - 29,7 x 21,0 cm, 208 g, Komponiert von Türk, Hans Peter;   Herausgegeben von Philippi, Kurt; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011,ISBN :      978-3-941271-64-7 Reihe :      Musik aus Siebenbürgen 2a   Das »Absingen der Passion« gehörte zum festen musikalischen Bestand der evangelischen Kirche in Siebenbürgen. Dem sich wandelnden musikalischen Geschmack entsprechend entstanden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue Ausformungen der Passionsgeschichte. Am Anfang des 20. Jahrhunderts legte der Kronstädter Komponist Rudolf Lassel (1861–1918) eine neue Vertonung des Passionsgeschehens vor:Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi (Matthäus, Cap. 26 und 27) für Chor, Solostimmen, Gemeindegesang u. Orgelbegleitung , op. 23.Als Textvorlage benützte er die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus­Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht.Lassels Matthäus­Passion blieb unvollendet. Er hat nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des Matthäus­Evangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der Klausenburger Komponist HansPeter Türk (*1940) eine Réplique zu Rudolf Lassels romantisch geprägter Musik für den Gründonnerstag, die Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag.Er ging dabei an derselben Textvorlage entlang wie Rudolf Lassel und vertonte das dramatische Geschehen des Karfreitags (Kapitel 27 des Matthäus­Evangeliums) in der gleichen Besetzung für Chor, Solisten und Orgel.Eine innere musikalische Beziehung zu Lassels Werk gibt es allerdings nicht. Durch den kompositorischen Umgang mit der Textvorlage ist Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag ein eigenständiges Werk, das musikalische Ausdrucksformen der Gegenwart mit kirchenmusikalischer Tradition verbindet.Trotz der großen Verschiedenheit der Tonsprache ergeben Lassels Musik für den Gründonnerstag (1901–1906) und Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag (2006) zusammen eine siebenbürgische Matthäus­Passion. Der vielfach preisgekrönte Türk gilt als der heute bedeutendste sächsische Komponist, der in seinen Tonschöpfungen immer wieder auf die Musiktradition seiner siebenbürgischen Heimat zurückgreift und sie in der modernen Klangwelt seiner Kompositionen neu erstehen lässt.Türk wurde am 27. März 1940 in Hermannstadt geboren. Als seine „Vaterstadt“ jedoch betrachtet er Kronstadt: Von dort stammte sein Vater, dorthin übersiedelten die Eltern, dort erhielt Türk seine höhere Schulbildung, dort erfuhr er die prägenden geistigen und musikalischen Eindrücke. Türks Vater, Friedrich-Michael, der während eines Handelstudiums in Berlin - ein von ihm gewünschtes Musikstudium ließen die Eltern nicht zu - viel in Musikerkreisen, u.a. im Hause Hindemith, verkehrte, gehörte zu der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg - im Januar 1945 - aus Siebenbürgen nach Russland zur Zwangsarbeit deportiert wurde. Im Dezember 1946 brachte man ihn, schwerkrank, nach Frankfurt an der Oder, wo er noch am Tag seiner Ankunft starb und in einem Massengrab beerdigt wurde.Hans Peter wuchs also ohne Vater auf. Unbestimmte Erinnerungen an ihn und schmerzliche Eindrücke von dunklen schicksalhaften Mächten mögen seine Jugend begleitet haben. Die Mutter, Marta Kitty, gebürtig aus Bistritz, schlug sich nach dem Tode ihres Mannes mühsam als Stenotypistin durch und indem sie einen privaten Kindergarten für französische Sprache im benachbarten Zeiden unterhielt.Eine unstete und schwierige Kindheit und Schulzeit verbrachte der junge Hans Peter: Kindergarten in Zeiden, erste Volksschulklasse in Hermannstadt, weitere Volksschulklassen in Zeiden, zwei Jahre Berufsschule für Bauwesen in Kronstadt, Honterus-Gymnasium und Internat in Kronstadt. An diesem Gymnasium empfing er die entscheidenden Impulse, die seine Berufsorientierung bestimmten. Denn der schon fast legendäre Kantor und Organist der Schwarzen Kirche und Pädagoge am Honterus-Gymnasium Victor Bickerich wurde auch für Türk, wie für zahlreiche andere nachmaligen Musiker - wir denken an Adolf H. Gärtner, Alexander Dietrich, Elfriede Kühlbrandt, Reinhard Göltl, Michael Radulescu, Radu Lupu, Klaus Knall, Eckart Schlandt oder Wolfgang Meschendörfer - zum (nicht nur) musikalischen Erzieher und zum Mentor, väterlichen Freund und Wegweiser. Von Bickerich, seiner „Vaterfigur“, der er neben kirchenmusikalischen Aufführungen und der Mitwirkung im Kronstädter Bach-Chor „die schönsten Stunden jener Zeit“ verdankt, erhielt der mittellose Hans Peter Türk unentgeltlich Unterricht in Harmonielehre, Musikgeschichte und Klavier, „eine strenge, gründliche Schule“, wie Türk diese Unterweisung nennt. Sie setzte ihn in die Lage, 1959 als Kompositionsschüler von Sigismund Toduta an der Staatlichen Musikhochschule in Klausenburg angenommen zu werden. Allerdings war er gezwungen, vorher (nach dem Abitur 1957) noch eine Zeit als Fabrikarbeiter und Mitglied einer „künstlerischen Brigade“ über sich ergehen zu lassen. Während dieser Zeit nahm er zusätzlich Unterricht in Cello und Klavier an der Kronstädter Volkskunsthochschule.Der schöpferische Drang war von jeher übergroß. Türk bekennt, dass er schon als Kind beim Erlernen des ersten Mozart-Menuetts am Klavier eher den Wunsch gehegt habe, ein solches Stück selber zu erfinden, als es ordentlich spielen zu können. Bald nach dem Studium trat er denn auch mit Orchester- und Kammermusik an die Öffentlichkeit. In dieser Hinsicht erwies sich Klausenburg als Glücksfall für sein schöpferisches Wirken: „In Klausenburg wird die Musik, die man schreibt, auch aufgeführt. Hier gibt es das einfach nicht, dass ein Stück geschrieben wird und dann fünf Jahre in der Schublade liegt“, stellt Türk mit Freude und Genugtuung fest. Aber auch in den anderen Städten Siebenbürgens und Rumäniens wurde und wird seine Musik gespielt, Ensembles aus Siebenbürgen tragen sie auf ihren Tourneen über die Grenzen. Der Hermannstädter Bach-Chor hat sich vor allem auch um Türks größere Vokalwerke verdient gemacht. Doch Türk ist kein Vielschreiber, er schreibt gewissermaßen behutsam, vorsichtig, wachsam, konzentriert in sich hineinhorchend, selbstkritisch. „Glücklicherweise verpflichtet mich niemand, alljährlich eine Sinfonie oder ein Oratorium hervorzubringen“, äußerte er einmal.Karl Teutsch   ebenfalls erhältlich: Gesamtpartitur   verwandte Themen :      SiebenbürgenPartiturPassionsmusikKarfreitagOrgelmusik           Rezension in der ADZ, Dienstag, 27. Dezember 2011:     Passionsmusik im Schiller-Verlag Kurt Philippi edierte Kompositionen von Rudolf Lassel und Hans Peter Türk   Von Hannelore Baier   Hermannstadt -  Zwei bedeutende siebenbürgische Kompositionen für die Passionszeit erschienen kürzlich im Hermannstädter Schiller-Verlag, womit dieser seine neue Reihe „Musik aus Siebenbürgen“ eröffnet. Herausgegeben hat sie Kurt Philippi, der Musikwart der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Von beiden Werken gibt es sowohl die Gesamtpartitur (Paperback) als auch getrennt (geheftet) nur die Partitur für den Chor.Dirigenten und Musikliebhabern zugänglich ist nun „Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus” von Rudolf Lassel. Der Kronstädter Kantor und Musikdirektor Rudolf Lassel (1861-1918) hat die Worte aus dem Matthäus-Evangelium zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung als sein Opus 23 vertont.Lassels Matthäus-Passion blieb unvollendet, er hatte nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des Matthäus-Evangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der in Klausenburg/Cluj lebende Komponist Hans Peter Türk eine Réplique zu Lassels romantisch geprägter Musik als Passionsmusik für den Karfreitag. Bestimmt ist sie für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv).Diese Komposition trägt den Titel „Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag” und wurde als zweites Werk von Kurt Philippi ediert.Die Gesamtpartituren kosten jeweils 49 Lei, die Chorpartituren 29 Lei.         Rezension in der Hermannstädter Zeitung, Ausg. 2266 am 20.01.2012:   Neue Reihe - Musik aus Siebenbürgen im Schiller-Verlag   von Beatrice Ungar       Eine neue Reihe hat der Schiller-Verlag mit dem Abdruck von Rudolf Lassels Werk „Die Leidensgeschichte unseres Herrn“ in die Wege geleitet. Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.Betreut wird die Reihe von den Musikern Ursula und Kurt Philippi. Lassels Vertonung der Passionsgeschichte zu Worten nach dem Matthäus-Evangelium stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der damalige Kronstädter Kantor und Musikdirektor benutzte laut Vorwort von Ursula und Kurt Philippi als Textvorlage die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte „Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi“, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage wurden von dem Klausenburger Komponisten Hans Peter Türk hundert Jahre später im Auftrag des Hermannstädter Bachchors für die gleiche Besetzung - Chor, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung - komponiert. Unter dem Titel „Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag“ ist das Werk als zweiter Band der Reihe erschienen. ...

 

Rudolf Lassel: Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus - Chorpartitur


ISBN 978-3-941271-63-0

Erscheinungsdatum: Oktober 2011 Preis: 29 Lei / 7,50 EUR


jetzt bestellen...



Worte nach dem Matthäus-Evangelium Musik von Rudolf Lassel - Op. 23

geheftet, 49 S. - 29,7 x 21,0 cm, 157 g, Komponiert von Lassel, Rudolf. Herausgegeben von Philippi, Kurt; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn,


ISBN :      978-3-941271-63-0

     
Reihe :      Musik aus Siebenbürgen 1a

 

Zahlreiche Abschriften belegen, dass das „Absingen der Passion“ in der
Karwoche zum festen musikalischen Bestand der evangelischen Kirche Siebenbürgens gehörte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legte Rudolf Lassel (1861–1918), der Kronstädter Kantor und Musikdirektor, eine neue Vertonung der Passionsgeschichte vor:

Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi (Matthäus, Cap. 26 und 27) für Chor, Solostimmen, Gemeindegesang u. Orgelbegleitung, op. 23.

Als Textvorlage benützte er die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die Textvorlage gliedert sich in einen Teil für Gründonnerstag und einen für Karfreitag, beide durch Psalmtexte dreigeteilt.

Leider blieb Lassels Matthäus-Passion unvollendet. Lassel hat nur den Text für Gründonnerstag fertiggestellt. Die von Rudolf Lassel nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage hat Hans Peter Türk (geb. 1940) hundert Jahre später als Auftragswerk des Hermannstädter Bachchores für die gleiche Besetzung komponiert. Seine Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag (2006) und Lassels Musik für den Gründonnerstag (1901–1906) ergeben zusammen eine siebenbürgische Matthäus-Passion.


 

Lassel, Rudolf (1861-1918)

Obwohl schon in seinem Geburtsort Kronstadt musikalische Grundlagen gelegt wurden, hat Rudolf Lassel (1861-1918) seine wesentliche musikalische Prägung sicherlich in Leipzig erfahren, wo er von 1880 bis 1883 am Königlichen Conservatorium studierte. Unter der Aufsicht des berühmten Salomon Jadassohn entwickelte Lassel eine besondere Begabung und Vorliebe für kontrapunktische Techniken, auf die in der Bach- und Mendelssohn-Stadt Leipzig besonders viel Wert gelegt wurde.

Zurück in Siebenbürgen war Lassel mit einem theoretischen und praktischen Rüstzeug versehen, das er sich zu Hause niemals hätte aneignen können. Rechnet man sein nicht unerhebliches Talent hinzu, so nimmt es nicht Wunder, dass ihm nach einigen Bistritzer Jahren als Musiklehrer und Chordirigent 1887 die vakante und verwaiste Stelle des Organisten an der Schwarzen Kirche angetragen wurde. Von diesem Zeitpunkt an bis zu seinem Tod blieb er seiner Heimatstadt Kronstadt treu. Hier war er nicht nur als Kantor und Organist tätig, sondern auch als Leiter des Schülerkirchenchors. In allen drei Bereichen war der Leipziger Einfluss evident: Als Organist spielte er das gängige Repertoire aus Deutschland und Frankreich, als Kantor führte Rudolf Lassel 1907 erstmals in Kronstadt eine Bach-Kantate auf, bei der Gründung des Schülerkirchenchors orientierte er sich 1894 an der Leipziger Praxis. Hinzu traten der Dienst als Leiter des Männergesangsvereins und die pädagogische Betätigung.

Lassels Verehrung für Bach ist an einigen Orgelwerken abzulesen, vor allem jedoch an seiner unvollendeten Matthäus-Passion op. 23. Die Vertonung des Psalms 42, Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser op. 26, ist der Eingangschor zum zweiten Teil dieser Matthäus-Passion und im Jahr 1900 entstanden. Anstelle des Orchesters setzt Lassel eine Orgel ein, womit er vermutlich den eingeschränkten Möglichkeiten in kleineren evangelischen Gemeinden Rechnung trug. Die Matthäus-Passion war also nicht nur als Werk für die Kronstädter Schwarze Kirche gedacht - wenngleich der Orgelpart deutlich auf die dortige Buchholz-Orgel zugeschnitten ist. Die Vertonung des 42. Psalms gehört zu den beliebtesten geistlichen Kompositionen Lassels. Er stellt hier - mit deutlicher Anlehnung an Mendelssohn - seine Fähigkeit zur polyphonischen Satztechnik unter Beweis, kombiniert zum grandiosen Schluss alle drei Themen.

Johannes Killyen

 

 

ebenfalls erhältlich: Gesamtpartitur

 

 

verwandte Themen :     
Musik
Siebenbürgen
Passionsmusik
Orgelmusik
Chormusik
Kronstadt

 

 

 

Rezension in der Hermanstädter Zeitung, Ausg. 2266 am 20.01.2012:

 

 

Neue Reihe - Musik aus Siebenbürgen im Schiller-Verlag

 

von Beatrice Ungar

 

 


Eine neue Reihe hat der Schiller-Verlag mit dem Abdruck von Rudolf Lassels Werk „Die Leidensgeschichte unseres Herrn“ in die Wege geleitet. Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.

Betreut wird die Reihe von den Musikern Ursula und Kurt Philippi. Lassels Vertonung der Passionsgeschichte zu Worten nach dem Matthäus-Evangelium stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der damalige Kronstädter Kantor und Musikdirektor benutzte laut Vorwort von Ursula und Kurt Philippi als Textvorlage die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte „Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi“, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage wurden von dem Klausenburger Komponisten Hans Peter Türk hundert Jahre später im Auftrag des Hermannstädter Bachchors für die gleiche Besetzung - Chor, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung - komponiert. Unter dem Titel „Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag“ ist das Werk als zweiter Band der Reihe erschienen.


 

Karl-Heinz Galter: Geleitet und Getröstet - Siebenbürgisches Andachtsbuch


ISBN 978-3-941271-60-9

Erscheinungsdatum: August 2011 Preis: 79 Lei / 19,90 EUR


jetzt bestellen...



Siebenbürgisches Andachtsbuch - Gesammelte Monatssprüche von Karl-Heinz Galter

 

Zusammengestellt von Galter, Heinz-Dietrich. Mitwirkung (sonst.): Galter, Sunhild. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Vorwort von Pitters, Hermann

 

gebunden, 376 Seiten, 24,5 x 17,0 cm, 677 g, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, August 2011

 


ISBN 978-3-941271-60-9

     

Nun, zur Vollendung des 85. Lebensjahres des Verfassers Karl-Heinz Galter, erscheinen diese Texte, die Monatssprüche aus den Kirchlichen Blättern, als Andachtsbuch, ein Geschenk gleichermaßen an den Autor wie an seine Leser. Mögen sie auch in dieser neuen, gesammelten Form viele aufmerksame Leser erhalten; und mögen diese darin einen neuen, inneren Gewinn erfahren.

Dr. Hermann Pitters

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Siebenbürger Sachsen
Theologie
evangelische Kirche A.B. in Rumänien
Monatssprüche
Kirchliche Blätter


 

Roth, Anselm: Siebenbürgische Gästehäuser, eine Übersicht - Stand Sommer 2011


ISBN 978-3-941271-58-6

Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 9 Lei / 3 EUR


jetzt bestellen...



16 Seiten, 20,5 x 13,5 cm, 25 g, geheftet, Fotos und Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Mitwirkung (sonst.): Schneider, Maria, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn 2011 ISBN 978-3-941271-58-6 3,00 Eur / 9 Lei   Diese Broschüre enthält die Überarbeitung (Stand: Sommer 2011) des Adressteils aus dem Buch "Siebenbürgische Gästehäuser" von Anselm Roth, erschienen 2007 im Schiller Verlag, ISBN 978-3-941271-03-6, 16 EUR. Die Broschüre kann einzeln zum Preis von 3 EUR erworben werden. Bei Erwerb des o.g. Buches liegt sie kostenlos bei.   Anselm Roth : Siebenbürgische GästehäuserISBN 978-3-941271-03-6   verwandte Themen :      Siebenbürgen Siebenbürgische Gästehäuser Kirchenburgen Sanfter Tourismus ...

 

Philippi, Friedrich: Kalender 2012 - Störche in Siebenbürgen


978-3-941271-56-2

Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 8 Lei / 1,99 EUR


jetzt bestellen...



26 Seiten, 21,5 x 30,0 cm, Kalender, 184 g, Spiralbindung, Fotos von Skov, Hans und Philippi, Friedrich, Bearbeitet von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn Juli 2011

 


ISBN 978-3-941271-56-2


früher: 8,00 EUR / 24,00 Lei

jetzt nur noch: 1,99 Eur / 8,00 Lei

 

In Siebenbürgen gibt es noch eine Vielzahl von nistenden Störchen, die einen großen Teil zum urwüchsigen Charme dieses Landstriches in Rumänien beitragen. Im Dorf Großau (Cristian) existiert gar eine Storchenmast. Im Jahre 2010 wurden dort in 30 Horsten 81 Jungstörche gezählt. Bemerkenswert ist auch der einzige Baumhorst in Sachsenhausen (Sasausi).

Der Hermannstädter Erdkundelehrer und Landeskirchenkurator Friedrich Philippi hat es sich zur Aufgabe gemacht, seit 1987 Jahr für Jahr alle Storchennester des Kreises Hermannstadt zu zählen und zu dokumentieren.

Erstmals legt er nun dem breiten Publikum einen Kalender mit den schönsten Bildern Hermannstädter Störche vor.

 

verwandte Themen :     
Kalender
Siebenbürgen
Störche



 

Stäuble, Georg: Die Relativität der philosophischen Systeme


ISBN 978-3-941271-59-3

Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 40 Lei / 10 EUR


jetzt bestellen...



Paperback, 215 Seiten, 19,2 x 12,3 cm, 266 g, Mitwirkung (sonst.): Schneider, Maria. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn Juli 2011   ISBN 978-3-941271-59-3   10,00 Eur / 40 Lei   Die Relativität der philosophischen Systeme zu thematisieren ist ein gewagtes Vorhaben. Relativismus ist eine umstrittene Theorie der Philosophie, gegen die zahlreiche Einwände erhoben wurden. In dem vorliegenden Buch wird versucht, nicht nur bekannte Einwände zu entkräften, sondern zu verdeutlichen, dass Relativität eine fundamentale Eigenart unserer Denkweise ist. Wir können nicht anders als relativ denken. Diese Feststellung ist von entscheidender Bedeutung für unser gesamtes Philosophieverständnis.   Georg Stäuble übersiedelte aus seiner Heimat Rumänien, aus Hermannstadt, in die Bundesrepublik Deutschland und lebt seit vielen Jahren in München.   Ebenfalls erschienen vom gleichen Autor:   Georg Stäuble : Europas ZukunftISBN 978-3-941271-01-2   verwandte Themen :      PhilosophieRelativitätExistenzErkenntnisWahrheitphilosophische Systeme       Rezension in "Kritik und Aufklärung":   ...

 

Roth, Anselm: Anabel und die verschwundenen Zwillinge


ISBN 978-3-941271-57-9

Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 35 Lei / 9,70 EUR


jetzt bestellen...



96 Seiten, 21,5 x 15,2 cm, Hardcover, 227 g, Foto(s) und Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn Juli 2011 ISBN 978-3-941271-57-9 9,70 Eur / 35 Lei   Anabel Stoica ist 14 Jahre alt, wohnt in dem verschlafenen Dorf Roandola in Transsylvanien und geht auf eine deutsche Schule. Ein gestohlenes Mobil sorgt für ein bisschen Aufregung. Doch dann explodiert ihr Leben geradezu: Sie fährt mit ihrer Familie nach Deutschland, und ein paar Tage später stellt Anabel erstaunt fest: »Vor ein paar Wochen stand ich mutterseelenallein an der Haltestelle in Roandola und wartete auf den Schulbus. Nun putze ich mir mit einem Turbowasserstrahl die Zähne, verkaufe meine Haare für Perücken, bin bis über beide Ohren verliebt, jage auf einer Verfolgungsjagd durch ganz München, das ich gar nicht kenne, werde kurz mal betäubt und entführt und von einem Kampftrupp mit Maschinenpistolen befreit und düse dann mit einem schneeweißen Motorboot zu einem Fünf-Gänge-Menü wie auf der anderen Seite der Welt Jennifer Lopez und Leonardo di Caprio.«   Anselm Roth ist der produktivste Büchermacher in Hermannstadt. Sein zusammen mit dem Buchhändler Jens Kielhorn vom Büchercafé Erasmus im Teutsch-Haus betriebener Schiller Verlag ist der Senkrechtstarter im rumäniendeutschen Verlagswesen (rund 50 Bücher in drei Jahren). Roth, ein Enkel des Politikers Hans Otto Roth, ist auch als Autor von Reiseführern (Hermannstadt, Schäßburg, Heltau) in Erscheinung getreten, noch mehr aber als Verleger selbst. Die Mediasch-Monographie, ein üppig bebildertes Buch, wäre ohne seine layouterische Kärrnerarbeit nie zustande gekommen. Das „große Geld“ verdient er freilich mit Kochbüchern und Reiseführern. Konrad Klein, Siebenbürgische Zeitung   ebenfalls von Anselm Roth erschienen: Anselm Roth, Holger Wermke : Weltkulturerbe in SiebenbürgenISBN 978-3-941271-30-2   Anselm Roth : Siebenbürgische GästehäuserISBN 978-3-941271-03-6     verwandte Themen :      SiebenbürgenAbenteuerAuswandernKindesentführung...

 

Schuster Dutz: Das Kulturpfeifen


ISBN 978-3-941271-54-8

Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 59 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



Geschichten und Gedichte


   

279 Seiten, Format 23,5 x 13,8 cm, 450 g, gebunden, Nachwort von Krasser, Harald. Mitwirkung (sonst.): Schneider, Maria / Römer, Wilfried. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011

 

Zweisprachige Ausgabe (Siebenbürgisch-Sächsisch / Hochdeutsch)

 


ISBN: 978-3-941271-54-8

 

16,00 Eur / 56,00 Lei


Schuster Dutz (1885-1968) gilt als der volkstümlichste und größte Humorist der Siebenbürger Sachsen. Der Mediascher Dichter hat die Herzen seiner Leser im Sturm erobert. Schmunzelnd läßt er seine Geschöpfe an uns vorüberziehen, den ehrgeizigen, beschränkten Vorsitzenden des Kegelklubs aus der »Fahnenweihe« und den wehmütig lächelnden Lehrer aus »Tarockpartie«, man erlebt die kleinlichen Sorgen und Freuden einer sächsischen Hausfrau aus ihren Briefen und das der langen Vorbereitung spottende Versagen Paulas bei ihrem ersten öffentlichen Auftreten. Der Autor versetzt jedem einen leichten Hieb mit seiner spöttischen Geißel, ohne allzu stark zu verwunden, aber doch so, daß jeder Spießbürger eins abbekommt.
 

 

verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Siebenbürger Sachsen
Satire
Humor
Mediasch
Mundartdichtung


 

Karin Gündisch: Großvaters Hähne


ISBN 978-3-941271-53-1

Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 40 Lei / 9,70 EUR


jetzt bestellen...



Geschichten aus einem anderen Land


   

91 Seiten, Format 23,0 x 14,5 cm, 231 g, gebunden, Foto(s) von Roth, Anselm. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011

 


ISBN: 978-3-941271-53-1

 

40 Lei / 9,70 Eur

Der Großvater ist ein erfahrener und listiger Kämpfer gegen die Widrigkeiten des Alltags, in dem wenig wirklich funktioniert, ein Überlebenskünstler. Dennoch erlebt er einmal einen ganzen Sommer lang nur Niederlagen. Dabei ist sein Plan nicht schlecht: Zehn junge Hähne will er großziehen, weil es im staatlichen Lebensmittelhandel nichts vergleichbar Leckeres zu kaufen gibt. Er hat nur eines nicht bedacht: dass er von vielen anderen Überlebenskünstlern umgeben ist. Und auch denen steht der Sinn nach gebratenem Geflügel...
 

Karin Gündisch wurde 1948 in Siebenbürgen, Rumänien, geboren und kam 1984 nach Deutschland. Heute lebt sie mir mit ihrem Mann abwechselnd in Bad Krozingen nahe Freiburg und in ihrem Sommerhaus in Michelsberg bei Hermannstadt. Für ihre Kinderbücher wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Peter-Härtling-Preis.

 

weitere im Schiller Verlag erschienene Bücher von Karin Gündisch:

Weit, hinter den Wäldern

Geschichten über Astrid

 
verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Kommunismus
Siebenbürger Sachsen


 

Dix, Holger / Henkel, Jürgen: Die Europadebatte in den Kirchen Rumäniens


ISBN 978-3-941271-52-4

Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 30 Lei / 8,00 EUR


jetzt bestellen...



Problematica europeana din prisma bisericilor din Romania

         

Herausgegeben von Dix, Holger / Henkel, Jürgen. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Bearbeiter (sonst.): Gröblacher, Axel

 

301 Seiten, 21,7 x 14,8 cm, 400 g
Aus der Reihe Seria Academia, Band XI
Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, 2011

 

978-3-941271-52-4

 

30 Lei / 8,00 Eur

     

Die in diesem Band dokumentierte Internationale Ökumenische Konferenz der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) vom 7. bis 9. April 2008 zur Europadebatte in den Kirchen Rumäniens bot eine erste umfassende Bestandsaufnahme zur Rezeption des neuen Kultusgesetzes in Rumänien, das als Voraussetzung zum EU-Beitritt des Landes 2006 verabschiedet wurde und 2007 in Kraft getreten ist. Die Vision eines geeinten Europas ist auch eine kulturelle Zukunftsfrage. Ohne die Dimension der Kultur, des Christentums, der christlichen Werte und Traditionen wird Europa keine gesicherte Zukunft haben.

 

Conferinta Ecumenica Internationala a Academiei Evanghelice Transilvania (AET) si a Fundatiei Konrad Adenauer (KAS) (7-9 aprilie 2008) pe tema: »Problematica europeana din prisma bisericilor din România«, careia îi este dedicat acest volum, a oferit o prima privire de ansamblu asupra receptarii noii legi a cultelor din România. Aceasta lege, adoptata în 2006 si intrata în vigoare în 2007, a reprezentat o preconditie pentru aderarea României la UE. Viziunea unei Europe unite este si o problema culturala de viitor. Fara dimensiunea culturala,
a crestinismului, a valorilor si traditiilor crestine, Europa nu îsi va putea asigura un viitor stabil.

 

verwandte Themen :     
Rumänien
Orthodoxie
Europa
Theologie


 

Hans Klein: Gehörtes Rufen


ISBN 978-3-941271-55-5

Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 29 Lei / 7,90 EUR


jetzt bestellen...



Hilfeschreie und Dankesworte

 

95 Seiten, Format 21,0 x 13,0 cm, 117 g, Paperback, Foto(s) von Roth, Anselm. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011

 


ISBN: 978-3-941271-55-5

 

29,00 Lei / 7,90 Eur      


Rufe zum Himmel
verhallen nicht
im All.
Sie werden gehört
und wirken zurück
auf uns.
Wer rufen kann,
lernt hören
auf IHN.
h.k.
 

Hans Klein wurde am 9. November 1940 in Hermannstadt geboren. Ebenda studierte er Theologie. Sein Vikariat machte er von 1962 bis 1963 im Banat in Liebling, und im Banat, diesmal in Lugosch, blieb er zunächst auch nach der Ordination zum Pfarrer. 1966 wurde er zum Pfarrer von Deutsch-Kreuz gewählt. 1972 promovierte er in Biblischer Theologie und ist seit demselben Jahr Dozent für Altes Testament und Religionsgeschichte an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Hermannstadt und seit 1982 ebenda Professor für Neues Testament. Der Ausbildungsstätte für evangelische Pfarrer und nun auch Sozialfürsorger steht Hans Klein seit 1998 vor. Den Kontakt zum Gemeindeleben frischte er in der Zeit als Stadtpfarrer von Hermannstadt (1993 bis 1998) auf, an der Lösung der allgemeinen Fragen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien war er in der Zeit als Bischofsvikar beteiligt. Als Theologe ist er seit 1984 Mitglied in der Vereinigung der Neutestamentler, sein Hauptforschungsgebiet stellt seit 1992 das Lukasevangelium dar und in diesem Bereich veröffentlichte er mehrere Bücher.

ebenfalls im Schiller-Verlag vom Hans Klein erschienen:

 

Kleine Lichter für besondere Stunden


verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Hermannstadt
Gebete
Aphorismen


 

Alfred Schuster: Alte Wege nach Siebenbürgen


ISBN 978-3-941271-47-0

Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 59 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



Auf den Spuren der deutschen Einwanderer - mit dem Fahrrad von Luxemburg nach Hermannstadt         

   

239 Seiten, Format 21,0 x 14,5 cm, Gewicht 419 g, Foto(s) von Schuster, Alfred K., Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, gebunden, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011

 

ISBN 978-3-941271-47-0

 

59,00 Lei / 16,00 EUR

 


»Ich werde auf einer Fahrradreise von Luxemburg nach Siebenbürgen nicht genau den Karren- und Fußspuren meiner Ahnen folgen können. Doch ich wollte zumindest auf einigen Straßen fahren, die schon im Mittelalter Reise- und Handelswege waren. Ich würde meine Reise so planen, dass ich soweit wie möglich in ›Korridoren‹ fahre, in denen es im Mittelalter mit Sicherheit Wege gab.« (Alfred Schuster)

 

Dr. Alfred K. Schuster wurde 1937 in Hermannstadt geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte und die Schule besucht hat. Studium der Geologie in Klausenburg / Cluj-Napoca. Danach wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geologischen Institut Bukarest. Verheiratet, zwei Kinder. 1977 Aussiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1978 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institut für Mineralogie der Technischen Universität Clausthal.

Als Wissenschaftler hat er eine Vielzahl von Arbeiten zu den Themen Geologie und Petrographie, sowohl in Rumänien als auch in Deutschland veröffentlicht.

Auf dem Gebiet der „Schriftstellerei“ hat er vor allem Reiseberichte und populärwissenschaftliche Beiträge zur Geologie Siebenbürgens und den Karpaten veröffentlicht.


Das vorliegende Buch >Alte Wege nach Siebenbürgen< ist seine erste größere Veröffentlichung und sein erster Beitrag zu diesem Thema.

Seine Hobbys sind Reisen und Fotografie. Seine Reisen führten ihn in mehr als 20 Länder, in Europa, Südamerika und den vorderen Orient. Darüber hat er in einer Vielzahl von Diavorträgen berichtet.

Er fotografiert seit den 1950er Jahren. Schwerpunkte sind Landschaften und Reisefotografie, und in den letzten 30 Jahren der Makro- und Mikrokosmos der Kristalle, Minerale und Gesteine, einschließlich der Mikroskop-Fotografie. Kirchen im Licht – Licht in der Kirche, ist seit Beginn der 1990er Jahre eines der Hauptthemen seines fotografischen Schaffens.

Als Mitglied des Deutschen Verbands für Fotografie hat er in früheren Jahren auch an Fotowettbewerben teilgenommen. Seine Bilder wurden durch Annahmen verschiedener Salons, Urkunden und einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Dr. Schuster hatte bisher neun Einzelausstellungen und hat an mehr als 20 Gruppenausstellungen teilgenommen.

Auf dem Gebiet der Fotografie hat er sich autodidaktisch in Workshops weitergebildet und selber eine Vielzahl von Workshops an einer Volkshochschule zum Thema Makrofotografie am Beispiel von Mineralien geleitet.



verwandte Themen :     
Siebenbürgen
Siebenbürger Sachsen
Geschichte der Einwanderung der Siebenbürger Sachsen
Fahrradtouristen
Fahrradfernreisen
Luxemburg
Österreich
Deutschland
Ungarn
historische Reisewege im Mittelalter
Klöster im Mittelalter
Hermannstadt


 

Joachim Gremm: Siebenbürgische Wanderung


ISBN 978-3-941271-48-7

Erscheinungsdatum: März 2011 Preis: 59 Lei / 17 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-48-7

 

164 Seiten, fest gebunden, mit 32 farbigen Abbildungen, 1 s/w-Kartenausschnitt, Schiller Verlag Hermannstadt Bonn 2011


59 Lei / 17 EUR  

 

 

Diesmal ist Joachim Gremm mit Rucksack und Wanderstock durch Siebenbürgen gezogen. Wie schon auf seiner Radtour, die er im Buch Siebenbürgische Reise beschrieben hat, erschließt er dem Leser wiederum die Schätze dieses Landstrichs in Zentralrumänien.


Die langsamste aller Reisearten ist vielleicht gerade für Siebenbürgen mit seinen alten, ehemals deutschen Dörfern und ihren berühmten Kirchenburgen, umgeben von einer unverstellten Natur mit ihrer ursprünglichen Pflanzen- und Tierwelt, die intensivste Form des Erlebens. Denn die meisten Eindrücke und Entdeckungen offen
baren sich erst beim zweiten Hinsehen.

 

zur Rezension von Holger Wermke

 

vom gleichen Autor bereits erschienen:

Siebenbürgische Reise

Die Hambach

 


 

C.N. Samuel von Brukenthal Gymnasium: Anuar / Jahrbuch 2008 - 2010


ISBN 978-3-941271-49-4

Erscheinungsdatum: März 2011 Preis: 59 Lei / 14 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-49-4

 

150 Seiten, Broschiert, Format A 4, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt Bonn 2011


59 Lei / 14 EUR  

 

 

Es sind mehr als zwei Jahre seit dem Erscheinen des letzten »Dreijahresbuchs«, welches unsere Arbeit von 2005 bis 2008 widergespiegelt hat, vergangen. Das positive Echo darauf hat uns Mut gemacht, an einer neuen Ausgabe zu arbeiten, ohne das Konzept zu verändern. Wiederum versuchen wir, für die Schüler der 5. Klassen und deren Eltern ebenso wie für Freunde der Schule, die sie seit Jahrzehnten kennen, Interessantes zu bringen. Es ist auch diesmal unmöglich, das »normale« Unterrichtsgeschehen relevant zu dokumentieren. Die beharrliche Arbeit von vielen Schülern und Lehrern, die Erfolge (137 Schüler der Klassen 5 – 8 mit Jahresnoten über 9,50, am Lyzeum 103) ebenso wie die Enttäuschungen passen eher in ein literarisches als in ein dokumentarisches Konzept. Viel Platz haben wir auch diesmal den Kapiteln »Lehrer und Schüler berichten« und »Unser Terminkalender« eingeräumt, weil gerade diese Seiten zeigen, was wir unter Traditionspflege verstehen: Schule als Lebensraum mit einem weitreichenden Angebot jenseits der Pflichtstunden, welches den Schülern nicht nur Spaß bereitet, sondern sie in ihrer individuellen Entwicklung ebenso wie als Gruppe entscheidend weiter bringt. Nicht verzeichnet werden im vorliegenden Buch die vielen Museums-, Ausstellungs-, Theater- und Konzertbesuche.

 

Gerold Hermann, Direktor

 

zur Rezension von Andrei Kolobov

 

 Blick ins Buch

 

 

ebenfalls erschienen:

 

Jahrbuch 2005 - 2008

 


 

Brigitte Ina Kuchar: Siebenbürgische Küche


ISBN 978-3-941271-46-3

Erscheinungsdatum: Februar 2011 Preis: 80 Lei / 19,90 EUR


jetzt bestellen...



350 Seiten, Hardcover, mit Zeichnungen der Autorin, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn 2011

 

 

ISBN 978-3-941271-46-3

 

Rund 25 Jahre nach Martha Liess’ »Siebenbürgischem Kochbuch« ist im kommunistischen Rumänien das Kochbuch von Brigitte Ina Kuchar erschienen. Für die Autorin hatte es einen langen Kampf bedeutet, bis sie das Erscheinen endlich durchsetzen konnte. Der Erfolg belohnte ihre Mühe: Die Auflage ging in die Zehntausende, auch in der DDR wurde das Buch ein Bestseller.


Die Rezepte repräsentieren nahezu die komplette Siebenbürger Küche mit ihrer raffinierten Mischung aus österreichischen, ungarischen, türkischen und rumänischen Einflüssen – eine Generation nach Martha Liess.

 

Lange Jahre war das Kochbuch vergriffen und sogar antiquarisch eine Rarität geworden. Dank der Einwilligung der heute in Deutschland lebenden Autorin ist nun diese Neuauflage mit einer behutsamen Anpassung der Sprache möglich geworden.

 

Bericht über die Buchvorstellung am 19.2.11 im Büchercafe ERASMUS

 

zur Rezension von Doris Roth

 

Blick ins Buch


INHALTSVERZEICHNIS:

VORWORT 9

Küchengeräte 12

Zweckmäßige Aufbewahrung von Lebensmitteln 16

Einige Begriffserklärungen 19

Kleine Küchenwinke 27

Gewürze 32

Eine Maßtabelle als Waage-Ersatz 38

VORSPEISEN 39

Kalte Vorspeisen 39

Warme Vorspeisen 51

SUPPEN 64

Suppeneinlagen 79

SOSSEN 83

FLEISCHSPEISEN 90

Geflügel 90

Kalb- und Rindfleisch 100

Lammfleisch 106

Schaffleisch 109

Schweinefleisch 113

Speisen aus Faschiertem 122

FISCHUNDWILDBRET 135

Fisch 135

Wildbret 144

GARNIERUNGENUNDAUFLAGEN 154

Garnierungen 154

Auflagen 162

GEMÜSEZUSPEISENUNDEINTOPFGERICHTE 166

Gemüsezuspeisen 166

Eintopfgerichte 172

SALATE 180

MEHLSPEISEN 189

Gekochte Mehlspeisen 189

Gebackene Mehlspeisen 193

BACKWERKUNDSÜSSSPEISEN 197

Brote 197

Gebäck 199

Hefebäckerei 205

Honigbäckerei 216

Kleingebäck 222

Kuchen 230

Rouladen 237

Schnitten 241

Torten 251

Glasuren 265

Fruchtsüßspeisen 268

Aufläufe, Krems, Puddings 277

Speiseeis 286

GETRÄNKE 292

GEMÜSEUNDOBST 299

Gemüse 299

Obst 306

Gemüsekonservierung 312

Obstkonservierung 325

ALPHABETISCHESREZEPTVERZEICHNIS 333

 

 

 


 

Gerhard Schullerus (Hg.): Aus Verantwortung für die Kirche


ISBN 978-3-941271-45-6

Erscheinungsdatum: Dezember 2010 Preis: 49 Lei / 17,00 EUR


jetzt bestellen...



Schriften aus dem Nachlass und Nachdrucke von Bischof Friedrich Müller II.

 

exkl. Kleinstausgabe, nur 193 Exemplare

 

broschiert, 123 Seiten, Schiller Verlag Hermannstadt 2010

 

ISBN 978-3-941271-45-6

 

»Die in diesem Buch ausgewählten oder in ihm erstmalig veröffentlichten Schriften Bischof Friedrich Müller II. sind chronologisch geordnet und in ihrem jeweiligen zeitlichen Zusammenhang verständlich gemacht.

Sie sollen zeigen, wie Bischof Friedrich Müller ›aus Verantwortung für die Kirche‹ gebetet, im Glauben gelebt und aus ihm heraus gehandelt hat.

Darum soll in diesem Buch Bischof Friedrich Müller statt zitiert zu werden selbst im vollen Wortlaut zu Wort kommen und gehört werden. Dem freundlichen Leser muss auf diese Weise allerdings der vollständige Text der ausgewählten Schriften zugemutet werden – hoffentlich nicht umsonst.

Er lese die Schrift mit Bedacht und – er wird herausfinden, dass es sich gelohnt hat.«

 

Dr. Gerhard Schullerus



Blick ins Buch

Zur Rezension von Hannelore Baier (ADZ)

 

Zur Rezension von Wolfgang Wagner (ADZ)

 

 

Vom gleichen Herausgeber ist erschienen:

Gerhard Schullerus, Wolfram G. Theilemann (Hg.) : Blätter vergangener Tage - Fundstücke aus dem Nachlaß des Bischofs Friedrich Teutsch
ISBN 978-973-88536-0-7
Januar 2008

Preis: 35 Lei / 10 EUR    

 


 

Wilhelm Andreas Baumgärtner: In den Fängen der Großmächte


ISBN 978-3-941271-44-9

Erscheinungsdatum: Dezember 2010 Preis: 79 Lei / 19,80 EUR


jetzt bestellen...



Siebenbürgen zwischen Bürgerkrieg und Reformation

 

 

Teil 4 der Sachsen-Geschichte von W.A. Baumgärtner

 

Hardcover, 460 Seiten, 40 Fotos, davon 30 in Farbe, Orts- und  Personenregister, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn 2010

 

ISBN 978-3-941271-44-9

 

»Wie entstand das Fürstentum Siebenbürgen? Ungarns Niedergang ermöglichte Transsylvaniens Aufstieg. Das Waffengeklirr der osmanischen Heere konnte niemand überhören.

 

Sie überrannten den Balkan, sie überrannten Ungarn, sie wollten den »goldenen Apfel« Wien pflücken. Dieser große Konflikt zwischen Abend- und Morgenland mit den zahlreichen Kriegen, die man im Westen die Türkenkriege nennt, erreichte 1526 mit der Vernichtung Ungarns und 1529 mit der Belagerung Wiens seine ersten Höhepunkte. Zeitumstände und nicht planvolle Absicht führten dazu, dass aus Siebenbürgen, dieser Provinz des ungarischen Reiches, ein (beinahe) selbstständiger Staat wurde. [...]

 

 

Was auf der einen, weltlichen Seite, ein Unglück war – der Staatskollaps –, entpuppte sich auf der anderen, der kirchlichen, für die Reformwilligen als ein historischer Glücksfall. Unhistorische Fragen drängen sich auf. Wenn der ungarische Ständestaat nicht unter dem türkischen Ansturm zusammengebrochen wäre, hätten die Siebenbürger Sachsen Luthers Ideen trotzdem so schnell umsetzen können?

 

Oder wenn Ferdinand I. und Johann Zapolya sich nicht gegenseitig ausgeschaltet hätten, wäre die Reformation auch so friedlich verlaufen? Hypothetische Fragen, offene Antworten. Lassen wir doch das Geschehen seinen Lauf nehmen.

 

Blick ins Buch

 

zur Rezension von Beatrice Ungar

 

 

 

In dieser Reihe ebenfalls erschienen:

 

 Teil 1: Der vergessene Weg

 

Teil 2: Eine Welt im Aufbruch

 

 Teil 3: Im Zeichen des Halbmondes

 

 

 

 


 

Friedrich Karl Johann Mild: Schäßburger Chronik


ISBN 978-3-941271-43-2

Erscheinungsdatum: November 2010 Preis: 54 Lei / 13,60 EUR


jetzt bestellen...



Hardcover  (fest gebunden), 21,4x14,5 cm, 107 Seiten, mit 60 s/w-Reproduktionen aus dem Photoarchiv des Julius Misselbacher und Anmerkungen von Gernot Nussbächer, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010

 

 

ISBN 978-3-941271-43-2


Friedrich Karl Johann Mild wurde am 2. Juli 1881 in Schäßburg geboren und verstarb ebenda am 20. Mai 1974. Nach dem Bestehen der Reifeprüfung im Jahr 1900 studierte er Rechtswissenschaften in Eperies (Presov), Klausenburg, Berlin, München und wieder Klausenburg. Beruflich stieg er vom Verwaltungspraktikanten zum Stuhlrichter (in Großschenk) und nach der Promotion zum Dr. jur. (1919 in Debrecen) vom Oberstuhlrichter in Schäßburg zum Leiter der Verwaltungsabteilung der Präfektur auf. Den Schäßburgern ist er als Hobby-Historiker bekannt – er gab die Aufzeichnungen seines Onkels Wilhelm Mild »Zu Schäßburg Anno 1848« heraus – sowie als Geiger im Musikvereins-Orchester.

 

Er schreibt im Vorwort zu seiner Chronik: "Ich habe diese Chronik vor allem  für meine sächsischen Volksgenossen zusammengestellt, die sie interessierenden Daten aus dem zwanzigsten Jahrhundert aufgenommen, andere zwar auch, aber nur insoweit sie für die Zeit- und Kulturgeschichte unserer Stadt von Bedeutung sind.

 

Bis zum Jahre 1781 besaßen in Schäßburg, wie auch in den übrigen sächsischen Städten, nur Sachsen, das heißt Deutsche, das Recht auf liegenden Besitz. Nachdem es bisher niemand unternommen hat, sich näher mit der Geschichte meiner Vaterstadt zu beschäftigen, so versuche ich es.

 

Diese Chronik ist ein vorläufiger Versuch, der keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und daher zu weiteren, vollkommeneren Arbeiten auf diesem Gebiet anregen soll."

 

zur Rezension von Hannelore Baier, ADZ

 

 Blick ins Buch

 

 

 


 

Anselm Roth: Michelsberg und seine Burg (Broschüre)


ISBN 978-3-941271-41-8

Erscheinungsdatum: September 2010 Preis: 9 Lei / 3 EUR


jetzt bestellen...



Broschüre, 16 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
 

ISBN 978-3-941271-41-8
 

Die Michelsberger Burg zu verfehlen ist unmöglich:
In  der  Mitte  des  Dorfes  thront  sie  auf  einem kreisrunden  Hügel.  Wenn  die  Besucher,  die aus  Hermannstadt  kommen,  das  Dorf  (rum. Cisnădioara, ung. Kisdisznód) von der Terras­se  aus  ausgebreitet  und  das  Zibinsgebirge dahinter  ansteigen  sehen,  wird  stets  ange­halten – das dargebotene Fotomotiv ist allzu verführerisch.

 

Die ansprechend gestaltete Broschüre gibt einen guten Überblick über das einzige siebenbürgische Dorf, das noch vor kurzer Zeit ausschließlich von Sachsen bewohnt wurde, und seine berühmte Bergkirche.

 

Die Broschüre ist neben Deutsch auch in den Sprachen Englisch und Rumänisch lieferbar. (Bitte bei Bestellung die gewünschte Sprache unter Bemerkungen eintragen.)

 

 Blick in die Broschüre 

 

 

zur Rezension von Holger Wermke

 

 


 

Schiller Verlag: Hermannstadt / Sibiu und das alte Land (Topographische Karte)


ISBN 978-3-941271-39-5

Erscheinungsdatum: September 2010 Preis: 25 Lei / 8 EUR


jetzt bestellen...



Topographische Karte, Maßstab 1 : 50 000
Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
aktualisiert, mit deutschen Ortsnamen
 

ISBN 978-3-941271-39-5
 

Diese Karte basiert auf den topografischen Blättern der Bukarester »Direcția Topografică Militară«. Der Bearbeitungsstand entspricht etwa dem Jahr 1980. Seither gab es keine offizielle Aktualisierung. Es existiert aber kein neueres Blatt, das als Wanderkarte besser geeignet wäre.

 

Darum wurde die Karte von uns behutsam mit Hilfe von Satellitenbildern korrigiert, wobei wir uns auf die wichtigsten Elemente beschränkt haben. Hinzugefügt wurden vor allem Stauseen und Umgehungsstraßen. Außerdem wurden alle Wege mit Verbindungsfunktion überprüft. Alle Überarbeitungen wurden absichtlich so vorgenommen, dass die Originalkarte durchscheinend erkennbar bleibt.

 

  Blick in die Karte

 

 

zur Rezension von Holger Wermke

 

 

 


 

Karin Gündisch: Weit, hinter den Wäldern


ISBN 978-3-941271-35-7

Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 40 Lei / 12,90 EUR


jetzt bestellen...



 

135 Seiten, fest gebunden, zahlreiche s/w Abbildungen, Schiller Verlag 2010

 

Neuauflage

  

Weit hinter den Wäldern, hinter Flüssen, Bergen und vielen Grenzen liegt der Ort, von dem ich erzählen will. In Gedanken kehre ich immer wieder dahin zurück, so als ob ich nach Hause ginge.


Dieser Ort liegt in Siebenbürgen, in Rumänien.

 

In mittelalterlichen lateinischen Urkunden wird Siebenbürgen Transsilvania, Land jenseits des Waldes, genannt. Hier leben Rumänen, Ungarn und Deutsche nebeneinander, heute immer mehr auch miteinander. Die ersten Deutschen sind vor etwa achthundert Jahren als Kolonisten nach Siebenbürgen gekommen. Sie haben Wälder gerodet, Felder angelegt,  Dörfer  und  Städte  gegründet.  In ihren  Siedlungsgebieten waren sie in der Mehrheit. Sonst aber waren sie eine Minderheit.


Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen sie auszuwandern. Eine Bewegung in umgekehrter Richtung also. In dem Ort, von dem ich erzählen will, lebte früher ein Junge, den ich Peter nennen werde. Er und seine Familie stehen im Mittelpunkt meiner Geschichte.

 

Peters  Mutter  starb  früh.  Sein Vater  wurde  nach  dem  Zweiten Weltkrieg zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion deportiert. Peter  und  seine  Geschwister  Doris  und  Hanzi  lebten  mit  den  Großeltern auf einem Bauernhof. Es war das Jahr 1949, ein langes Jahr, in dem die Kinder auf die Rückkehr ihres Vaters warteten.


Ich erzähle eine Geschichte von Menschen, die alle an einem Ort gelebt haben. Die Alten sind mittlerweile gestorben. Die Jüngeren leben zum Teil noch in dem Ort. Viele aber sind ausgewandert. Eines Tages werden sie in alle Himmelsrichtungen zerstreut sein.


Ich danke all jenen wunderbaren Erzählern, die mir geholfen haben, dieses Buch zu schreiben.

 

im Frühling 2010                           Karin Gündisch
 

Über die Autorin: 

 

Karin Gündisch , geboren 1948 in  Heltau/Cisnădie  in  Rumänien,  hat Deutsch  und  Rumänisch  in  Klausenburg/Cluj und Bukarest studiert. Sie arbeitete als Deutschlehrerin in Bukarest, nebenbei war sie Freie Mitarbeiterin bei der rumäniendeutschen Presse, bei Rundfunk und Fernsehen. Die Autorin veröffentlichte Kindergeschichten und arbeitete an Deutschlehrbüchern mit.

 

Seit 1984 lebt sie als freie Schriftstellerin in Deutschland.

 

Für den Band »Lügengeschichten« (Creangă Verlag Bukarest) erhielt Karin Gündisch 1984 den Rumänischen Kinderbuchpreis. Im gleichen Jahr wurde sie für »Geschichten über Astrid«, erschienen bei Beltz & Gelberg in Deutschland, mit dem erstmalig vergebenen Peter-Härtling-Preis  für  Kinderliteratur  ausgezeichnet.  Für  ihre  Aussiedlergeschichten  »Im  Land  der  Schokolade und Bananen«, die auch ins Französische und Japanische übersetzt wurden, bekam sie 1991 den Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats. 2001 erhielt Karin Gündisch ein Literaturstipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg.

 

Außerdem erschienen »Weit, hinter den Wäldern« und »Großvaters Hähne« (1994). »Das Paradies liegt in Amerika« (2000) liegt auch in der amerikanischen Fassung vor, »How I Became an American« (2001) wurde 2002 mit dem amerikanischen Preis „Mildred L. Batchelder Award“ ausgezeichnet.  »Cosmin«  ist  2005  in  der  Reihe  Hanser  bei  dtv  erschienen und wurde übersetzt: ins Kroatische, Slowenische und demnächst auch ins Ungarische und Rumänische. »Lilli findet einen Zwilling« gab der Sauerländer Verlag 2007 heraus.


Die  Geschichten  von  Karin  Gündisch  sind  in  vielen  Schulbüchern zu finden. »Weit, hinter den Wäldern« wurde auf der Auswahlliste zum Zürcher Kinderliteratur preis „La vache qui lit“, 1989, platziert.


»Geschichten über Astrid« wurde 2009 im Schiller Verlag neu aufgelegt.

 

zum Autorenportrait von Astrid van Nahl, erschienen bei www.alliteratus.com

 

zur Rezension von Michaela Nowotnick

 

zur Rezension von Rudolf van Nahl, erschienen bei www.alliteratus.com

 

 Blick ins Buch

 

Von Karin Gündisch im Schiller Verlag ebenfalls erschienen:

 

 Geschichten über Astrid

 

 

 

 


 

Bettina Schuller: TRANSSYLVANIEN - Spielplatz der Gedanken


ISBN 978-3-941271-38-8

Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 39 Lei / 9,95 EUR


jetzt bestellen...



173 Seiten, fest gebunden, s/w Abbildungen, Schiller Verlag 2010   früher: 16,00 EUR / 59,00 Lei   jetzt nur noch: 9,95 EUR / 39,00 Lei   Transsylvanien – Siebenbürgen Seiner bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts begegnen wir in Bettina Schullers Erzählungen:   Die glücklichen Jahre der Kindheit in einer großbürgerlichen Welt der Siebenbürger Deutschen.   Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten veränderte sich Leben und Schreiben jäh. Es entstanden Erzählungen, die nur verschlüsselt die Zensur der ›Securitate‹ überleben konnten.   Der dritte Teil des Buches entstand in der Emigration im beklemmend fremden Deutschland und nach Besuchen im neuen Leben in Rumänien nach der Wende.   BETTINA SCHULLER, die einst mit den Bänden »Eine Mäusegeschichte«, »Die  tägliche  Straße«  (1966  und  1969,  beide  Bukarest), mit Bühnen stücken und mit essayistischen Texten  von sich reden machte, hat es nicht mit jener von Thomas Mann apostrophierten »epischen Stiernackigkeit« der so genannten großen Formen der  Literatur:    Ihre  Stärke  liegt  vielmehr  in der quasi nebenbei notierten, oft aphoristisch zugeschliffenen, inhaltlich immer unkonventionell verlaufenden Prosa, wobei ihr im Sinne ästhetischer Handwerklichkeit schöne, das heißt im Einzelnen klare, im Ganzen ausgewogene, reife Sprachgebilde gelingen. Ihre Prosa ist unpathetisch, zuweilen meditativ, nach Sujet und Laune spritzig.   Hans Bergel    Blick ins Buch       Rezension von Ingmar Brandsch, ADZ am 04.12.2012: Lebenserfahrungen einer sensiblen kritischen Zeitzeugin in Ost und West   Der beziehungsreiche Titel „Transsylvanien Spielplatz der Gedanken“ weist auf die souveräne Lockerheit Bettina Schullers hin, mit der sie es versteht, wesentliche Aspekte der Ost-West-Thematik aus dem Korsett der Kalten-Krieg-Auseinandersetzung in allgemein menschliche Befindlichkeiten in den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen zu überführen. Bis zu ihrer Spätaussiedlung in die Bundesrepublik 1976 (mit 47 Jahren) hatte die 1929 Geborene bereits zwei Gesellschaftssysteme erlebt. Die inzwischen erwachsene 19-jährige Bettina Schuller musste die kommunistische Diktatur 28 Jahre lang am eigenen Leibe erfahren. Dabei kam sie noch relativ glimpflich davon, weil dank ihrer Intelligenz ihre grundsätzliche Kritik am Gegebenen oft ironisch so verpackt war, dass selbst ihre Vorgesetzten es hinnehmen konnten. So äußerte sie als Deutschlehrerin zu den seltenen Bananenverkäufen, dass sie sich diese als Mutter nicht leisten könnte, weil das stundenlange Anstehen dafür ihr den ganzen Tag verderben würde, den sie lieber ihren Kindern widmen wollte. Nach dem Abitur studierte Bettina Schuller Psychologie und Pädagogik in Klausenburg/Cluj-Napoca, um dann von 1953-1976 als Deutschlehrerin – sie hatte noch einen Lehrgang als Deutschlehrerin absolviert – mit einer Unterbrechung von 2 Jahren als Dramaturgin an der deutschen Theaterabteilung in Hermannstadt tätig zu sein. Die meiste Zeit ihrer Lehrertätigkeit hat sie in Kronstadt/Brasov ausgeübt und da wiederum überwiegend an der Kronstädter Vorortschule Nr. 14 in Bartholomä/Bartolomeu einem sozialen Brennpunkt. Hier in den schwierigen Bedingungen am Rande der Großstadt, hat Bettina Schuller es geschafft, durch ihren unkonventionellen kreativorientierten Deutschunterricht eine ganze Reihe für die rumäniendeutsche Kultur wichtigen Persönlichkeiten heranzubilden, die ohne ihr Dazutun höchstwahrscheinlich unentdeckt geblieben wären, da ihre Begabungen nicht gefördert und gefordert worden wären. Dazu zählt die auch im Westen bekannte Lyrikerin und Prosaautorin Carmen Elisabeth Puchianu – heute Lehrstuhlinhaberin für Germanistik/Anglistik an der Transsilvania Universität Kronstadt/Brasov – wie auch der ebenfalls in der alten Heimat und auch in der Bundesrepublik in Fachkreisen bekannte und mitunter auch umstrittene Historiker Klaus Popa, sowie der Journalist Hans Butmaloiu – und Deutschlehrerin Sabine Morres, ebenfalls noch in der alten Heimat in Kronstadt tätig. Ihr kreativer Deutschunterricht, in dem auch Texte szenisch umgesetzt wurden, um dann von den Schülern innerhalb der Deutschstunden aufgeführt zu werden, sollte ihr dann später in ihrer Tätigkeit als Dramaturgin in Hermannstadt zugutekommen. Sie dramatisierte selbst auch Grimm-Märchen. Auch ihre erste Veröffentlichung „Eine Mäusegeschichte“, Bukarest 1966, verdankt ihre Entstehung ihrer Arbeit und Erfahrung als Deutschlehrerin. Ihr zweiter in Rumänien erschienener Prosaband, „Die tägliche Straße“, Bukarest 1966, ist eine Auseinandersetzung mit ihrem Alltagsleben als Deutschlehrerin in Kronstadt-Bartholomä. Ihre über zwei Kilometer entfernte Schule erreichte Bettina Schuller, die mitten im Zentrum Kronstadts geschichtsträchtig am Rathausplatz hinter der Schwarzen Kirche wohnte, meist zu Fuß, wobei sie sich nicht nur Gedanken über den Unterricht machte, sondern auch ihren eigenen Alltag so wie den Alltag im Allgemeinen im rumänischen Ostblocksozialismus. Bettina Schuller vergisst dabei nie, dass sie auch das große Glück hatte, von Haus aus einer typisch siebenbürgisch-sächsischen bildungsbürgerlichen Familie zu entstammen.Ihr Vater war ein brillanter Rechtsanwalt, der es über seine beruflichen Erfolge zu Wohlstand und Ansehen gebracht hatte, und ihre Mutter hatte musikalische Studien auch in Deutschland absolviert. Nicht nur die deutsche Sprache wurde in ihrem Elternhaus gepflegt, auch die rumänische wie auch die ungarische Sprache wurden vor allem von ihrem Vater beachtet. Auch das Kunstverständnis und der Kunstgenuss war in ihrer Großfamilie schon fast ein Selbstverständnis.   Fortsetzung vom 10.12.2012:   Kein Wunder, dass Bettina Schuller, die schon als Kind sehr aufgeweckt war, erfahrungsfreudig wie alle Kinder, aber auch schlagfertig – wie leider nicht allzu viele Kinder, da die meisten Kinder in Siebenbürgen oft streng erzogen werden – in diesem Elternhaus ihre kecke, meist genauso anzügliche wie humoristische Ader ungehindert entwickeln konnte. Von ihrem Vater, zu dem sie ein besonders enges Verhältnis hatte, wurde sie dabei noch ermuntert. Ebenfalls kein Wunder ist aus diesem Grunde auch, dass eine der schönsten und auch poetischsten Geschichten diesem innigen Vater-Tochter-Verhältnis gewidmet ist.  In der Erinnerung „Die Sonne und ich“ ruft Bettina Schuller Bilder aus den Zeiten ihrer Sommeraufenthalte am Schwarzen Meer,  in Costineşti zwischen dem 5. und 11. Lebensjahr in ihr Gedächtnis. Da verbrachte Bettina Schullers Familie in dieser Zeit regelmäßig ihre Sommerfrische.Hier schließt das äußerst sensible Stadtkind mitten auf dem Lande, am Rande des Meeres, eine einmalige unglaubliche Partnerschaft mit der Sommersonne der Urlaubszeit, der Freizeit, der Freiheit allgemein. Eine Sonnenstraße kam haargenau zu den Füßen des Mädchens und bewies ihm, dass goldenes Glück zielgenau in den grauen Alltag zu finden vermag, wenn man nur die nötige Sensibilität der Wahrnehmung dafür aufbringt, dies einmalige Geschenk zu erkennen und anzunehmen.  Eine ganz andere Erinnerung von fast tragischer Abgründigkeit beinhaltet die schon beinahe zynisch übertitelte Geschichte „Das beliebte Spiel“.Dies beliebte Spiel ist nichts anderes als das hemdsärmelige, derb handgreifliche Schinkenklopfen. Ein niederkniender Spieler legt seinen Kopf in den Schoß eines Sitzenden und reckt dabei seinen Allerwertesten in die Höhe, sodass kräftig auf diesen gehauen werden kann. Dieser an Herta Müllers und Theresa Moras, um nur zwei bekannte, ebenfalls aus Osteuropa (Rumänien und Ungarn) stammende erfolgreiche Autorinnen der Bundesrepublik zu nennen, wie auch an Gerhard Roths, des Österreichers Schilderungen, der mitunter hemmungslosen Grausamkeiten in verschworenen Dorfkollektiven erinnernde Text ist die vielleicht intensivste Prosa überhaupt, die Bettina Schuller bis jetzt über die Einmaligkeit und Gefährdung des Individuums in Situationen kollektiver Vereinnahmung verfasst hat. Ihr Vater wird in dieser Erzählung, gerade auch wegen seiner intellektuellen rechtsanwaltschaftlichen Brillanz, seiner weltmännischen Eleganz und seiner geistigen Großzügigkeit gegenüber auch von Sonderbarkeiten und Überraschungen Jugendlicher und Außenseiter zum unbewussten intellektuellen Provokateur in einer sonst recht behäbigen, biederen ganz und gar mittelmäßigen Geborgenheit einer im Konventionellen verwurzelten Gemeinschaft. Er wird zum tragisch-ironischen Symbol der Freiheit, ja gewissermaßen ihr auch Schmerzen ertragender Fackelträger, denn schon seine Art, sich zu geben, seine einfache Existenz ist für unbedarfte Biedermänner schlichtweg ein Ärgernis. Er wird zum Risiko und zum Provokateur, denn wenn man sich mit ihm geistig messen müsste, müsste man sich in Frage stellen. Und das will man natürlich nicht, und um dies zu vermeiden, ist einem jedes Mittel der Ausgrenzung recht. Kein Wunder auch, dass am Schluss dieses dramatischen Prosatextes – fast schon anzusiedeln in die Problematik des Psychoterrors eines Stephen Kings, der Hinweis erfolgt, dass dem gutgläubigen, schicksalsergebenen, immer fairen und sich für seine Familie und Freunde aufopfernden Vater auch die Russlanddeportation zur Zwangswiederaufarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg nicht erspart bleibt. Eine ebenfalls abgründige Geschichte ist „Eine wichtige Erfahrung (Brief an die Enkelin.)“ Hier werden ihren Großeltern die Möbel gepfändet. Ihr Großvater ist ein höchstgebildeter und erzgescheiter Mann, der Werke im Original in einigen Sprachen lesen kann. Aber er ist zu gewissenhaft gebildet, sodass er meint, als Buchhändler um die Bildung seiner Landsleute besorgt, diesen nur niveauvolle Bücher verkaufen zu dürfen, wie beispielsweise Oswald Spenglers Zeitgeistbestseller „Der Untergang des Abendlandes“. Von diesem Titel gelingt es ihm gerade mal drei Exem...

 

Liliana Popa: Oamenii si carti in Sibiul de altadata


ISBN 978-3-941271-37-1

Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 40 Lei / 17,90 EUR


jetzt bestellen...



Tipografi si tiparnite, bibliofili si biblioteci, librari si librarii in marturii documentare 

 

in rumänischer Sprache mit einem Vorwort von Dr. Constantin Ittu und einem dt. Abstrakt von Dr. Wolfram Theilemann, 375 Seiten, broschiert, Schiller Verlag 2010

 

Die als Resümee jahrelanger Detailforschung einer der ausgewiesensten Hermannstädter Stadt- und Kirchenarchivarinnen angelegte Arbeit enthält zum einen wohlrecherchierte und umfassende Daten zur allgemeinen Buch- und Buchdruckereigeschichte der siebenbürgisch-sächsischen Verwaltungs- und Kulturhauptstadt zwischen 1525 und 1948. Zum anderen unternimmt die Autorin eine grundlegende Synthese der bisher von ihr erarbeiteten Studien zu Einzelaspekten der siebenbürgischen Buchgeschichte, die an verschiedenen Stellen veröffentlicht worden sind.


Der Hauptakzent liegt gemäß Relevanz der Personen und Reichweite ihrer Tätigkeiten hauptsächlich auf den Buchdruckerfamilien Barth und v. Hochmeister im 18. Jahrhundert. Petrus Barth, das dritte Mitglied der berühmten Buchdruckerfamilie, führte in seiner Zeit die erfolgreichste Buchdruckerei für rumänischsprachige Bücher überhaupt.


Die Studie untersucht weiterhin den Schleichhandel mit rumänischsprachigen Büchern aus der Walachei in die österreichische Monarchie bzw. weiter nach Westen und – als Kontrapunkt – die Tätigkeit des weiten Kolporteurnetzes jener Epoche, das die Buchprodukte des Hermannstädter Transferzentrums wiederum bis in entlegenste Gemeinden Siebenbürgens lieferte.


Die Autorin bietet abschließend einen faszinierenden Überblick über das kulturelle Leben im multiethnischen Hermannstadt des 18. Jahrhunderts, die wichtigsten Privatbibliotheken und deren Schicksale, sowie zur Tätigkeit der 1778 und 1779 als erste auf dem Gebiet des heutigen Rumänien gegründeten Buchhandlungen. Dabei werden insbesondere die mannigfaltigen Verbindungen zu West- und Zentraleuropa anhand der in den Buchhandlungen und Privatbibliotheken dokumentierbaren Lesestoffe aufgewiesen.


Im Anhang legt die Autorin die vollständige Wiedergabe eines 1792 aus Anlass des Bankrotts der zweiten Hermannstädter Buchhandlung zustandegekommenen Geschäftsinventars vor. Es enthält ca. 4800 Eintragungen mit ca. 3400 Buchtiteln, die in rund 100 Druckorten in den heutigen Ländern Deutschland, Österreich, Ungarn, Dänemark, Polen, Tschechien, Gro߬britannien, Frankreich usw. erschienen waren und direkt von der damals maßgeblichen Buchmesse in Leipzig besorgt worden waren. Damit wird zugleich bislang kaum bekanntes Quellenmaterial für künftige Forschungen zugänglich gemacht.


Dr. Wolfram G. Theilemann

 

 

Cei care se aşteaptă ca prin lectura cărţii de faţă să fie conduşi pe un făgaş îngust care priveşte doar evoluţia tiparului în oraşul de pe Cibin au plăcuta surpriză de a găsi un tablou mai cuprinzător al vieţii spirituale şi politice a societăţii. Cercetătoarea Liliana Popa a studiat variate documente din Arhivele Naţionale Sibiu şi de la Arhiva Centrală a Bisericii Evanghelice C. A. din România, începând cu acte ale Magistratului Sibiu, acte de partaj, memorii ale tipografilor adresate autorităţilor, scrisori, cataloage ale librăriilor şi terminând cu cărţile păstrate până astăzi din librăriile vremii. A rezultat astfel o lucrare bine documentată prin surse în primul rând primare.


Este uşor de intuit că în spatele textului logic structurat şi concis se ascund ani întregi de muncă pentru identificarea, transcrierea, traducerea şi interpretarea unor documente elocvente şi pentru coroborarea informaţiilor astfel obţinute cu cele furnizate de literatura de specialitate. Prin filele cărţii răzbate profesionalismul omului de arhivă, dar şi bucuria de a fi descoperit date şi conexiuni noi.

 

Martin Bottesch

 


Un scris îmbelşugat, unul bazat pe mărturii documentare, ce ne plimbă din lumea tiparniţelor şi a tipografilor, în universul cărţilor, apoi din ambientul bibliotecilor – a căror existenţă pare de neconceput fără bibliofili – în cel al librăriilor şi al librarilor. Scrisul acesta ne invită nu doar la lectură, ci şi la o dublă călătorie: una pe orizontală, pe domenii, pe subdomenii şi pe felii de timpuri, iar o alta, pe verticala secolelor. […] Oameni şi cărţi în Sibiul de altădată este o scriere pentru minte, inimă şi ... istoria cărţilor, una nu doar binevenită, ci şi necesară în peisajul cultural sibian.

 

Dr. C. Ittu

 

 


 

Anselm Roth: Postkartenset Siebenbürgen


37729

Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 10 Lei / 5 EUR


jetzt bestellen...



10 Postkarten aus Siebenbürgen, farbig, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
 

Eine Auswahl aus folgenden lieferbaren Motiven:
 

1 Dächer der Unterstadt Sibiu
2 Bäuerinnen in Sambata de Sus        
3 Autoreparatur in der Altstadt Sibiu
4 Lügenbrücke Sibiu
5 Birthälmer Kirchenburg
6 Hühnchen essender Bauer in Mühlbach  
7 Landschaft bei Mühlbach        
8 In einer Kneipe in Fogarasch       
9 Büffel bei Baassen
10 Kleiner Ring Hermannstadt
11 Wohnblock in Hermannstadt
12 Strada Turnului Hermannstadt
13 Ev. Kirche Hermannstadt
14 Teusch Haus / Büchercafe Erasmus Hermannstadt
15 Schatzkästlein Hermannstadt
16 Kanzel der Katholischen Kirche Hermannstadt
17 Großer Ring Hermannstadt
18 Tanzende Sachsen beim Sachsentreffen in Birthälm
19 Mediasch Kirchenkastell    
20 Orthodoxe Kathedrale Hermannstadt
21 Mittelschiff der Katholischen Kirche Hermannstadt
22 Altar der Margarethenkirche in Mediasch

 

Bitte geben Sie bei der Bestellung unter Bemerkungen an, wenn Sie bestimmte Motive wünschen.

Das Postkartenset wird versandkostenfrei geliefert.

 


 

Wilhelm Andreas Baumgärtner: Der vergessene Weg


ISBN 978-3-941271-36-4

Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 59 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



Wie die Sachsen nach Siebenbürgen kamen...

 

 

Teil 1 der Sachsen-Geschichte von W.A. Baumärtner 

 

189 Seiten, fest gebunden, zahlreiche s/w Abbildungen, Schiller Verlag 2010

 

erweiterte und verbesserte Neuauflage 

 

Wieso  die  Siebenbürger  Sachsen  überhaupt  in  Siebenbürgen  sind,  ist  ein  historisches  Rätsel,  das  bis  heute niemand wirklich gelöst hat. Es gibt zwar viele Theorien darüber,  wie  diese  deutschen  Kolonisten  im  Mittelalter  in  das Gebiet im Karpatenbogen geraten sind, aber wirkliche Beweise hat bisher keiner präsentieren können. So sind im Laufe der Zeit die widersprüchlichsten Hypothesen entstanden, die eines alle gemeinsam haben: Es fehlt der Beweis.

 

Immer  wieder  haben  Autoren  behauptet,  eine  Lösung  gefunden zu haben. Und wenn es einer der Theorien gelang, ins öffentliche Bewusstsein vorzudringen, so war der Weg bereitet für eine ungehemmte Legendenbildung. Die Hypothese, dass der ungarische König Geisa II. aus sicherheitspolitischen und zivilisatorischen Gründen im 12. Jahrhundert deutsche Siedler von Rhein und Mosel nach Siebenbürgen geholt hat, gehört zu diesen Legenden, die durch ihre notorische Wiederholung inzwischen einen Wahrheitsanspruch erhebt.

 

Doch  es  ist  Aufgabe  der  Geschichtsschreibung,  ganz  genau  zwischen  Realität  und  Legende  zu  unterscheiden.  Wie ihr das auch gelungen ist, möchten wir mit einem Überblick über die vielfältige und trotz fehlender Beweise faszinierende Forschung  der  vergangenen  Jahre  bis  zur  Gegenwart  zeigen. Tatsache ist, dass es verschiedene deutsche Kolonistengruppen von  unterschiedlicher  Herkunft  gegeben  hat,  die  sich  zu  bestimmten Zeiten unter besonderen historischen Bedingungen im Karpatenbecken angesiedelt haben.

Über den Autor:

 

Wilhelm Andreas Baumgärtner wurde 1952 in Hermannstadt geboren. Nachdem er das Brukenthal-Gymnasium in seiner Heimatstadt absolviert hatte, studierte er evangelische Theologie am Vereinigten protestantischen Institut mit Universitätsgrad in Hermannstadt. Doch als ihm und den seinen die Heimat zu eng wurde, wanderten sie 1977, wie so viele andere, nach Deutschland aus.

 

Seine Studien setzt er an der Universität Konstanz in den Fächern Geschichte, Germanistik fort. Nach dem Grundstudium 1980 trieben ihn Erfahrungs- und Erlebnislust zur Universität Erlangen, wo er Neuere Geschichte (unter anderem bei Prof. Helmut Diwald), Osteuropäische Geschichte (bei Prof. Karl-Heinz Ruffmann, Prof. Stöckl) und Germanistik studierte und den Abschluss mit einem Magister Artium (M. A.) erreichte.

 

Seine Berufsjahre begann er mit einer Volontärsausbildung in der Redaktion der „Bietigheimer Zeitung", einem Lokalblatt aus dem Großraum Stuttgart. Hier arbeitete er als Lokal- und Kulturredakteur und war für die erst wöchentlich, dann beinah täglich erscheinende Kulturseite dieser Zeitung verantwortlich. Anschließend wechselte er als Lokalredakteur zur Cannstatter Zeitung. Vom Lokalen-Bereich kam er 1992 in die Redaktion des „Magazins Wirtschaft", dem Publikationsorgan der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und war gleichzeitig auch in deren Presseabteilung tätig.

 

Während der ganzen Zeit arbeitete Wilhelm A. Baumgärtner auch als freier Journalist für die Feuilletons vieler lokaler und regionaler Zeitungen. Es folgten regelmäßige Beiträge, Reportagen, Interviews, Berichte, für das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg, Publikationen in Kunstkatalogen, Essays für die Literaturzeitschrift „Exempla" aus Tübingen, eine Buchveröffentlichung 1988 im Eulen-Verlag, Freiburg i. Br. Das Interesse an historischen Themen war schon immer vorhanden. Publizistisch äußerte sich das in Sonderveröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, heute in dem Schreiben von Büchern.

 

 Blick ins Buch

 

zur Rezension von Ilona Kiss

 

In dieser Reihe ebenfalls erschienen:

 

 Teil 2: Eine Welt im Aufbruch

 

 

 Teil 3: Im Zeichen des Halbmondes

 

Teil 4: In den Fängen derGroßmächte

 

 


 

Anselm Roth, Holger Wermke: Birthälm - Dorf und Kirchenburg (Broschüre)


ISBN 978-973-1932-26-2

Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 9 Lei / 3 EUR


jetzt bestellen...



Broschüre, 16 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
 

ISBN 978-973-1932-26-2
 

 

Der  Alltag  im  Dorf  ist  heutzutage ein ziemlich  gemächlicher.  Vorbei sind  die  Zeiten,  als  Birthälm  ein  be­deutender  Marktflecken  im  sieben­bürgischen  Weinland  war.  Ende  des Mittelalters,  im  Jahre  1510,  haben wohl um die 5000 Menschen im Ort gelebt, also mehr als doppelt so viele wie heute. Dort war ein Sitz des Kö­nigsrichters, und seit 1418 hielt man jeden  Samstag  Markt.  Fast  wäre  das Dörfchen sogar zur Stadt geworden.

 

Die ansprechend gestaltete Broschüre gibt einen guten Überblick über das berühmte siebenbürgische Dorf, das noch bis ins 19. Jahrhundert Bischofssitz der ev. Kirche A.B. war, und seine berühmte Kirchenburg, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

 

Die Broschüre ist neben Deutsch auch in den Sprachen Spanisch, Ungarisch, Französisch, Englisch und Rumänisch lieferbar. (Bitte bei Bestellung die gewünschte Sprache unter Bemerkungen eintragen.)

 

 

 Blick in die Broschüre

 


 

Gabriela Benghia, Adina Serb, Rolf Willaredt: Deutsch Klasse 10


ISBN 978-973-8875-66-1

Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 41 Lei / 10 EUR


jetzt bestellen...



das offizielle Deutschbuch für die 10. Klasse

272 Seiten, broschiert, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag 2010

 

Dieses Lehrbuch entspricht den Inhalten und den Aufgabenstellungen nach dem Lehrplan für "Deutsch als Muttersprache" in Rumänien aus dem Jahre 2009.

 

aus der ADZ vom 15.4.2010:

 

Deutschlehrbuch für die 10. Klasse vorgestellt / Von Raluca Nelepcu

 

Drei Jahre lang haben sie hart gearbeitet, nun lässt sich das Ergebnis ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit sehen: Acht Autorinnen und Autoren haben das Deutschlehrbuch der 10. Klasse für Schulen mit Unterricht in deutscher Muttersprache gestaltet - dieses wird demnächst im Unterricht angewandt werden können. Finanziert wurde das Lehrbuch aus Mitteln der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).

 

Vor Kurzem lud Dr. Rolf Willaredt, Fachberater für Deutsch und Deutschsprachigen Fachunterricht seitens der ZfA, nach Temeswar/Timisoara, zur offiziellen Vorstellung des Deutschlehrbuchs für die 10. Klasse. Zu dem Ereignis kamen Schulleiter und Deutschlehrer aus den Verwaltungskreisen Temesch/Timis, Arad und Karasch-Severin/Caras-Severin. Anwesend waren auch Christiane Cosmatu vom rumänischen Bildungsministerium in Bukarest und Viorica Rosu, Inspektorin für Deutsch im Kreis Temesch.

 

Dr. Rolf Willaredt präsentierte das Deutschlehrbuch der 10. Klasse für Schulen mit Unterricht in der Muttersprache Deutsch. 6000 Euro („relativ wenig für ein Lehrbuch“, so Rolf Willaredt) kostete das Buch, ohne die notwendigen Seminare für das Autorenteam. Die Lehrer, die das Deutschbuch erarbeitet haben, stammen vom AMG-Lyzeum in Arad (Gabriela Benghia, Martin Schwägerl und Adina [erb), vom Nikolaus-Lenau-Lyzeum in Temeswar (Magdalena Balogh, Elisabeth Brãdiceanu-Persem und Astrid Otiman) sowie vom Pädagogischen „C.D.Loga“-Lyzeum in Karansebesch (Gabriela-Simona Mateiu). Das Projekt koordinierte Dr. Rolf Willaredt.

 

„Leben, gestalten, verantworten“ ist das Motto des Lehrbuchs. Und gerade das sollen die Inhalte des Buchs den Schülern vermitteln. Sprachkompetenz, Sozialkompetenzen, Europakompetenz, Geschichtsbewusstsein und Medienkompetenz können sich die Schüler, die das Lehrbuch benutzen werden, aneignen. Das Buch entspricht den Inhalten und Aufgabenstellungen des rumänischen Lehrplans. „Beim Gestalten des Lehrbuchs haben wir die Interessen der Schüler in Betracht gezogen“, sagte Rolf Willaredt. Bisher mussten sich die Deutschlehrer, die bei Lyzeumsklassen unterrichteten, das gesamte für den Unterricht notwendige Material kopieren. „Es war ein unglaublicher Aufwand, sich den gesamten Unterrichtsstoff zu besorgen. Vor allem junge Lehrer hatten es diesbezüglich besonders schwer“, sagte Dorothea Buzarin, Deutschlehrerin am Banater Kolleg in Temeswar.

 

Das Lehrbuch für Klasse 10 ist in acht Kapitel aufgeteilt. Literarische Texte und Textauszüge sowie Sachtexte sind darin enthalten. Auszüge aus der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien“ wurden ebenfalls in Betracht gezogen. Zu jedem Text gibt es Aufgaben, unter anderen werden die Schüler aufgefordert, die Themen selbstständig zu vertiefen. Obwohl laut Lehrplan die Grammatikfragen bis zur 10. Klasse fast komplett beantwortet sein sollten, wurden trotzdem einige Grammatikaufgaben in das Buch aufgenommen. Auch im Anhang des Lehrbuchs gibt es spezielle Grammatikübungen und Nachschlagemöglichkeiten. Besonderes Augenmerk gilt der rumäniendeutschen Literatur.

 

Das Lehrbuch der Klasse 10 folgt dem Lehrbuch der 8. Klasse, das „von vielen Lehrern als zu kompliziert betrachtet wurde“, so Dr. Willaredt. „Auch das Lehrbuch der achten Klasse ist lehrplangemäß erarbeitet worden, leider hatte es keine richtige Einführung“, fuhr der Fachberater fort. Im Herbst soll ein Seminar organisiert werden, das als Einführung in das Lehrbuch der 10. Klasse gedacht ist.

 


 

Dr. Robert Offner (Hg.): Paulus Kyr - Die Gesundheit ist ein köstlich Ding


ISBN 978-3-941271-33-3

Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 39 Lei / 9,95 EUR


jetzt bestellen...



Ein ins Deutsche, Rumänische und Ungarische übersetzter undmit zeitgenössischen Bildern versehener und kommentierter Nachdruck des Gesundheitslehrbuches des Kronstädter Arztes Paulus Kyr     ISBN 978-3-941271-33-3   383 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen, fest gebunden, Schiller Verlag, Hermannstadt/Bonn, 2010   früher: 75,00 Lei / 19,00 jetzt nur noch: 39,00 Lei / 9,95 Euro    lat. Originaltitel:   Sanitatis studium ad imitationem aphorismorum compositum.Item, alimentorum uires breuiter et ordine alphabetico positae.Autore Paulo Kyr medico.Corona 1551     Herausgegeben von Dr. Robert Offner unter Mitwirkung von László András Magyar und Konrad Goehl   Die gsundheit ist ein koestlich ding / Dem menschen allbereit / Dieselb wirt offt geachtet ring / Und ubel angeleit.« – So lautet ein alter Badechoral, der im späten Mittelalter vermutlich in vielen Bädern gesungen wurde. Lieder und Musik dienten ebenso wie Speis und Trank, die Behandlung durch den Bader, Kartenspiel und erotische Freizügigkeit zu den Vergnügungen des gesunden wie auch des Heilung suchenden Volkes. Der Wunsch nach Gesundheit und Wohlergehen, Schönheit und ewiger Jugend dürfte nämlich wie die Angst vor Krankheiten und Seuchen so alt wie die Menschheit sein. Die Gesundheit zählt unverändert zu den kostbarsten Gütern der Welt.   Wie gingen unsere Vorfahren mit Themen wie Gesundheitsvorsorge, Hygiene, Essen und Trinken vor Jahrhunderten um? Wie lebten, liebten und ernährten sich die Menschen im Karpatenbogen vor einem halben Jahrtausend? Welche Gesundheitslehren prägten die verschiedenen sozialen Schichten? Und welcher Glaube und Aberglaube beziehungsweise Mythen und Traditionen, nicht zuletzt Aderlaßkalender und Kräuterbücher beeinflußten tiefgreifend das Leben der Menschen in dieser Region Europas? Auf der Suche nach authentischen Antworten auf solche Fragen kann dem heutigen Leser das neu veröffentlichte Gesundheitslehrbuch des Kronstädter Stadtarztes Paulus Kyr aus dem Jahr 1551 äußerst hilfreich sein. Von dieser bibliophilen Rarität sind vermutlich nur noch drei schwer zugängliche Exemplare überliefert. Infolgedessen ist das Büchlein für die Allgemeinheit weitgehend unbekannt geblieben und im internationalen Schrifttum so gut wie nie rezipiert worden, obwohl es dies in hohem Grad verdient hätte. Daraus resultierte der Entschluß zu einer Neuausgabe des Buches, die einen optimalen Zugang zu diesem Werk ermöglichen soll. Der Herausgeber hielt es für sinnvoll, neben den Abdruck des lateinischen Textes die Übersetzungen in die traditionellen Volkssprachen Siebenbürgens zu stellen.Robert Offner, im Januar 2010    Blick ins Buch Rezension von András F. Balogh, ADZ vom 17.04.2010:   Die Wohlfühlwochenenden sind bereits „im dunklen Mittelalter“ entdeckt worden: Wer das nicht glaubt, soll einen Blick auf den Umschlag des neuesten Buchs von Robert Offner werfen, der in einem 380 Seiten starken Band das Gesundheitslehrbuch des Kronstädter Arztes Paulus Kyr aus dem Jahr 1551 auf Latein, Deutsch, Rumänisch und Ungarisch neu aufgelegt hat. Auf dem Buchdeckel baden lustige Paare in einem Badehaus, sie sitzen in großen Badewannen, Essen wird aufgetischt, ein Musiker spielt auf und die Vertreter der weltlichen und geistlichen Macht, ein Prälat und ein Herzog passen auf die guten Sitten der nackten Paare – vergebens – auf, denn unmissverständliche und unsittliche Handgreifungen sind auch zu sehen.   Blättert man im Buch weiter, bzw. wenn man den Hinterdeckel genauer unter die Lupe nimmt, so wird man des alten lateinischen Sprichworts gewahr: Sic transit gloria mundi, so vergeht der Ruhm der Welt, denn nach den schönen kommen die kargen Zeiten. Auf dem abgebildeten lateinischen Originaldruck sind solche Wörter zu lesen wie purgatio (Reinigung durch Stuhlgang), inflammatio (Entzündung), vomitus (Erbrechen), apoplexia (Schlaganfall) und schließlich paralysis. Wer diese Übel vermeiden möchte, soll die Ratschläge des Herrn Kyr genauestens befolgen.   Dem selbst- und gesundheitsbewussten Patienten aus Kronstadt und aus den Siebenbürgischen Ländern durfte der erste Schritt bei der Befolgung der Ratschläge wohl nicht schwer gefallen sein: Das Badehaus lockte – vor allem dann, wenn koeduzierter Badegang angesagt war. Die Befolgung des zweiten Ratschlags – der fast obligate und im Falle von allen Krankheiten applizierte Aderlass – machte aber Schluss mit lustig: Leberader, Milzader, Achselhöhlenvene, Königsvene, Schulterader, Stirnader, Gemeinader, Schwarzader, Mutterader wurden aufgeschnitten (S. 140) – je nachdem, welche ungute Füllung des Körpers durch die „Barbaren“ (S. 144) diagnostiziert worden ist. Die Barbaren, in der damaligen medizinischen Hochburg, im italienischen Salerno ausgebildete Ärzte, waren sonst biedere Leute, nur dann griffen sie zum trockenen oder im Ernstfall zum nassen Cucurbitula, zum Schröpfkopf, wenn der Aderlass keine Besserung bewirkte und noch effizienter Blut abgesaugt werden musste. Die Blutegel lassen wir dann aus dieser Rezension aus, sonst würde der geneigte Leser diese Zeilen nicht mehr weiter verfolgen können.   Nach dem Aderlass musste man tatsächlich essen, sonst hätte Kronstadt das 17. Jahrhundert nicht erlebt. Herr Kyr empfiehlt den auf die bösen, dicken Körpersäfte achtenden Lesern von Hoedin (Zickleinfleisch) bis Trüffeln, von Drosseln bis Turteltauben, von Johannisbrotfrüchten bis Pinienkern, von Kichererbsen bis Honigwein so ziemlich alles, was östlicher Luxus und westliche Zielstrebigkeit an Essen und Trinken zusammenzubringen vermochte.   Das Buch lässt die heutigen Leser in diesen Höhen und Tiefen der ärztlichen Behandlung und der Genesung nicht allein: Der Lebensweg des Stadtarztes wird beschrieben, das Gesundheitsbuch wird wissenschaftlich aus heutiger Sicht analysiert, und das medizinische Schrifttum der Zeit wird Revue passiert. Die Übersetzung des lateinischen Textes in die drei Sprachen Siebenbürgens ist eine beachtliche philologische Leistung, die in allen Sprachen mit einer solchen Leichtigkeit gemacht wurde, dass man das Blutvergießen während der Lektüre beinahe vergisst. Rezension von Elena Stoica, Hermannstädter Zeitung, vom 23.04.2010:   Dreisprachige Heilkunde - Medizinisches Lehrbuch neu aufgelegt   Die Neuaflage des Buches des Kronstädter Stadtarztes Paulus Kyr von 1551, „Die Gesundheit ist ein köstlich Ding“, wurde am Samstag im Erasmus-Büchercafé vom Herausgeber Robert Offner vorgestellt. Aktuelle Anmerkungen, Ratschläge, Schwarz-Weiß-Abbildungen sowie ein alphabethisches Verzeichnis von 208 der bekanntesten Lebensmittel jener Zeit  vermitteln dem wissbegierigen Leser einen Einblick in die Lebensführung und Denkweise im Siebenbürgen des 16. Jahrhunderts. Das Buch enthält die lateinische Originalverfassung und die Übersetzungen in drei Sprachen – Deutsch, Rumänisch und Ungarisch.        Man hat es einfach heutzutage. Gegen Schmerzen allerlei nimmt man einfach Analgetika ein, die meisten von uns finden es nicht nötig, den Arzt mal danach zu fragen. Wir kümmern uns selbst darum. Wichtig ist: Schmerz wird gelindert, die Ursache scheint uns nicht mehr so sehr zu interessieren.   Anders war die Einstellung der Menschen im 16. Jahrhundert. Von Prävention ist immer gepredigt worden, in Siebenbürgen schriftlich sogar schon seit fast 460 Jahren. Die gesunde Lebensführung ist die Kernaussage des Gesundheitslehrbuches, das  im Jahre 1551 zum ersten Mal vom Stadtarzt Paulus Kyr für die Honterusgemeinde in Kronstadt veröffentlicht wurde. „Die Gesundheit ist ein köstlich Ding“ oder,  in seiner Zeit, „Sanitatis studium ad imitationem aphorismorum compositum item, alimentorum uires breuiter et ordine alphabetico positae“, gilt als erstes gedrucktes medizinisches Buch Siebenbürgens, so der Philologe und Medizinhistoriker László András Magyar in einem der drei einleitenden Beiträge, die in der neu herausgegebenen Auflage zu lesen sind.   Das Büchlein war laut Widmung für die Schüler des evangelischen Gymnasiums gedacht: „Paulus Kyr wünscht der studierenden Jugend von Kronstadt Heil und Wohlfahrt“. Durch seine Komplexität und die zahlreichen Anweisungen,  galt das im Lateinischen verfassten Schulbuch, trotz der hilfreichen Ratschläge, zu seiner Zeit als eher exklusiv. Viele Beispiele konnten wohl nur von denjenigen verstanden werden, die mit der klassischen Diätetik wie z. B. der Viersäfte-Lehre vertraut waren. Dieser medizinphilologischen Theorie nach, bestehe die Welt aus vier Elementen, Erde, Wasser, Feuer und Luft, deren je ein „Saft“ im Organismus entspreche. Was Kyr eigentlich in seinem Lehrbuch analysiert, sind „die nicht natürlichen Verrichtungen“, die den Gesundheitzustand jedes Menschen beeinflussen. Es gäbe also sechs Verrichtungen – Luft, Speise und Trank, Bewegung und Ruhe, Schlafen und Wachen, Ausleerung und Anfüllung (des Leibes) und die Gemütsverfassungen – die man beachten müsse, sowohl um Krankeiten zu vermeiden als auch um einen gesunden Geist in einem gesunden Körper zu haben.   Die präzisen Erklärungen in Bezug auf die Funktionen der menschlichen Organe infolge verschiedener chirurgischer oder pflanzlicher Behandlungen geben dem Leser den Eindruck, dass er als Studierender dem Lehrer Paulus Kyr in einer Aula  des 16. Jahrunderts zuhört. Auch  bekommt man Einblick in die Praktiken der Zeit bei der Entleerung von den „bösen Säften“ mit Hilfe empirischer Methoden wie u.a. Aderlass, Schröpfkopf, Erbrechen oder Stuhlausscheidung.      Manche Empfehlungen mögen von modernen Lesern als banal oder selbstverständlich empfunden werden. Es gibt trotzdem in dem Buch Aussagen, deren Aktualität unumstritten ist. Tägliche Spaziergänge, Übungstätigkeit vor und nach einem Mahl, häufige Bäder, vorsichtige Kombinationen von Lebensmitteln aber auch die Erkenntnisse über den Einfluss der Gemütsverfassung auf die Le...

 

Jaques Picard: Edit von Coler


ISBN 978-3-941271-31-9

Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 29 Lei / 7,95 EUR


jetzt bestellen...



Als Nazi-Agentin in Bukarest mit einem Vorwort von Paul Milata   ISBN 978-3-941271-31-9   230 Seiten, fest gebunden, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2010 früher: 55 Lei / 15,00 EUR jetzt nur noch: 29 Lei / 7,95 Euro    "1938 wussten die Deutschen aus Rumänien nicht, wie ihnen geschah, als Edit von Coler, eine ihnen vollkommen unbekannte Person, innerhalb von 48 Stunden ihre Gleichschaltung an das Reich bewerkstelligte. Wer war von Coler? Das vorliegende Buch beginnt in der avantgardistischen Künstler-Szene Berlins und gleitet in die Wirren des Finnisch-Sowjetischen Krieges; es verführt in die Goldenen Zwanziger Deutschlands und  verfolgt das Abdriften des deutschen Bürgertums in die Fänge des Nationalsozialismus;  es widmet sich ausgiebig der Zeit des Zweiten Weltkrieges.  Herr Picard hat bei dem Versuch, die spärlich geöffnete Türe zur relevanten Vergangenheit der Deutschen in Rumänien aufzustoßen mit einem Schlag einen spannenden Blick auf einen Querschnitt der europäischen Regionen und Epochen ermöglicht."     PAUL MILATA   JACQUES PICARD hat als Gymnasiallehrer 30 Jahre lang in Deutschland gelebt. Er widmete sich seit 1990 der Geschichte der Siebenbürger Sachsen und veröffentlichte das Buch »Les Saxons de Transylvanie«. Picard war seit Ende 2009 Offizier im Orden der Akademischen Palmen, eine der höchsten Auszeichnungen der Republik Frankreich für Verdienste um das französische Bildungswesen.   Jacques Picard ist Anfang März 2010, nur wenige Tage, bevor er das Buch aus der Druckerei zugeschickt bekommen hätte, im Elsaß verstorben. Wir trauern um einen liebenswerten Menschen.     Blick ins Buch Rezensionen: Konrad Wellmann in der Hermannstädter Zeitung vom 09.04.2010   Mata Hari in Rumänien?                Zur Biographie der „Nazi-Agentin“ Edit von Coler   Den Buchumschlag ziert das Porträt einer eleganten, im Stil der 1920er Jahre gekleideten Dame. Die ansprechende Gestaltung des Covers in den Reichsfarben schwarz-weiß-rot (gleichzeitig die der Hakenkreuzflagge!) und der Untertitel „Als Nazi-Agentin in Bukarest“ wecken die Neugier des Lesers. Das im Hermannstädter Schiller-Verlag erschienene Buch des Franzosen Jacques Picard versucht Licht in das Wirken einer geheimnisvollen Akteurin auf der politischen Bühne Rumäniens vor 1939 und nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zu bringen.   Mata Hari ist bis heute der Inbegriff der raffinierten Spionin, die mit ihrer erotischen Ausstrahlung hohen Offizieren militärische Geheimnisse entlockt. Der Name Edit von Coler sagt jedoch den wenigsten etwas. Den Versuch, diese Lücke zu füllen, macht das Buch von Jacques Picard.   Wer war die mysteriöse Unbekannte? Welche Rolle spielte sie in der deutschen und rumänischen Politik? Weshalb gilt sie bis heute als schillernde Persönlichkeit?   Edit von Coler wird 1895 als Edit Heinemann in Berlin geboren. Als Kind konservativer, wohlhabender Eltern hat sie Zugang zu höchsten Kreisen. Im Jahr der Russischen Oktoberrevolution heiratet sie den Oberleutnant Ulrich von Coler, später Oberst der Wehrmacht und der finnischen Armee, bei der er sich im Kampf gegen die Bolschewisten Verdienste erwirbt. Trotz der Geburt der (einzigen) Tochter Jutta (1918) trennt sich das Paar 1922. Hauptgrund ist der schwerreiche Geschäftsmann Paul Lohmann, der Edit bis 1930 ein märchenhaftes Leben ermöglicht, das sie zur Gründung einer Yachtschule und zum Erwerb des Kapitänspatents nutzt – als einzige Frau ihrer Zeit. Sie soll auch rechtskonservative Verbände finanziell unterstützt haben. Antrieb ihres Handelns ist die Beseitigung der Folgen des Vertrags von Versailles, der nicht nur in ihren Augen Deutschland zutiefst gedemütigt hat. Schon früh (Mai1931) tritt sie in die NSDAP ein und macht Karriere. Sie wird Dramaturgin beim Staatstheater, vermutlich eine Tarnfunktion, um „Salonspionage“ zu betreiben. Im März 1935 avanciert sie dank ihrer Fremdsprachenkenntnisse zur Auslandspressechefin im Reichsnähramt. Das Interesse an Rumänien wird geweckt durch ihre Vorliebe für rumänische Zigeunermusik!   Das frankophile Rumänien war als Mitglied der „Kleinen Entente“ in den 20er Jahren zur Regionalmacht im Südosten Europas aufgestiegen. Da es für Hitlers Pläne zur Eroberung von „Lebensraum“ in Russland beste Voraussetzungen bot (geopolitische Lage und die weltweit fünftgrößten Erdölvorkommen), versucht Deutschland dieses Land „friedlich“ zu erobern. Dafür scheint eine so kluge, gewandte, begabte und außerdem wunderschöne Frau bestens geeignet, zumal sie treu zur Nazi-Ideologie steht.   Ihren ersten spektakulären Coup landet sie, als sie den Streit zwischen den beiden seit 1935 rivalisierenden rumäniendeutschen NS-Parteien im Oktober 1938 innerhalb von 48 Stunden schlichtet. Es ist viel darüber gerätselt worden, wie ihr dies so schnell gelingen konnte. Vermutungen legen nahe, sie habe als Beauftragte der Nazis den Radikalen damit gedroht, daß die NSDAP ihnen die Finanzierung streiche. Damit mischt sich das „Mutterland“ nach 800 Jahren erstmals in die Politik der hiesigen Volksdeutschen ein.   Auch in Rumänien findet sich wieder ein großzügiger Mäzen: Der 54-jährige germanophile Industrielle Nicolae Malaxa ist der reichste Mann Rumäniens, eine „byzantinische Figur“ (75), die zudem auf die Presse Einfluß nimmt. Durch ihn bekommt sie einen einjährigen Vertrag beim „Curentul“ (ihr Name erscheint jedoch nicht im Impressum), wird fürstlich bezahlt und bewohnt ein komplettes Appartement im Hotel Athenée Palace.   Sie beginnt sofort mit vollem Einsatz ihre Aktivitäten im Sinne des Deutschen Reichs. Schon Anfang 1939 wird der französische Geheimdienst auf sie aufmerksam und verdächtigt sie, Gestapo-Agentin zu sein. Zum deutsch-rumänischen Wirtschaftsvertrag, der die für Deutschlands Kriegspläne notwendigen Erdöllieferungen garantiert, hat sie im Hintergrund Wesentliches beigetragen – nach ihren Worten arbeitet sie nur für die „Sicherung des Friedens“ und die „friedliche Gewinnung eines wirklichen Freundes für Deutschland“ (98). Ihr Wirken in Bukarest ist für Agenten unterschiedlicher Staaten auffällig. Die Vielzahl ihrer Kontakte weckt sogar das Mißstrauen der Gestapo, die sie verdächtigt, eine Doppelagentin zu sein.   Nach dem „Blitzkrieg“ gegen Frankreich und dessen Kapitulation am 14. Juni 1940 hat Rumänien nicht mehr die politische Kraft, sich gegen die „Umarmung“ der Deutschen zu wehren. Zudem droht die Sowjetunion mit einem Angriff, wenn die Nordbukowina und Bessarabien nicht an sie abgetreten werden. Der „Wiener Schiedsspruch“ führt zur Rückgabe Nordostsiebenbürgens an Ungarn. Auch die Süddobrudscha geht zurück an Bulgarien. Dies ist das Ende von Großrumänien und das politische Aus für Carol II., der kurz danach abdanken und ins Exil gehen muß. Davor erhält Edit von Coler noch die lang ersehnte Privataudienz beim König – ohne die Genehmigung der deutschen Gesandtschaft. Sie hat sich darauf gut vorbereitet und wird beim einstündigen Gespräch mit dem König zahlreiche wirtschaftspolitische Fragen ansprechen. Ihr eigenmächtiges Handeln verärgert die Vorgesetzten in Bukarest und Berlin. Sie wird abberufen und muss am 2.8.1940 das Land verlassen. In Deutschland wird ihr der Paß abgenommen, und sie wird bis zum Kriegsende nicht mehr ins Ausland reisen dürfen.   Wie es ihr nach dieser Enttäuschung ergeht und was mit ihr bis zum Kriegsende und danach passiert, berichtet der Autor weiterhin faktenreich und spannend. Sie stirbt am 14.5.1949 im Alter von nur 54 Jahren. „Das Grab Edit von Colers gibt es nicht mehr“ (208).   Was ist das Faszinierende an dieser Frau? Sie war eine intelligente, gebildete, überdurchschnittlich begabte und versierte Diplomatin, hervorragend dafür geeignet, im Dienste einer Sache zu agieren, zu vermitteln und politische Erfolge zu erringen. Aus ihrer Perspektive handelt sie mit den besten Absichten. Leider setzt sie ihre überragenden Fähigkeiten für ein verbrecherisches Regime ein.   Das Buch ist die erste Biographie dieser undurchsichtigen Persönlichkeit. Der Autor übersetzte sein Werk selbst ins Deutsche. Vor allem Zitate aus Edit von Colers zahlreichen Briefen und aus dem Tagebuch vermitteln den LeserInnen ein detailliertes Bild der rumänischen Zwischenkriegszeit. Es ist im besten Sinne populärwissenschaftlich, von den Fakten her gediegen, spannend erzählt, im Allgemeinen korrekt formuliert, mitunter in einem etwas saloppen Stil. Ärgerlich sind zahlreiche Druckfehler im Text und Ungenauigkeiten bei den bibliographischen Angaben. Am Schluß sind Kurzbiographien wichtiger politischer Persönlichkeiten zu finden, leider fehlt ein Personenregister.   Das sind aber geringfügige Mängel einer im übrigen verdienstvollen Biographie. Dr. Paul Milata, der den Anstoß zu diesem Werk gab, hat das Vorwort dazu geschrieben. Es kann als Glücksfall gewertet werden, daß Picard in vielen Gesprächen mit Jutta Schröder, dem einzigen Kind Edit von Colers, noch wichtige Details über die Mutter erfuhr. Die Tochter starb im November 2009 - ihr ist das Buch gewidmet.   Der Autor hat das Manuskript im Dezember 2009 abgeschlossen, aber sein Erscheinen nicht mehr erlebt. Er starb im März dieses Jahres in seinem 66. Lebensjahr in Le Val d’Ajol in den Vogesen. Hannelore Baier in der ADZ vom 09.04.2010   Eine schillernde Persönlichkeit   Zum Buch von Jacques Picard „Edit von Coler. Als Nazi-Agentin in Bukarest“   Von Hannelore Baier     Sie wurde 1895 in Berlin-Charlottenburg in eine Künstlerfamilie geboren und wuchs mit dem Bewusstsein auf, zu der privilegierten deutschen Gesellschaftsschicht zu gehören. Dieses Bewusstsein wird auch im zerbombten Berlin und durch den Krieg zerstörten Deutschland nicht erschüttert. 1917 ging sie eine Vernunftehe ein, die ihr jedoch zum Adelstitel verhalf. 1...

 

Gernot Czell, Jürgen Henkel, Gerda Mehta, Dagmar Schramm-Grüber (editori): Drumuri noi înspre consens


ISBN 978-3-941271-28-9

Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 25 Lei / 6 EUR


jetzt bestellen...



Negociere constructivă si dispută pozitivă în economie, societate si politică

 

ISBN 978-3-941271-28-9

 

 

173 Seiten, broschiert, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


25 Lei / 6 Euro 

 

Medierea (latină: mediare = negociere) reprezintă un proces structurat pentru soluţionarea extrajudiciară, alternativă a conflictelor.

Acest procedeu este aplicat în numeroase sectoare sociale, atât pentru conflictele private, cât şi pentru cele publice. 

 

Dieses Buch in deutscher Sprache finden Sie hier.

 


 

Liliana Popa, Wolfram G. Theilemann (Hgg.): Goldkörner II - Historisches Lesebuch


ISBN 978-3-941271-27-2

Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 55 Lei / 19,90 EUR


jetzt bestellen...



Historisches Lesebuch aus den Archiven der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien

 

ISBN 978-3-941271-27-2

 

 

282 Seiten, s/w Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


55 Lei / 19,90 Euro 

 

Dieses Buch bietet wie sein Vorgänger, „Goldkörner I“ aus dem Jahr 2004, archivalische Fundstücke und „Stolpersteine“, die während der Erschließung von inzwischen rund 220 Kirchengemeinde- und Bezirksarchiven im Hermannstädter Zentralarchiv der ev. Kirche A.B. in Rumänien ins Blickfeld der Herausgeber kamen.

Ihre Sammlung soll als historisches Lesebuch, aber auch als kurz­weilige Quellenlektüre zum Beispiel auf Reisen im Land mit den oft sehr ursprünglich überlieferten Texten Neugierde wecken und Nachfragen provozieren. Dabei sollte zudem die Goethe’sche Mahnung nicht vergessen werden:  Wer nicht selbst noch originale Quellen liest, kennt bekanntlich nur „der Herren eig’nen Geist“ ... !

Schließlich wird damit Engagement für ebenso traditionsbewussten wie kritischen Umgang mit den archivalischen Überlieferungen dieser Kirche herausgefordert.

 


 

Anselm Roth, Holger Wermke: Weltkulturerbe in Siebenbürgen


ISBN 978-3-941271-30-2

Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 60 Lei / 17,40 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-30-2

 

118 Seiten, über 150 Farbfotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


60 Lei / 17,40 Euro 

 

Der schönste Teil Rumäniens ist zweifellos Siebenbürgen. Wenn man von der Konzentration der Stätten ausgeht, die auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes stehen, ist das sogar eine ganz und gar objektive Behauptung.

In diesem Buch finden Sie das gesamte siebenbürgische Welterbe – und es ist ein multikulturelles:
Dakische, ungarische und siebenbürgisch-sächsische Kostbarkeiten sind hier friedlich vereint.

Ausführlich beschrieben und reich bebildert sind bekannte Orte wie zum Beispiel Schäßburg, Birthälm oder Tartlau (Photo) – genauso wie die eher unbekannten: Blidariu etwa, oder Szekelyderzs.

 

Die UNESCO-Welterbeliste
Es sind Zeugnisse vergangener Kulturen und einzigartige Naturlandschaften,deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft.
Dies ist das Ziel des internationalen »Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt«, das die UNESCO 1972 beschlossen hat. 186 Staaten haben die Konvention inzwischen unterzeichnet.
Mit der Benennung von Kultur- und Naturstätten für die Welterbeliste der UNESCO verpflichten sich die betreffenden Staaten zu fortdauernden Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen. Die anderen Unterzeichnerstaaten verpflichten sich dazu, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Schutz dieser Stätten des Menschheitserbes
beizutragen.

 

zur Rezension von  Dr. Dr. h.c. Christoph Machat

 

 Blick ins Buch

 

 

 

 


 

Peter Jacobi: Stillleben nach dem Exodus - Wehrkirchen in Siebenbürgen (Foto-CD)


ISBN 978-3-941271-29-6

Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 26 Lei / 5,95 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-29-6

 

 

CD mit 2000 Photos, Schiller Verlag, Hermannstadt - Bonn 2009


26 Lei / 5,95 Euro 

 

In Siebenbürgen befinden sich noch etwa 300 Kirchen und Wehrkirchen, die von den Siebenbürger Sachsen ungefähr in der Zeit von 1250 bis 1900 errichtet wurden. Durch ihre außerordentliche Geschichte und Gestalt sind sie und die ganzen Ensembles (nämlich Kirche, Pfarrhaus, Predigerhaus, Schule, Lehrerwohnung, Kindergarten, Gemeindesaal) einmalig in dieser Welt.


Durch den Exodus der Mehrzahl der Siebenbürger Sachsen (Einwanderer von Rhein, Mosel, Elsaß, Maas) nach 1990 ist ein Großteil dieser Ensembles verwaist und ohne Fürsorge. Ein Teil dieser Bauten ist bereits eingestürzt oder in sehr schlechtem Zustand. Peter Jacobi hat eine Art „Bericht“ über rund 200 Ensembles erstellt. Diese Arbeit  besteht aus dokumentarischen Fotografien und schriftlichen Notizen zum Zustand dieser Bauten.

 

Porträtiert werden die teilweise unter UNESCO-Schutz stehenden Wehrkirchen der Siebenbürger Sachsen in ihren verschiedenen Verfallsstufen. Der Bildhauer Jacobi möchte die Öffentlichkeit wachrütteln und mit verschiedenen Aktionsformen künstlerisch dazu auffordern, sich für die Erhaltung des unwiederbringlichen Kulturguts Kirchenburgen einzusetzen. 

 

Auf dieser CD mit 2000 Fotos dominiert der dokumentarische Aspekt. Zu jeder Ortschaft gibt es 10 bis 25 Fotos. Dazu kommt eine Serie von Notizen zu jedem Ort, die Jacobi 2004 und 2005 verfasst hat. Jedes Foto ist in deutscher und englischer Sprache beschriftet. Ein Text von Prof. Manfred Schmalriede, dem Präsidenten der Deutschen Fotografischen Akademie, ist ebenfalls zweisprachig abgedruckt. Die CD wird mit aufwändigem Cover in Kunststoffwanne und Hardcover-Karton geliefert.

Biographische Daten zu Prof. Peter Jacobi:

 

1935

In Ploiesti, Rumänien geboren

 

1954-61

Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Bukarest

 

1970

Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland und Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft.

 

1971

Professur an der Hochschule für Gestaltung, Pforzheim bis 1998.

 

 

Lebt und arbeitet in Wurmberg bei Pforzheim.

 


 

Joachim Gremm: Die Hambach


ISBN 978-3-941271-19-7

Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 62 Lei / 14,80 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-19-7

 

 

Hardcover, 157 Seiten, 32 Photos, 2 Landkarten, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


62 Lei / 14,80 Euro 

 

Vom Autor des Bestsellers "Siebenbürgische Reise" ist in unserem Hermannstädter Verlag ein weiteres Buch erschienen, das sich seiner Heimat im Odenwald widmet:

"Die Seele von Hambach war die Bach. Und wie die Bach eine andere geworden ist, so hat sich auch das Dorf verändert - besonders einschneidend in den zweieinhalb Jahrzehnten nach 1950. Joachim Gremm, der diese Zeit als Kind und Jugendlicher erlebt hat, geht diesen Veränderungen in präzisen Beschreibungen nach. Er erinnert sich an vieles, oft schon Vergessenes aus dem Alltag. Gleichzeitig gelingt es dem Verfasser, das lokalhistorisch Typische aufzuzeigen (zum Beispiel die Bedeutung der Mühlen), das für die Bergstraße und die Dörfer des vorderen Odenwaldes insgesamt charakteristisch ist. Daher wird dieses Buch auch für manchen Nicht-Hambacher eine interessante Lektüre darstellen."


 

Sören Pichotta: Das Landeskirchliche Museum im Hermannstädter Teutsch-Haus (Broschüre)


ISBN 978-3-941271-23-4

Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 12 Lei / 4 EUR


jetzt bestellen...



Broschüre, 16 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Texte von Sören Pichotta mit Fotos von Anselm Roth

 

ISBN 978-3-941271-23-4

 

Schiller Verlag, Hermannstadt 2009

 

Im Begegnungs- und Kulturzentrum "Friedrich Teutsch" der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien wurde neben dem Zentralarchiv und der Bibliothek ein Landeskirchliches Museum aufgebaut.

 

Dieses soll das Gemeinde- und gottesdienstliche Leben der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien veranschaulichen. Neben kirchlichen Kunstwerken und Kulturgütern sind auch die Kirchentrachten zu sehen.

 

Die Broschüre vermittelt einen guten und anschaulichen Überblick über das Museum und die in ihm enthaltenen Ausstellungsgegenstände und ist auch in englischer, französischer und rumänischer Sprache erhältlich (bitte bei Bestellung gewünschte Sprache unter Bemerkungen eintragen).

 

Auszug aus dem Bericht einer Museumsbesucherin:

 

Am nächsten Morgen war das Teutsch-Haus unser erstes Ziel, wo wir das Landeskirchliche Museum der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien besichtigten. Ein ganz besonderes Erlebnis! Obwohl es nur aus wenigen kleinen Räumen besteht und in unserem Reiseführer nicht einmal erwähnt wird, ist es mit seiner Sammlung und vor allem deren Aufbereitung und Darstellung ein wahres Kleinod, das jedem Hermannstadt-Besucher wärmstens zu empfehlen ist. Schon von dem großen Bild an der Wand, dem man nach dem Eingangsraum gegenübersteht und das die Kirchenburgen in Siebenbürgen zeigt, war ich überwältigt und hingerissen. Ich dachte nur: „So viel, so gewaltig“, und hatte das Gefühl, dass sich mir die siebenbürgisch-sächsische Welt zum ersten Mal als Ganzes offenbart. Auch die vielen Puppen mit den vielfältigen Trachten und der eigenartigen Mischung von Strenge in der Aufstellung und Verspieltheit der Kindergesichter beeindruckte. Und schließlich die Abendmahlkelche, die in mir die Erhabenheit eines Kirchenraumes und die Würde eines Gottesdienstes heraufbeschworen, die ich so wie in Siebenbürgen kaum gespürt habe.  

 

Johanna Seidl, Siebenbürgische Zeitung (Onlineausgabe), 14.3.2010


 

Schiller Verlag: Mediasch und das Kokelland (Topographische Karte)


ISBN 978-3-941271-25-8

Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 15 Lei / 4 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-25-8

 

Maßstab 1:50.000

 

gefaltet, 97,6 cm x 67,5 cm, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


15 Lei / 4 Euro 

 

Auf der Grundlage der topographischen Blätter der "Directia Topografica Militara", Bukarest, mit deutschen Ortnamen.

 

 Blick in die Karte

 


 

Karin Gündisch: Geschichten über Astrid


ISBN 978-3-941271-22-7

Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 40 Lei / 9,70 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-22-7

 

Hardcover (fest gebunden), 80 Seiten, s/w-Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


40 Lei / 9,70 Euro 

 

Die Geschichten über Astrid spielen in der Zeit, als ich ein Kind war. Astrid ist nichts Besonderes passiert. Sie sieht sich um und entdeckt die Welt. Mit ihr kann jedes lesende Kind seine eigene Welt entdecken. Für Astrid ist ihr Heltau der Mittelpunkt der Welt. Was die Erwachsenen tun, ist oft rätselhaft und fremd. Astrid denkt über alles nach. Über die Eltern. Über die Schule. Über den Lehrer. Über den lieben Gott. Allmählich gewinnt Astrid Selbstvertrauen und findet sich in schwierigen Situationen zurecht. (Karin Gündisch)   

 

zum Autorenportrait von Astrid van Nahl, erschienen bei www.alliteratus.com

 

 Blick ins Buch

 

Video von Juli aus Michelsberg über die Buchpräsentation im Büchercafe ERASMUS

 

Von Karin Gündisch im Schiller Verlag ebenfalls erschienen:

 

 Weit, hinter den Wäldern

Karin Gündisch las in der Lenau-Schule Geschichten über Astrid

 

erschienen auf http://banaterzeitungonline.wordpress.com, 8. Juni 2011

 

Karin Gündisch eroberte die Kinderherzen/ Von Raluca Nelepcu und Andreea Oance


Mit großen Augen schauten sie die Kinder an und hofften, dass sie mit dem Geschichten-Vorlesen nicht aufhört: Die Siebenbürger Kinderbuchautorin Karin Gündisch war am Freitag und Samstag in Temeswar/Timisoara zu Gast. Am Freitag hielt sie zwei Lesungen in der Nikolaus-Lenau-Schule und leitete am Samstag einen Workshop im Deutschen Kulturzentrum.

Karin Gündisch ist 1948 in Heltau/Cisnadie geboren und hat Deutsch und Rumänisch in Klausenburg/Cluj-Napoca und Bukarest studiert. Sie arbeitete als Deutschlehrerin in Bukarest, nebenbei war sie als freie Mitarbeiterin bei verschiedenen Medien tätig. Die Autorin veröffentlichte Kindergeschichten und arbeitete an Deutschlehrbüchern mit. Seit 1984 lebt sie als freie Schriftstellerin in Deutschland. Sie schrieb „Geschichten über Astrid“, „Im Land der Schokolade und Bananen“, „Das Paradies liegt in Amerika“, „Weit, hinter den Wäldern“ u.a. Bücher, für die sie mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurde.

Es war eine spannende Stunde für die Schüler der dritten und vierten Klasse, die in den Festsaal der „großen“ Lenau-Schule gekommen waren, um sich die „Geschichten über Astrid“ anzuhören. Die kurzen Kinderstorys spielen in der Zeit, als die Autorin noch ein Kind war. Denn Astrid ist eigentlich keine andere, als Karin Gündisch selbst. „Wisst ihr, Kinder, was ich immer gemacht habe, wenn ich Zeit hatte? Ich habe gelesen!“ sagte Karin Gündisch und forderte auch die Kleinen zum Lesen auf. Es war keine gewöhnliche Lesung, bei der sich der Schriftsteller vor das Publikum setzt und zu lesen beginnt, sondern ein lockeres Gespräch zwischen Kindern und Autorin. Damit sich die Schüler ein Bild von den Geschehnissen machen können, brachte Karin Gündisch einen alten Koffer und einen hölzernen Federkasten mit. Nach der Lesung stürmten die Kinder die Bühne. Karin Gündisch ging nicht eher weg, bis nicht jedes Kind ein Autogramm hatte. Die Bücher von Karin Gündisch sind in der Buchhandlung am Dom erhältlich und kosten rund 40 Lei.

Etwa zwölf Schüler der fünften Klasse aus der Nikolaus-Lenau-Schule kamen am Samstag ins Temeswarer Deutsche Kulturzentrum an der Augustin Pacha-Straße Nr. 2. Alle sollten von der rumäniendeutschen Schriftstellerin erfahren, wie Kindererzählungen geschrieben werden. „Die Schüler der fünften und sechsten Klasse sind die idealen Teilnehmer an so einem Workshop. In ihrem Alter gibt es immer noch die Lust, etwas zu erzählen“, sagte Karin Gündisch. Und das weiß die Kinderbuchautorin sehr gut, denn sie selbst hat im jungen Alter zu schreiben begonnen. Das Buch „Weit, hinter den Wäldern“ ist eigentlich nach einem Tagebuch der Autorin, das sie in der sechsten Klasse zu schreiben begann, entstanden. Anhand von zwei Büchern – „Im Land der Schokolade und Bananen“ und „Geschichten über Astrid“ – bot die Schriftstellerin Tipps fürs Schreiben. Was kann man erzählen und wie – war das Hauptthema des Workshops. Das Buch „Im Land der Schokolade und Bananen“ hat Karin Gündisch nach ihrer Auswanderung nach Deutschland geschrieben. Das Rohmaterial nahm sie aus ihrem Leben und wandelte es in Geschichten um.

Die Schüler durften nach dem Workshop selbst ein Thema auswählen und Geschichten schreiben. Die Texte werden dann der Schriftstellerin zugeschickt und von dieser korrigiert. Die besten könnten danach auch veröffentlicht werden.

 


 

Micul Dejun/Ludwig Giersch: Unde este Europa - Wo ist Europa?


ISBN 978-3-941271-18-0

Erscheinungsdatum: Juli 2009 Preis: 29 Lei / 7 EUR


jetzt bestellen...



eine Reise zwischen Balkan und Kaukasus (deutsch/englisch)

 

ISBN 978-3-941271-18-0

 

broschiert, 105 Seiten, zahlreiche Farbfotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


29 Lei / 7 Euro 

 

"Unde este Europa"? - geschrieben auf ein Schild, diente den zwei jungen Autoren als Eyecatcher und Aufhänger, um auf ihrer Reise von Hermannstadt nach Georgien zu interessierten Menschen einen direkten Kontakt herzustellen. So führten sie einerseits Interviews, andererseits aber auch Diskussionen und alltägliche Gespräche. Diese werden fragmentarisch und skizzenhaft von den Befragten festgehalten.

 

Inwieweit verändert sich das Gesicht und die Sicht auf Europa an den Schnittstellen zwischen den beiden Kontinenten?

Ist das Europa von heute das Europa von morgen?   


 

Paul Schuster: Fünf Liter Zuika. Roman in sieben Teilen


ISBN 978-3-941271-14-2

Erscheinungsdatum: Juni 2009 Preis: 100 Lei / 24 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-14-2

 

alle Einzelbände erstmals als Gesamtausgabe mit 862 Seiten, Softcover, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


100 Lei / 24 Euro 

 

Paul Schusters Kleinsommersberg am Fuße der Karpaten ist ein Sachsendorf, das es nicht gibt. Doch in diesem Werk Paul Schusters tut sich uns diese kleine Welt auf, die märchenhaft und höchst realistisch alles birgt und alles zeigt, was die Deutschen in Siebenbürgen in 800 Jahren aus ihrem Leben
gemacht haben.

 

Fünf Liter Zuika ist ein Mär­chen, wenn dieses Märchen auch von sehr einfachen und alltäglichen Dingen zu erzählen scheint.  Der Erste Welt­krieg ist vorbei. Ohne sich vom Fleck gerührt zu haben, findet man sich nicht mehr in Ungarn und ist nicht mehr Untertan der Doppelmonarchie, sondern des rumäni­schen Königs Ferdinand. «Ansonsten hat sich nicht viel geändert; das Wetter bleibt Wetter, auch an den Jahres­zeiten merkt man nichts von der neuen Obrigkeit».

 

Der 1930 in Siebenbürgen geborene Paul Schuster wanderte 1972 nach Berlin aus und arbeitete dort bis zu seinem Tode am 5. Mai 2004 an seiner «Zuika» weiter. Die erste Ausgabe dieses Buches erschien 1967 in Buka­rest, ein Jahr später verlegte es der Grazer Verlag Sty­ria, noch ein Mal wurde das Buch 1975 in Berlin (edi­tion der 2) veröf­fentlicht. Der Autor begleitet seine Siebenbürger Sachsen bis in die Mitte des Zweiten Weltkrieges, bis zu dem Eintritt der wehrfähigen sächsischen Männer in die Waffen-SS Ende 1943. Man will hoffen, daß diesem Buch, das sich fesselnd liest, bewegt und zum Lachen bringt, das wunderbar ge­schrieben ist, das den besonde­ren Geist der «österreichi­schen» Sprache mit dem Ein­fluß von vielen Sprachen und Kulturen in sich birgt, endlich die verdiente Aufmerksam­keit geschenkt wird.(Olga Martynova)

 

  Blick ins Buch

 


 

Wilhelm Andreas Baumgärtner: Im Zeichen des Halbmondes


ISBN 978-3-941271-16-6

Erscheinungsdatum: Juni 2009 Preis: 50 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



Siebenbürgen in der Zeit der Türkenkriege

 

Teil 3 der Sachsen-Geschichte von W.A. Baumgärtner 

 

ISBN 978-3-941271-16-6

 

fester Einband (Hardcover), 292 Seiten, 18 Farbfotos, Namens - und Ortsregister,
Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


50 Lei / 16 Euro 

 

Dritter Band von Baumgärtners Geschichte der Siebenbürger Sachsen

 

»Alles verändert sich, die kleine, heile Welt Siebenbürgens ist plötzlich ins grelle Scheinwerferlicht der Weltbühne getaucht. Wie so viele, sind auch die Siebenbürger Sachsen von der neuen Situation überrascht. Die Bedrohung nimmt existenzgefährdende Formen an. Die türkischen »Renner und Brenner« sind die neuen Reiter der Apokalypse. Erst brannten die Dörfer des Burzenlandes, doch bald folgten auch die des Altlandes und die des Nösnerlandes. Das ganze Sachsenland war bedroht. Nur feste Mauern versprachen Rettung. Und ein fester Glaube.« W. A. B. 

 

Wilhelm Andreas Baumgärtner wurde 1952 in Hermannstadt geboren. Nachdem er das Brukenthal-Gymnasium in seiner Heimatstadt absolviert hatte, studierte er evangelische Theologie am vereinigten protestantischen Institut mit Universitätsgrad in Hermannstadt. Doch als ihm und den Seinen die Heimat zu eng wurde, wanderten sie 1977, wie so viele andere, nach Deutschland aus.

 

 

In dieser Reihe ebenfalls erschienen:

 

 Teil 1: Der vergessene Weg

 

 Teil 2: Eine Welt im Aufbruch 

 

Teil 4: In den Fängen derGroßmächte

 

 

 


 

Hansotto Drotloff, Günther E. Schuster (Hg.): Mediasch. Ein historischer Streifzug durch die siebenbürgisch-sächsische Stadt an der Kokel


ISBN 978-3-941271-15-9

Erscheinungsdatum: Juni 2009 Preis: 99 Lei / 30 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-15-9

 

24x24 cm, fester Einband (Hardcover), 352 Seiten, rund 1.000 Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


99 Lei / 30 Euro 

 

„Die Heimatgemeinschaft Mediasch hat in Zusammenarbeit mit dem Schiller-Verlag in den letzten sechs Monaten ein stattliches Buch entstehen lassen, das ein im wahrsten Sinne farbenfrohes Bild des historischen Mediasch, von seiner Gründung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts entwirft. 352 Seiten stark, im Großformat 24 mal 24 cm und mit nahezu eintausend Bildern - hinter den nüchternen Zahlen verbirgt sich ein Buch, in dem etwas vom vergangenen Leben in unserer Heimatstadt in Erinnerung gerufen werden soll. Ob es sich tatsächlich um eine „Kokelperle“ handelte, wie ihre Einwohner sie liebevoll titulierten, oder ob unsere Nachbarn recht behalten, die das Städtchen gerne als „Fleosebrich“ bespöttelten, mag nach der Lektüre jeder selbst entscheiden.

In sechs großen Abschnitten nähern sich die Autoren der Stadt in einer Art kreisenden Bewegung in Raum und Zeit. Der Streifzug beginnt mit dem landschaftlichen Umfeld, wendet sich dann dem in fernen Zeiten - in Wort und Bild - fixierten Portrait der Stadt zu, um sich schließlich in seinem Mittelteil auf das historische Zentrum zu konzentrieren. Vier Rundgänge führen um das Kastell als ältester Verteidigungsanlage, rund um die Stadtmauer, zu den Sakralbauten und schließlich durch die Straßen und Plätze der Altstadt. Dem Leben in Alt-Mediasch - der wirtschaftlichen Entwicklung, der Geschichte von Schule und Bildung und dem Vereinsleben - ist ein weiterer Abschnitt gewidmet, ehe das Buch mit einer „Medwischer Chronik“ endet, einem Abschnitt, der weit mehr bietet als nur eine Aneinanderreihung historischer Ereignisse, wie der Titel vermuten lässt ...“   (HG Mediasch)

 

 Blick ins Buch

 


 

Georg Stäuble: Europas Zukunft


ISBN 978-3-941271-01-2

Erscheinungsdatum: Mai 2009 Preis: 19 Lei / 13 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-01-2

 

399 Seiten, Softcover, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


19 Lei / 13 EUR  

 

Ausgehend von der bewegten Geschichte des Kontinents untersucht Georg Stäuble »mögliche Zukunftsvarianten«. Damit liefert er eine wertvolle Grundlage für alle, die über die Zukunft Europas fundiert nachdenken wollen. Georg Stäuble übersiedelte aus seiner Heimat Rumänien, aus Hermannstadt, in die Bundesrepublik Deutschland und lebt seit vielen Jahren in München.

 

 Blick ins Buch

 

Leser-Rezension von Dietmar Albin vom 6.9.2010 (übernommen von www.amazon.de):

 

Über das Buch gäbe es eine Menge zu sagen.
Ich finde es einen hochspannenden Vortrag über Europas Geschichte und mögliche Zukunftsperspektiven.
Das Buch macht Jahre verschlafener Geschichtsstunden wett. Es liest sich spannend wie ein historischer Roman.
Der Autor bietet eine Fülle an Facetten und genauso viele Anregungen zum selbständigen Weiterdenken.
Meine tägliche Zeitungslektüre findet jetzt vor einem völlig neuen Hintergrund statt.
Ein großer Humanist schreibt für Individualisten. Chapeau!
Ein Geheimtipp.

 


 

Hans Klein: Kleine Lichter für besondere Stunden


ISBN 978-3-941271-13-5

Erscheinungsdatum: Februar 2009 Preis: 19 Lei / 5 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-13-5

 

95 Seiten, 40 s/w-Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


19 Lei / 5 EUR  

 

Hans Klein hat hier eine Sammlung von kleinen Gedichten, Aphorismen und Überlegungen aus dem Alltag vorgelegt.  Die gefühlvollen, oft auch sehr persönlichen Zeilen sollen anregen zum Nachdenken und vielleicht auch ein bisschen Hilfe anbieten in manchen schwierigen Situationen. Zugleich aber zeugen viele der Zeilen von einem ruhigen, starken Humor. Jedem Vers ist eine Schwarzweißaufnahme zugeordnet, sie zeigen Eindrücke aus der Natur Siebenbürgens.

 

Hans Klein wurde am 9. November 1940 in Hermannstadt geboren. Ebenda studierte er Theologie. Sein Vikariat machte er von 1962 bis 1963 im Banat in Liebling, und im Banat, diesmal in Lugosch, blieb er zunächst auch nach der Ordination zum Pfarrer. 1966 wurde er zum Pfarrer von Deutsch-Kreuz gewählt. 1972 promovierte er in Biblischer Theologie und ist seit demselben Jahr Dozent für Altes Testament und Religionsgeschichte an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Hermannstadt und seit 1982 ebenda Professor für Neues Testament. Der Ausbildungsstätte für evangelische Pfarrer und nun auch Sozialfürsorger steht Hans Klein seit 1998 vor. Den Kontakt zum Gemeindeleben frischte er in der Zeit als Stadtpfarrer von Hermannstadt (1993 bis 1998) auf, an der Lösung der allgemeinen Fragen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien war er in der Zeit als Bischofsvikar beteiligt. Als Theologe ist er seit 1984 Mitglied in der Vereinigung der Neutestamentler, sein Hauptforschungsgebiet stellt seit 1992 das Lukasevangelium dar und in diesem Bereich veröffentlichte er mehrere Bücher.

ebenfalls im Schiller-Verlag vom Hans Klein erschienen:

 

Gehörtes Rufen

 

 


 

Erzbischof Teodosie von Tomis, Schoenauer, Henkel (Hg.): Alle Diakonie geht vom Altar aus


ISBN 978-3-941271-12-8

Erscheinungsdatum: Januar 2009 Preis: 34 Lei / 8 EUR


jetzt bestellen...



 

368 Seiten, s/w-Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009


34 Lei / 8 EUR  

 

Theologie und Praxis der Diakonie
im ökumenischen Dialog

»Orice diaconie porneste de la altar«
Teologia si practica diaconiei în dialogul ecumenic

Dokumentation der Internationalen Theologischen Konsultation/
Documentarea consultarii teologice internationale 

»Alle Diakonie geht vom Altar aus …« (Wilhelm Löhe)
Die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland
und der Rumänischen Orthodoxen Kirche im ökumenischen Dialog
10./11. April 2008
Ökumenisches Geistliches Zentrum (Ecumenical Spiritual Center/ESC)
der Diakonie Neuendettelsau

«Orice diaconie porneste de la altar« (Wilhelm Löhe)
Activitatea sociala a Bisericii Evanghelice din Germania
si a Bisericii Ortodoxe Române în dialogul ecumenic.
10./11. aprilie 2008
Centrul ecumenic spiritual  al Diaconiei Neuendettelsau (CES) 

 

zur Rezension von Wolfram Göll, München / Schwabach

 

 


 

Joachim Gremm: Siebenbürgische Reise


ISBN 978-3-941271-09-8

Erscheinungsdatum: November 2008 Preis: 49 Lei / 16 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-09-8

 

170 Seiten, 24 Farbfotos, fest gebunden (Hardcover), Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008


49 Lei / 16 EUR  

 

Warum Rumänien? Vielen, die das Karpatenland als Reiseziel auswählen, wird diese Frage gestellt. Joachim Gremm hat Siebenbürgen das erste Mal besucht. Seine Antwort auf die Frage ist vielleicht darum besonders intensiv, weil er mit dem Fahrrad fuhr. Und er hat langsam und behutsam dieses Land erkundet, in dem Rumänen, Ungarn, Roma und Deutsche eine heterogene Schmelzkultur gebildet haben, die gemeinsam mit den landschaftlichen und architek­tonischen Schönheiten des Lan­des bunten Stoff für einen Reise­bericht liefert. Und an nicht wenigen Stellen erzählt er von einer Zeitreise.

Zweite, aktualisierte Auflage

 

zur Rezension von Anselm Roth auf Siebenbuerger.de

 

 Blick ins Buch

 

 

 


 

Brukenthal-Gymnasium: Anuar 2005 - 2008 Jahrbuch


ISBN 978-973-8875-62-3

Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 29 Lei / 14 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-973-8875-62-3

 

144 Seiten, Format A 4, 250 farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008


29 Lei / 14 EUR  

 

Liebe Leserin, lieber Leser,


ich hoffe, Sie werden dieses Buch gerne und mit Interesse zur Hand nehmen -- obwohl oder gerade weil wieder drei Jahre seit dem Erscheinen unserer letzten Dokumentation vergangen sind.

 

Wir haben das bewährte Konzept nur vom Format her verändert und wollen wieder Schüler der Klassen 5-12 mit ihren Eltern ansprechen, dazu Absolventen und ebenso Besucher, die bisher kaum etwas über das deutschsprachige Schulwesen in Rumänien erfahren konnten. Ich möchte besonders hervorheben, dass der Elternverband die Verlags- und Druckkosten dieses Buches in vollem Umfang übernommen hat.


Lehrer, Eltern und Schüler konnten sich in ihrer Arbeitssprache äußern. Wir haben diesmal weniger übersetzte Beiträge gedruckt, viele Texte gibt es entweder in Rumänisch oder Deutsch. Sie ergänzen sich aber inhaltlich und dürften für Leser, die beide Sprachen beherrschen, interessant sein. Dazu kommen noch einige englische Seiten.


Das Kapitel »Unser Terminkalender« wird sie überzeugen: Es war fast unglaublich viel los in den letzten drei Jahren, alles hatte natürlich die Bereitschaft der Lehrer zur Voraussetzung, mehr als die strikten Unterrichtsaufgaben zu erfüllen. [...]

 

Gerold Hermann (Schuldirektor)


ebenfalls erschienen:

Jahrbuch 2008 - 2010


 


 

Anna Galon: Zwischen Pflicht und Kür - Die Hermannstädter Zeitung und die Siebenbürger Sachsen im kommunistischen Rumänien und nach der Wende


ISBN 978-3-941271-04-3

Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 15 Lei / 3,95 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-04-3

 

166 Seiten, 20 s/w Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008

 

früher: 13 EUR

jetzt nur noch: 15,00 Lei / 3,95 EUR 

 

Ihr 40-jähriges Bestehen hat die Hermannstädter Zeitung am 25. Februar 2008 mit 170 geladenen Gästen gefeiert. Im Festaal jenes Gebäudes in Hermannstadt, in dem das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien seinen Hauptsitz hat, wurde die Zeitung in Ansprachen und Grußbotschaften gewürdigt. Verbunden waren diese mit den besten Wünschen für »noch viele weitere erfolgreiche Lebensjahrzehnte« (D. Dr. Christoph Klein, Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien), denn »mit 40 Jahren beginnt das Leben« (Dr. Jean Pierre Rollin, deutscher Generalkonsul in Hermannstadt). Es liegt zu einem entscheidenden Teil in der Hand des aktuellen Redaktionsteams selbst, ob der 40. Jahrestag der Gründung für die HZ die »Mitte des Lebens« bedeuten wird, wie es Bischof Klein der Zeitung bei der Jubiläumsfeier wünschte. Ihr Weg in die Zukunft hängt vornehmlich davon ab, ob es der HZ-Redaktion gelingt, auch künftig junge Journalisten für das Team zu finden und eine Redakteursgruppe zu konstituieren, die auch in den kommenden Jahren die Zeitung gestaltet, etappenweise modernisiert und neuen Herausforderungen anpasst, so dass diese Publikation stabil fortbestehen kann.

 

 Blick ins Buch

 

zur Rezension von Dr. Jürgen Henkel

 

zum Bericht über die Buchvorstellung im ERASMUS

 

 

 

 

 


 

Cornelia Feyer: Gradinile lui Brukenthal


ISBN 978-3-941271-11-1

Erscheinungsdatum: septembrie 2008 pret: 50 Lei / 14 EUR


jetzt bestellen...



90 pagini, 120 fotografii color, format 21 x 21 cm, editura Schiller Sibiu - Bonn 2008

 


50 Lei / 14 EUR  

 

 

Opulenţa şi degradarea îl întâmpină la tot pasul pe vizitatorul reşedinţei de vară a lui Samuel von Brukenthal. În Avrig, la vest de Sibiu, şi-a amenajat cel care era guvernatorul Transilvaniei în secolul XIII. un palat cu grădini baroce. Timpuri grele a trebuit să înfrunte acest giuvaer, a cărui istorie furtunoasă este pentru prima dată documentantă în acestă carte. Aceasta carte putea să fie şi un pas înainte pentru salvarea acestei comori a artei baroce.


 

Cornelia Feyer: Brukenthals Gärten - Pracht und Verfall im Süden Siebenbürgens


ISBN 978-3-941271-02-9

Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 29 Lei / 7,95 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-02-9

 

90 Seiten, 120 farbige Abbildungen, Format 21 x 21 cm, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008

 

 

Früher: 14 EUR

jetzt nur noch: 29 Lei / 7,95 EUR  

 

Vor dem Bau der Frecker Umgehungsstraße ist noch der eine oder andere Reisende neugierig an der Fassade des Brukenthals-Schlosses stehengeblieben und in den riesigen Garten eingetreten. Nun passiert dies (ohne) noch seltener, der Garten ist ein Geheimtipp, und dieses Buch erzählt mit vielen historischen Bildern das Werden und Gedeihen und Vergehen eines großen Experiments des wohl berühmtesten Siebenbürger Sachsen. Doch das Buch der Landschaftsarchitektin Cornelia Feyer (mit) ist nicht nur Geschichte des Französischen, Englischen und Holländischen Gartens des Barons von Brukenthal, sondern auch ein Wegweiser für eine  Neukonzeption: Unter Wahrung des Alten soll in Freck viel Neues entstehen.  

 

 Blick ins Buch

 


 

Jürgen Henkel (Hg.): Aus dem Glauben leben - Gesammelte Texte von Metropolit Serafim


ISBN 978-3-941271-08-1

Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 30 Lei / 10 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-08-1

 

411 Seiten, Format 15 x 21 cm,  Softcover, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008


30 Lei / 10 EUR  

 

Das vorliegende Buch ist einem der bedeutendsten rumänischen orthodoxen Bischöfe der Gegenwart gewidmet: Metropolit Dr. Serafim Joanta (von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa).
Diese Würdigung gilt dem charismatischen Seel­sorger, Theologen und Oberhirten zu seinem 60. Geburtstag. Seit 1994 betreut er als Diasporametropolit die rumänischen orthodoxen Christen in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schweden, Norwegen und Dänemark. Er ist heute einer der wichtigsten Repräsentanten und Botschafter der Orthodoxie in der westlichen Welt. Der Band bietet Texte des Metropoliten zur orthodoxen Theologie und Spiritualität, zur Ökumene und zum Weltbezug der Orthodoxie. Das Universum orthodoxer Theologie öffnet sich dem Leser in ­authentischen Zeugnissen. Das Buch enthält Geleitworte von Patriarch Daniel (Bukarest), Bischof Josef Homeyer (Hildesheim) und Landesbischof Johannes Friedrich (München). Eine biographische Skizze zu Leben und Wirken von Metropolit Serafim ermöglicht die Einordnung der vorliegenden Texte in den Werdegang und ­Lebenskontext des Theologen.
Zu seinem 60. Geburtstag herausgegeben von Jürgen Henkel (EAS). 
 

 

Rezension von Philipp Harnoncourt, erschienen im Bücher Bord Nr. 1/2010

 

Der Jubilar, mit bürgerlichen Namen Romul Ioantă, dessen Texte hier in sorgfältiger Auswahl vorliegen, ist in Graz kein Unbekannter. Als Professor an der orthodoxen Partner-Fakultät Sibiu hat er das Fach „Mission und Spiritualität der Orthodoxie“ vertreten, und nach einem Intensivstudium der deutschen Sprache in Graz hat er als Bischof die 1993 neu errichtete Metropolie Deutschland, Zentral- und Nordeuropa der Rum.-Orth. Kirche aufgebaut, der heute neun Gemeinden in Österreich angehören.

 

Der Sammelband enthält vor allem Vorträge, Festansprachen und Predigten des Jubilars, geordnet nach den darin behandelten Themen I. Christliche Spiritualität und Theologie, II. Kirche und Gesellschaft, III. Orthodo­xie und Ökumene, IV. Orthodoxie in Deutschland und in der Diaspora, sowie V. Hirtenbriefe und Botschaften. In aller Freimut bekennt Metr. Serafim, dass seine erzkonservative orthodox-theologische Ausbildung ihm zu­nächst ein falsches und völlig unzureichendes Bild von Katholiken und Protestanten vermittelt habe, das er dann bei seinen Studien am orthodoxen Institut St. Serge in Paris revidieren musste, dass er aber vor allem in seinem Bischofsamt in Deutschland die zwingend notwendige Teilnahme an der ökumenischen Bewegung mit den Schwesterkirchen erkannt habe. - Der Leser ertappt sich selbst in einer ähnlichen Situation: Das im „Westen“ verbreitete Bild von der Orthodoxie ist ja für gewöhnlich ebenso falsch und unzureichend.

 

In den vorliegenden Texten begegnet uns eine wohltuend aufgeschlossene und ihrer Verantwortung bewusste Orthodoxie, keines­wegs besserwisserisch dozierend, sondern spürbar mit Herzblut und Liebe zu den Hörern und Lesern formuliert. Alle Beiträge sind kurz und sehr gut lesbar geschrieben (ich konnte kaum zu lesen aufhören!), sie greifen aktu­elle ökumenische und pastoral-relevante Fragen auf, ohne konventionelle Rezepte zu verordnen. Alle Wegwei­sungen sind spirituell begründet, und für die ökumenische Arbeit wird besonders auf Gebet, Fasten und Buße hingewiesen, ohne welche Schuld und Sünde der Trennungen nicht vergeben werden. Besonders hervorzuheben ist die nüchtern realistische Einstellung gegenüber dogmatischen Festlegungen, die bewirken, dass die Dialog-Partner sich „als Gefangene des eigenen theologischen Systems und der eigenen Tradition präsentieren“ (233); der Glaube ist geoffenbart, „um gelebt zu werden, nicht um ihn in Formeln zu verwandeln, die allesamt unzu­reichend sind, das Geheimnis des Glaubens auszudrücken.“ (232). „Jede Definition ist schließlich eine Ein­schränkung des Mysteriums“ (247), und „das Dogma kann zum Idol werden (Gregor von Nyssa), wenn es der Liebe entbehrt.“ (260). Äußerungen dieser Art machen Hoffnung, aus Sackgassen der Ökumene endlich wieder heraus zu finden. Mein Resumé: Ein sehr gutes, wichtiges und empfehlenswertes Buch!

 

Zielgruppe: Engagierte und Freunde der Ökumene, auch ohne besondere theologische Vorbildung!

Philipp Harnoncourt

 

zur Rezension von Wolfram Göll, München / Schwabach 

 

 


 

Ursula Bedners: Hinter den Bergen


ISBN 978-3-941271-00-5

Erscheinungsdatum: August 2008 Preis: 9 Lei / 2,95 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-3-941271-00-5

 

121 Seiten, Format 10x16,5 cm,  Broschur, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008

 

früher: 7,00 EUR

jetzt nur: 9,00 Lei / 2,95 EUR  

 

Ursula Bedners, geb. Markus, kam 1920 in Schäßburg/Sighis,oara zur Welt, wo sie 2005 verstarb. Sie wuchs im Markus'schen Haus am Marktplatz auf und verbrachte dort fast ihr ganzes Leben. Im ruhigen, malerischen Städtchen, hinter dicken Mauern, umgeben von Büchern und schönen alten Möbeln, widmete sich die zartgebaute und feinfühlige Frau wie selbstverständlich dem Dichten. Eine erste Sammlung ihrer Lyrik erschien 1969 unter dem Titel Im Netz des Windes, weitere Gedichte wurden in Schilfinseln (1973) und Märzlandschaft (1981) zusammen­gefasst. Bereits 1974 erschien eine Auswahl ihrer Gedichte in rumänischer Übersetzung, ein Buch, zu dem Ana Blandiana das Vorwort schrieb. Als Lyrik kann man die Aufzeichnungen bezeichnen, die Ursula Bedners über ihren Garten auf der Burg, im sogenannten »Umweg«, Monat für Monat niederschrieb. Diese Texte leiten das vorliegende Büchlein ein. Es trägt den Unter­titel Gedanken, Geschichten, Eindrücke und ist erstmals 1986 erschienen. Diese erste -- und leider einzige -- Prosa-Sammlung enthält weitere Naturbetrachtungen und Porträts von Schäßburger Originalen, die der Nachwelt auf diese Weise erhalten geblieben sind. 


 

Czell, Henkel u.a. (Hg.): Neue Wege zum Konsens


ISBN 978-973-8875-61-6

Erscheinungsdatum: Juli 2008 Preis: 20 Lei / 6 EUR


jetzt bestellen...



ISBN 978-973-8875-61-6

 

172 Seiten, 6 s/w-Fotos, broschiert, Format A5, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008


20 Lei / 6 EUR  

 

»Mediation« ist das neue Stichwort für die außergerichtliche Bewältigung von Konflikten und Streitfällen. Dabei handelt es sich um ein Vermittlungsverfahren, das den Ausgleich der Konfliktparteien durch produktives, zielorientiertes Verhandeln zum Ziel hat. Die Europäische Union hat diese Form der Konfliktlösung bereits anerkannt und fördert diese Methode. Auch in Rumänien entstehen immer mehr Mediationszentren. Die rechtliche Grundlagen dafür sind geschaffen. Vom 11. bis 13. Mai 2007 fand an der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) eine Internationale Mediationskonferenz statt. Der vorliegende Band versammelt alle Beiträge und stellt einen innovativen Überblick und eine gelungene Einführung zum Thema dar. Renommierte und erfahrene Experten aus mehreren Ländern zeigen Grundlagen der Mediation in Theorie und Praxis. Vertreter aus Rumänien und anderen Transformationsstaaten stellen bisherige Erfahrungen mit Formen von Mediation vor. Viele praktische Beispiele veranschaulichen die Thematik. 


 

Sören Pichotta: Museen der Kirchenburgen - Kleinode in Siebenbürgen


ISBN 978-973-8853-69-0

Erscheinungsdatum: Juni 2008 Preis: 39 Lei / 9,95 EUR


jetzt bestellen...



Kleinode in Siebenbürgen

  

 

Fotos: Sören Pichotta und Anselm Roth

 

ISBN 978-973-8853-69-0

 

160 S., 224 Farbfotos, Schiller Verlag, Hermannstadt 2008 


39 Lei / 9,95 EUR  (bisher: 17,00 EUR)

 

 

Nach über 800 Jahren haben die meisten Siebenbürger Sachsen ihr Land mehr oder weniger überstürzt gen Westen verlassen. Zurück­geblieben sind einige wenige von ihnen auf den Dörfern mit ihren berühmten Kirchenburgen - und ein Sammelsurium von schönen, originellen, wertvollen, historischen, interessanten, wunderlichen, informativen oder seltsamen Sachen.

Nach 1989 haben im Laufe der Jahre immer mehr Menschen, so genannte Zurück­gebliebene, begonnen, das Erbe ihrer aus­ge­wanderten Verwandten zusammenzutragen, zu pflegen und auszustellen. Entstanden sind kleine und größere Museen oder Sammlungen in oder bei den Kirchenburgen. Der Dresdener ­Museumswissenschaftler Sören Pichotta hat sie in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) und der »Arbeitsgemeinschaft Museenlandschaft Siebenbürgen« ausfindig gemacht und in diesem Buch kundig beschrieben. 
 

 

Blick ins Buch